Aktuelle Ausgabe der Belarus-Analysen
Neue Chronik-Einträge
| Belarus | 13.12.2025 | In Belarus werden 123 weitere politische Gefangene nach einer Begnadigung durch Lukaschenka freigelassen, darunter der Friedensnobelpreisträger Ales Bjaljazki sowie die Oppositionsführer*innen Maryja Kalesnikawa und Wiktar Babaryka. 114 von ihnen werden in die Ukraine transportiert. Dies erfolgt laut offiziellen Angaben im Rahmen der mit US-Präsident Donald Trump erzielten Vereinbarungen und auf dessen Bitte hin sowie im Zusammenhang mit der Aufhebung der Sanktionen gegen die Kalidüngerindustrie von Belarus, die von der vorherigen US-Regierung unter Präsident Biden verhängt wurden. Dabei handelt es sich um die fünfzehnte der Freilassungswellen, die seit 2024 erfolgen. Insgesamt sind damit 512 Menschen seit Juli 2024 begnadigt bzw. freigelassen worden. |
| Belarus | 13.12.2025 | Die USA heben die im August 2021 eingeführten Sanktionen gegen die Kalidüngerindustrie von Belarus auf, verkündet der US-Sondergesandte für Belarus, John Coale. Das Office of Foreign Assets Control (OFAC) des US-Finanzministeriums erteilt dementsprechend die Allgemeine Lizenz Belarus Nr. 13. am 15. Dezember. Betroffen sind Joint Stock Company Belarusian Potash Company, Agrorozkvit LLC, and Belaruskali OAO. |
| Belarus | 14.12.2025 | Deutschland werde die am 13. Dezember freigelassenen politischen Gefangenen Maryja Kalesnikawa und Wiktar Babaryka aufnehmen, erklärt der deutsche Bundesminister des Inneren, Alexander Dobrindt. |
| Belarus | 18.12.2025 | Das EU-Parlament verurteilt in einer Entschließung die wiederholten und zunehmenden Akte hybrider Kriegsführung seitens Belarus gegen Litauen und damit gegen die EU – einschließlich des wiederholten Eindringens meteorologischer Ballons in den Luftraum der EU. Es wird auch auf wirtschaftliche Zwangsmaßnahmen und militärische Provokationen durch Belarus verwiesen. |
| Belarus | 30.12.2025 | In Belarus werden 22 weitere politische Gefangene nach einer Begnadigung durch Lukaschenka freigelassen. Dabei handelt es sich um die sechszehnte der Freilassungswellen, die seit 2024 erfolgen. Insgesamt sind damit 535 Menschen seit Juli 2024 begnadigt bzw. freigelassen worden. |
Über die Belarus-Analysen
Die Belarus-Analysen erscheinen seit Mai 2011 und sollen als Hintergrundanalysen bei der Beurteilung aktueller Ereignisse und langfristiger Entwicklungen in Belarus behilflich sein. Ihr Anliegen ist es, das Wissen, über das die wissenschaftliche Forschung in reichem Maße verfügt, für Politik, Wirtschaft, Medien und interessierte Öffentlichkeit verfügbar zu machen.
Die Belarus-Analysen werden gemeinsam von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, dem Deutschen Polen-Institut, dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien und dem Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung herausgegeben.
Jede Ausgabe bietet eine kurze Analyse zu einem aktuellen Thema der politischen, wirtschaftlichen oder sozialen Entwicklung des Landes. Ergänzt wird sie mit Tabellen und Grafiken. Zusätzlich gibt es regelmäßig Kommentare und Hintergrundinformationen zu aktuellen Ereignissen sowie eine Chronik mit den wichtigsten Geschehnissen der vergangenen zwei Monate.
Frühere Ausgaben der Belarus-Analysen finden Sie im Archiv.
