Aktuelle Ausgabe der Russland-Analysen
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Russland-Analysen Nr. 452 vom 05.07.2024


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Neue Chronik-Einträge
Russland04.07.2024Russland — 04.07.2024
Bei der bevorstehenden Wahl zur städtischen Duma in Moskau wird es keine Wahlzettel mehr geben; die Moskauer Wahlkommission setzt ausschließlich auf Abstimmung auf digitalem Weg. Papierwahlzettel würden nur noch ausgegeben, wenn die Wahlberechtigten sie bis zum 02. September beantragten. Kritiker:innen sehen darin eine Möglichkeit des Staates, eine unabhängige Überwachung der Wahlen zu verhindern.
Russland04.07.2024Russland — 04.07.2024
Auf einer Konferenz in Sankt Petersburg äußert sich die Chefin der russischen Zentralbank, Elwira Naibullina, positiv zur Zahlung mit sogenannten Kryptowährungen. Die Zentralbank habe ihre Haltung zur Verwendung von Kryptowährungen bei internationalen Zahlungen aufgeweicht und erlaube nun den Einsatz digitaler Vermögenswerte bei solchen Transaktionen. Nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine im Jahr 2022 hatten zahlreiche westliche Staaten die Zentralbank und die meisten russischen Geldinstitute vom internationalen Zahlungsverkehr ausgeschlossen.
Russland04.07.2024Russland — 04.07.2024
Der Kommandeur der 83. Einheit der Luftangriffsbrigade, Artjom Gorodilow, wird vom russischen Inlandsgeheimdienst „FSB“ festgenommen. Ihm wird Betrug in besonders großem Umfang vorgeworfen. Gorodilows Regiment war im Februar 2022 in der ukrainischen Stadt Butscha stationiert, wo die russische Armee Hinweisen zufolge ein Massaker an der Zivilbevölkerung verübt hat. Recherchen der „New York Times“ zufolge war insbesondere Gorodilows Regiment daran beteiligt. Nach dem Rückzug der russischen Truppen wurde ihm der Rang eines „Gardeoberst“ verliehen.
Russland05.07.2024Russland — 05.07.2024
Die Russische Staatliche Sozialuniversität (RGSU) veröffentlicht ein sogenanntes „Social-Scoring-Projekt“. Das Projekt mit dem Namen „My“ (dt. Wir) bewertet die Nützlichkeit einer Person für den Staat sowie ihre persönlichen Aussichten. Bisher ist die Teilnahme freiwillig und anonym. Der Fragebogen erfasst unter anderem Daten zu Bildung, Familienstand, Karriereschritten, Schuldenlast, Vorstrafen, Präsenz in den sozialen Netzwerken sowie Teilnahme am öffentlichen Leben.
Russland06.07.2024Russland — 06.07.2024
Laut des neuesten Berichts der britischen Hochschul-Ranking-Agentur „Quacquarelli Symonds“ ist keine russische Universität unter den besten 50 Universitäten der Welt. In dem Ranking, das mehr als 1.500 Universitäten umfasst, sind 47 russische enthalten. Das beste Ergebnis erzielte die Moskauer Staatliche Lomonossow-Universität, die auf Rang 94 eingestuft wird und damit im Vergleich zum Vorjahr um sieben Plätze schlechter liegt. Die Moskauer Staatliche Technische Universität (MGTU) liegt auf Rang 278, die Russische Universität der Völkerfreundschaft (RUDN) auf Rang 316. Die Staatliche Universität Sankt Petersburg verschlechterte sich im Ranking von Platz 315 auf Platz 365.
Über die Russland-Analysen

Die Russland-Analysen bieten regelmäßig kompetente Einschätzungen aktueller politischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Entwicklungen in Russland. Sie machen das Wissen, über das die wissenschaftliche Forschung in reichem Maße verfügt, für Politik, Wirtschaft, Medien und die interessierte Öffentlichkeit verfügbar. Autoren sind internationale Fachwissenschaftler und Experten.

Die Redaktion der Russland-Analysen freut sich, dekoder als langfristigen Partner für die Bereitstellung von Übersetzungen russischer journalistischer Analysen gewonnen zu haben. Auf diesem Wege möchten wir helfen, die Zukunft eines wichtigen Projektes zu sichern und dem russischen Qualitätsjournalismus eine breitere Leserschaft zu ermöglichen. dekoder.org verbindet zwei Content-Typen, die sich gegenseitig ergänzen: übersetzte Originalbeiträge russischer Medien und Erklärtexte von Wissenschaftlern aus europäischen Universitäten. Beide greifen auf dekoder.org ineinander und stellen so ein Instrument zur Verfügung, um „Russland zu entschlüsseln“ und ein direktes Eintauchen in die Debatten des Landes zu ermöglichen.

Die Russland-Analysen werden gemeinsam von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, dem Deutschen Polen-Institut, dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien und dem Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung herausgegeben.

Frühere Ausgaben der Russland-Analysen ab 2003 finden Sie im Archiv.


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