Aktuelle Ausgabe der Russland-Analysen
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Russland-Analysen Nr. 446 vom 19.02.2024


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Neue Chronik-Einträge
Russland06.02.2024Russland — 06.02.2024
Der Staatsrat der Russischen Föderation beauftragt das russische Bauministerium, bei der Festsetzung der Tarife für die kommunale Versorgung zukünftig eine Erhöhung der Gehälter der Beschäftigten im Wohnungs- und Kommunalwesen zu berücksichtigen. Damit reagieren die Behörden auf den Arbeitskräftemangel in diesem Sektor. Bisher wurden die Tarife jährlich lediglich an die Inflation angepasst. Die Gehälter der Beschäftigten liegen in der Regel 30 bis 40 Prozent unter den Durchschnittslöhnen in der jeweiligen Region.
Russland06.02.2024Russland — 06.02.2024
Der Gouverneur der russischen Oblast Primorje, Oleg Koshemjako, kündigt die Bildung einer Bürgerwehr mit aus dem Krieg gegen die Ukraine zurückgekehrten Soldat:innen an. Bereits Ende Januar hatte der Vizegouverneur der Oblast Leningrad, Michail Iljin, die Bildung von Bürgerwehren, als Reaktion auf die Drohnenangriffe auf Öl- und Gasanlagen in der Region, bekanntgegeben. Auch in anderen russischen Städten und Regionen werden zurzeit Bürgerwehren ins Leben gerufen.
Russland08.02.2024Russland — 08.02.2024
Der russische Oppositionspolitiker Boris Nadeshdin wird nicht zur Präsidentschaftswahl im März zugelassen. Dies teilte die Zentrale Wahlkommission der Russischen Föderation mit und begründete dies damit, dass etwa 15 Prozent der Stimmen, die Nadeshdin für die Zulassung zur Wahl gesammelt hatte, ungültig sein. Die Fehlerquote darf dabei nicht mehr als fünf Prozent liegen. Nadeshdin hatte im Januar deutlich mehr als die erforderlichen 100.000 Unterschriften für eine Zulassung gesammelt. Er kündigte an, die Entscheidung anfechten zu wollen. Zur Wahl sind, neben dem amtierenden Präsidenten Wladimir Putin, zurzeit drei weitere Kandidat:innen zugelassen, die allerdings als aussichtslos gelten.
Russland09.02.2024Russland — 09.02.2024
In einem Interview mit dem US-amerikanischen Journalisten Tucker Carlson erklärt der russische Präsident Wladimir Putin, Russland habe seine Ziele im Krieg gegen die Ukraine noch nicht erreicht und sei bereit, wieder Verhandlungen aufzunehmen. Seiner Ansicht nach sei bei den Verhandlungen im Frühjahr 2022 keine Einigung erreicht worden, da Deutschland und Frankreich einen vollständigen Truppenabzug gefordert hätten und die ukrainischen Unterhändler:innen dieser Forderung gefolgt seien. Putin erwarte, dass es früher oder später eine Einigung gebe und dass die Beziehungen zwischen den Völkern wieder hergestellt würden, da es sich gewissermaßen um einen Bürgerkrieg handele. Er warf den USA Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Ukraine vor und den westlichen Ländern vorsätzliche Einschüchterung der Bevölkerung durch die Verbreitung von Falschnachrichten über die angebliche Bedrohung durch einen globalen Krieg.
Russland09.02.2024Russland — 09.02.2024
Die Behörden der russischen Region Krasnodar melden einen Drohnenangriff auf die Ölraffinerie »Ilskij«. Die Drohne sei über dem Gelände abgestürzt und habe eine Explosion und einen Brand ausgelöst. Gleichzeitig wurden im Gebiet Krasnodar zwei weitere Drohnen abgeschossen. Auch über den Regionen Brjansk, Orjol und Kursk wurden Drohnen abgefangen.
Über die Russland-Analysen

Die Russland-Analysen bieten regelmäßig kompetente Einschätzungen aktueller politischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Entwicklungen in Russland. Sie machen das Wissen, über das die wissenschaftliche Forschung in reichem Maße verfügt, für Politik, Wirtschaft, Medien und die interessierte Öffentlichkeit verfügbar. Autoren sind internationale Fachwissenschaftler und Experten.

Die Redaktion der Russland-Analysen freut sich, dekoder als langfristigen Partner für die Bereitstellung von Übersetzungen russischer journalistischer Analysen gewonnen zu haben. Auf diesem Wege möchten wir helfen, die Zukunft eines wichtigen Projektes zu sichern und dem russischen Qualitätsjournalismus eine breitere Leserschaft zu ermöglichen. dekoder.org verbindet zwei Content-Typen, die sich gegenseitig ergänzen: übersetzte Originalbeiträge russischer Medien und Erklärtexte von Wissenschaftlern aus europäischen Universitäten. Beide greifen auf dekoder.org ineinander und stellen so ein Instrument zur Verfügung, um „Russland zu entschlüsseln“ und ein direktes Eintauchen in die Debatten des Landes zu ermöglichen.

Die Russland-Analysen werden gemeinsam von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, dem Deutschen Polen-Institut, dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien und dem Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung herausgegeben.

Frühere Ausgaben der Russland-Analysen ab 2003 finden Sie im Archiv.


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