Belarus-Analysen

Aktuelle Ausgabe der Belarus-Analysen
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Belarus-Analysen Nr. 49 vom 18.04.2020


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Neue Chronik-Einträge
Belarus10.04.2020Belarus — 10.04.2020
Das Gesundheitsministerium erlaubt, dass Kontakte »ersten Grades« 14 Tage lang zu Hause (statt in Krankenhäusern) selbstisolierend bleiben; dabei soll eine Bescheinigung über die Arbeitsunfähigkeit ausgestellt werden.
Belarus10.04.2020Belarus — 10.04.2020
Das Gesundheitsministerium beschließt, Informationen über Todesfälle durch Covid-19 nur auf der Grundlage einer Kopie der Sterbeurkunde bereitzustellen, in der das Virus als Todesursache angegeben wird. Bei mehreren Opfern sei das Virus während der Behandlung eliminiert worden, wobei aber bereits aufgrund chronischer Krankheiten irreversible Prozesse ausgelöst worden seien. Diese Opfer sollten daher nicht als durch Covid-19 Verstorbene mitgerechnet werden, erklärt die Stellvertretende Gesundheitsministerin Jelena Bohdan.
Belarus11.04.2020Belarus — 11.04.2020
Angehörige der WHO-Delegation, die sich auf Einladung der belarussischen Seite seit dem 8. April in Belarus aufhält, halten eine Pressekonferenz zusammen mit dem Gesundheitsminister ab. Laut dem Leiter der WHO-Mission, Patrick O’Connor, sei in Belarus bereits eine neue Phase des Ausbruchs von Covid-19 zu beobachten, nämlich die des Community Spread, wenn innerhalb einer regionalen Gemeinschaft Ansteckungsketten nicht zurückverfolgt werden können. Daher benötige man einen umfassenden Ansatz zur Eindämmung der Virusausbreitung, wie z. B. physische Distanzierung (inkl. Absagen von Massenveranstaltungen, Einführung von Fernunterricht und Vermeidung von nicht notwendiger Bewegung, insbesondere für Risikogruppen), ordnungsgemäßes Testen und Isolierung von Kontaktpersonen. Zu den positiven Aspekten zählt die WHO den systematischen Ansatz der epidemiologischen Überwachung in Belarus, die Laboratorien für die Verarbeitung von Covid-19-Tests, die Abgrenzung von Covid-19-Patienten in Krankenhäusern sowie die operative Organisation der Herstellung von Schutzausrüstung für Ärzte im Land.
Belarus12.04.2020Belarus — 12.04.2020
Die Covid-19-Zahlen, die der belarussischen Bevölkerung mitgeteilt werden, seien absolut zuverlässig und wahrheitsgemäß, erklärt die Vorsitzende des Rates der Republik der Nationalversammlung von Belarus, Natallja Katschanawa.
Belarus12.04.2020Belarus — 12.04.2020
Ein Flugzeug mit humanitärer Hilfe aus Usbekistan trifft in Belarus ein.
Über die Belarus-Analysen

Die Belarus-Analysen erscheinen seit Mai 2011 und sollen als Hintergrundanalysen bei der Beurteilung aktueller Ereignisse und langfristiger Entwicklungen in Belarus behilflich sein. Ihr Anliegen ist es, das Wissen, über das die wissenschaftliche Forschung in reichem Maße verfügt, für Politik, Wirtschaft, Medien und interessierte Öffentlichkeit verfügbar zu machen.

Die Belarus-Analysen werden gemeinsam von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, dem Deutschen Polen-Institut, dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien und dem Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung herausgegeben.

Jede Ausgabe bietet eine kurze Analyse zu einem aktuellen Thema der politischen, wirtschaftlichen oder sozialen Entwicklung des Landes. Ergänzt wird sie mit Tabellen und Grafiken. Zusätzlich gibt es regelmäßig Kommentare und Hintergrundinformationen zu aktuellen Ereignissen sowie eine Chronik mit den wichtigsten Geschehnissen der vergangenen zwei Monate.

Frühere Ausgaben der Belarus-Analysen finden Sie im Archiv.


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