Länder-Analysen

Aktuelles

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Neu ab Januar bei den englischsprachigen Schwesterpublikationen der Länder-Analysen

Belarus Analytical Digest (von der Redakteurin der Belarus-Analysen)

Moldovan Analytical Digest

 

Aktuelle Analysen zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine auch

bei den englisch-sprachigen Schwesterpublikationen der Länder-Analysen:

Ukrainian Analytical Digest und Russian Analytical Digest

Aus den aktuellen Analysen
Titelbild
Polen-Analysen Nr. 357

Deutsche und Polen – eine Beziehung in Bewegung.
Ergebnisse des Deutsch-Polnischen Barometers 2025

Ein Rückgang der Sympathie der Polen gegenüber den Deutschen, eine Verschlechterung der polnischen Meinung über die deutsche Europapolitik und gleichzeitig ein Rekordniveau der Akzeptanz der Polen durch die Deutschen in verschiedenen sozialen Rollen – das geht aus den seit 25 Jahren in beiden Ländern durchgeführten regelmäßigen Umfragen »Deutsch-Polnisches Barometer« hervor. Diese Veränderungen sind einerseits überraschend, da besonders deutlich ist, dass sich eine Tendenz umkehrt: Aktuell ist nicht das schlechte oder eher unbestimmte Bild Polens in Deutschland besorgniserregend, sondern das Image Deutschlands und der Deutschen in Polen. Betrachtet man andererseits die Entwicklungen in der polnischen Gesellschaft und untersucht die öffentlichen Diskurse sowie den Stand der deutsch-polnischen Beziehungen in den letzten Jahren, waren und sind bestimmte Veränderungen vorhersehbar. (…)

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Titelbild
Russland-Analysen Nr. 474

Wenn nebenan Krieg ist:
Wie die Bewohner:innen einer russischen Grenzregion den Krieg gegen die Ukraine interpretieren

Dieser Beitrag untersucht, wie Bewohner:innen der Oblast Kursk, einer Grenzregion, die direkt vom Krieg gegen die Ukraine betroffen ist, den Krieg interpretieren und damit umgehen. Gestützt auf ethnografische Feldforschung im Herbst 2024, als Teile der Oblast kurzzeitig von ukrainischen Truppen besetzt wurden und es täglich Luftangriffe gab, arbeitet die Studie heraus, dass die Bewohner:innen sich weder hinter ihren Staat stellten noch sich gegen ihn wandten. Trotz des Umstandes, dass sie unmittelbar von Gewalt und Vertreibung betroffen waren, gingen sie bei politischen Bewertungen und Werturteilen über den Krieg auf Distanz. (…)

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Ukraine-Analysen Nr. 325

Zwischen Krieg und Prekarität: Die Lage von Medien und Journalist:innen in der Ukraine

Dariya Orlova, Vera Slavtcheva-Petkova
Dieser Text untersucht die Lage der Sicherheit von Journalist:innen in der Ukraine im Krieg. Grundlage sind Umfragen aus der Worlds of Journalism Studie, wobei vier Sicherheitsdimensionen im Fokus stehen: physische, psychologische, finanzielle und digitale Sicherheit. Die Analyse bezieht zudem verfügbare Sekundärdaten zur Lage von Medien und Journalismus in der Ukraine ein, um einen umfassenden Überblick über Bedrohungen und Risiken journalistischer Arbeit unter Kriegsbedingungen zu geben und deren Auswirkungen auf das Medienumfeld zu diskutieren.
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Zentralasien-Analysen Nr. 170

Der Mittelkorridor und die neue Zentralität Eurasiens

Murad Nasibov
Der Mittelkorridor verbindet China und Europa über Zentralasien, den Südkaukasus, das Schwarze Meer und die Türkei. Ursprünglich als Infrastrukturkonzept in den 2000er Jahren entwickelt, hat er sich inzwischen zu einem geopolitischen Projekt zur Umgestaltung der regionalen Ordnung in Eurasien gewandelt. Diese Entwicklung wird vor allem durch den Niedergang der russischen Hegemonie im postsowjetischen Raum und durch die wachsende regionale Diplomatie geprägt. (…)
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Belarus-Analysen Nr. 81

Wer wird nach Lukaschenka in Belarus regieren?

Ryhor Astapenja
Das Regime in Belarus ist nach wie vor ein personalistisches. Gleichwohl hat sich im Land eine stabile und relativ kompetente herrschende Klasse herausgebildet. Diese Elite ist sehr wohl in der Lage, die Kontrolle des Systems auch dann aufrechtzuerhalten, wenn Lukaschenka auf mittlere Sicht aufgrund seines biologischen Alters abgetreten sein wird. (…)
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Neue Chronik-Einträge
Russland23.01.2026Russland — 23.01.2026
In Abu Dhabi beginnen erstmals seit Monaten direkte Verhandlungen zwischen Vertretungen Russlands und der Ukraine im Beisein der USA über einen möglichen Waffenstillstand und weitere Schritte zu einem Friedensabkommen. Die russische Delegation wird vom Chef des Militärgeheimdienstes Igor Kostjukow geleitet. Die Gespräche enden nach zwei Tagen ohne Durchbruch, sollen aber in der folgenden Woche fortgesetzt werden. Die Ukraine als auch Russland bewerten die Begegnungen als „konstruktiv“, betonen aber, dass kurzfristig keine Einigung zu erwarten sei. Während der Verhandlungsrunde setzt Russland seine Luftangriffe auf die Ukraine fort.
Russland23.01.2026Russland — 23.01.2026
Im Kreml treffen Präsident Wladimir Putin und mit Vertreter:innen der USA zu Gesprächen über einen möglichen Frieden in der Ukraine zusammen. Nach Angaben des außenpolitischen Beraters Jurij Uschakow dauert das Treffen mit dem Sondergesandten Steve Witkoff, Jared Kushner und weiteren US-Vertreter:innen rund vier Stunden; es sei „nützlich“ und „offen“. Uschakow betont, Putin sei grundsätzlich zu einer diplomatischen Lösung bereit, bestehe aber auf territorialen Zugeständnissen im Donbas als Voraussetzung für ein langfristiges Abkommen.
Polen19.01.2026Polen — 19.01.2026
Medienberichten zufolge soll US-Präsident Donald Trump Präsident Karol Nawrocki zu einem »Friedensrat« für Gaza eingeladen haben. Marcin Przydacz, Leiter des Internationalen Büros beim Präsidenten, kündigt Gespräche darüber mit der amerikanischen Seite in der nächsten Zeit an. Der Rat, dem Trump vorstehe, soll die Umsetzung von Trumps Friedensplan für den Gazastreifen beaufsichtigen, evtl. soll sich der Rat auch mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und der Lage in Venezuela befassen. Eine Einladung hat u. a. auch der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán erhalten.
Russland17.01.2026Russland — 17.01.2026
Die Internationale Atomenergie-Behörde teilt mit, dass sich Russland und die Ukraine auf einen lokalen Waffenstillstand geeinigt hätten, um Reparaturen an einer Ersatzstromleitung des Kernkraftwerks im ukrainischen Saporischschja zu ermöglichen. Die Leitung war Anfang Januar beschädigt und abgeschaltet worden. Das Kraftwerk steht seit März 2022 unter russischer Besatzung. Russland und die Ukraine werfen sich seitdem gegenseitig vor, durch Angriffe das Risiko einer nuklearen Katastrophe zu erhöhen.
Polen17.01.2026Polen — 17.01.2026
Um Mitternacht endet die Frist für Vorschläge von Kandidaten für die Wahl des Parteichefs der Bürgerkoalition (Koalicja Obywatelska – KO). Für die Anfang März stattfindende Wahl kandidiert nur der aktuelle Vorsitzende und Ministerpräsident Donald Tusk.
Über die Länder-Analysen

Die Länder-Analysen bieten regelmäßig im kostenlosen Abonnement kompetente Einschätzungen aktueller politischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Entwicklungen in Ostmitteleuropa, Osteuropa und Zentralasien. Alle Länder-Analysen verstehen sich als Teil eines gemeinsamen Projektes, das der wissenschaftlich fundierten, allgemeinverständlich formulierten Analyse der Entwicklungen im östlichen Europa, der Offenheit für verschiedene inhaltliche Positionen und der kostenlosen und nicht-kommerziellen Information einer breit verstandenen interessierten Öffentlichkeit verpflichtet ist.

Für die Länder-Analysen schreiben internationale Fachwissenschaftler/innen und Expert/innen. Die Redaktionen der Länder-Analysen bestehen aus Wissenschaftler/innen mit langjähriger Forschungserfahrung zu den jeweiligen Ländern. Angaben zu den jeweiligen Redaktionen finden sich auf der Seite Redaktionen/Beiräte und im Impressum in jeder einzelnen Ausgabe.

Die deutschsprachigen Länder-Analysen werden gemeinsam von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, dem Deutschen Polen-Institut, dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien und dem Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung herausgegeben.

Bereits seit 2003 erscheinen die Russland-Analysen. 2006 wurde das Länderspektrum um Ukraine-Analysen und Polen-Analysen erweitert. 2008 sind zusätzlich die Zentralasien-Analysen hinzugekommen, die sich mit aktuellen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan beschäftigen. Seit 2011 gibt es außerdem noch Belarus-Analysen. Für nähere Informationen zu den einzelnen Länder-Analysen wählen Sie das entsprechende Angebot bitte über die Navigation.

Alle Angebote können kostenlos per E-Mail abonniert werden. Bei den einzelnen Länder-Analysen stehen auch jeweils Archive aller bisher erschienen Ausgaben mit Autoren- und Themenindizes zur Verfügung sowie eine fortlaufende Chronik aktueller Ereignisse.

Zusätzlich besitzen die Länder-Analysen drei englischsprachige Partner-Publikationen, die von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen gemeinsam mit dem Center for Security Studies der ETH Zürich, dem Center for Eastern European Studies der Universität Zürich und weiteren Institutionen herausgegeben werden: Ukrainian Analytical Digest, Russian Analytical Digest und Caucasus Analytical Digest

Falls Sie regelmäßig aktuelle Analysen und Kommentare der Redaktionen der Länder-Analysen sowie der herausgebenden Institutionen lesen wollen, finden Sie fast täglich aktuelle Links unter: https://bsky.app/profile/laenderanalysen.bsky.social

 


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