Länder-Analysen

Aktuelles

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Neu ab Januar bei den englischsprachigen Schwesterpublikationen der Länder-Analysen

Belarus Analytical Digest (von der Redakteurin der Belarus-Analysen)

Moldovan Analytical Digest

 

Aktuelle Analysen zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine auch

bei den englisch-sprachigen Schwesterpublikationen der Länder-Analysen:

Ukrainian Analytical Digest und Russian Analytical Digest

Aus den aktuellen Analysen
Titelbild
Russland-Analysen Nr. 476

Das Schweigen nach der Ausreise:
Warum die neuen russischen Migranten sich nicht mobilisieren

Seit Russlands groß angelegter Invasion der Ukraine im Februar 2022 sind fast eine Million Russen ins Ausland geflohen. Obwohl sie typischerweise ein Profil aufweisen, das mit hohem politischem Aktivismus gleichgesetzt wird, und entschiedene Antikriegseinstellungen vertreten, haben sich diese neuen Migranten noch nicht zu einer bedeutenden politischen Kraft zusammengeschlossen. Diese Analyse untersucht, wie die extraterritoriale Ausbreitung des Autoritarismus das politische Schweigen dieser Migranten erzwingt. (…)

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Titelbild
Ukraine-Analysen Nr. 326

Editorial: 20 Jahre Ukraine-Analysen

Am 14. Februar 2006 erschien die erste Ausgabe der Ukraine-Analysen. Im einleitenden Vorwort schrieben die Gründungsredakteure Heiko Pleines und Matthias Neumann: »Die Ukraine steht derzeit politisch und wirtschaftlich an einem Wendepunkt.« Damals, gut ein Jahr nach der Orangen Revolution, kriselte es im Land, viele Menschen waren enttäuscht. (…)

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Belarus-Analysen Nr. 81

Wer wird nach Lukaschenka in Belarus regieren?

Ryhor Astapenja
Das Regime in Belarus ist nach wie vor ein personalistisches. Gleichwohl hat sich im Land eine stabile und relativ kompetente herrschende Klasse herausgebildet. Diese Elite ist sehr wohl in der Lage, die Kontrolle des Systems auch dann aufrechtzuerhalten, wenn Lukaschenka auf mittlere Sicht aufgrund seines biologischen Alters abgetreten sein wird. (…)
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Polen-Analysen Nr. 358

Die Politik des polnischen Staates gegenüber seiner Diaspora

Bastian Sendhardt
Polen hat seine Politik gegenüber der Polonia und den Polen im Ausland seit 1989 schrittweise ausgebaut und zu einem eigenständigen Politikfeld verdichtet. Sie richtet sich an heterogene Zielgruppen – von Auswanderungsgemeinschaften in Westeuropa und Übersee bis zu polnischen Minderheiten in Ostmittel- und Osteuropa – und verbindet Identitäts- und Sprachpolitik, Minderheitenschutz, rechtliche Sonderinstrumente (Repatriierung, Karta Polaka) sowie politische Partizipation. Institutionell prägen Senat und Außenministerium, flankiert von nachgeordneten Einrichtungen, dieses Feld; seit Mitte der 2010er Jahre sind zudem Zentralisierungs- und Koordinierungsbestrebungen erkennbar. (…)
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Zentralasien-Analysen Nr. 170

Der Mittelkorridor und die neue Zentralität Eurasiens

Murad Nasibov
Der Mittelkorridor verbindet China und Europa über Zentralasien, den Südkaukasus, das Schwarze Meer und die Türkei. Ursprünglich als Infrastrukturkonzept in den 2000er Jahren entwickelt, hat er sich inzwischen zu einem geopolitischen Projekt zur Umgestaltung der regionalen Ordnung in Eurasien gewandelt. Diese Entwicklung wird vor allem durch den Niedergang der russischen Hegemonie im postsowjetischen Raum und durch die wachsende regionale Diplomatie geprägt. (…)
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Neue Chronik-Einträge
Russland05.02.2026Russland — 05.02.2026
Das New START Abkommen, der letzte große Atomwaffen Abrüstungsvertrag zwischen den USA und Russland, läuft aus; damit entfällt nach mehr als einem halben Jahrhundert erstmals jede vertraglich festgelegte Obergrenze für die strategischen Nukleararsenale beider Staaten. Der 2010 geschlossene Vertrag hatte die Zahl einsatzbereiter strategischer Sprengköpfe auf jeweils 1.550 sowie die Zahl der Trägersysteme auf 700 begrenzt, wurde von Russland am 21.02.2023 faktisch ausgesetzt. Kremlsprecher Dmitrij Peskow spricht anschließend von einem gemeinsamen Verständnis, „dass beide Seiten verantwortlich handeln“ und zeitnah Gespräche aufnehmen sollten. Moskau betont zugleich, man halte informelle Lösungen ohne rechtlich verbindlichen Vertrag für unrealistisch und lehne die von US Präsident Donald Trump favorisierte bloß politische Selbstverpflichtung ab, während Washington die Einbindung Chinas in ein künftiges Abkommen fordert.
Russland04.02.2026Russland — 04.02.2026
Präsident Wladimir Putin entlässt seinen langjährigen Vertrauten und früheren Verteidigungsminister Sergej Iwanow per Erlass aus dem Amt des Sonderbeauftragten des Präsidenten für Umweltschutz, Ökologie und Transport. Kreml-Sprecher Dmitrij Peskow erklärt, Iwanow habe „auf eigenen Wunsch“ um Entbindung gebeten; der 73 Jährige hatte den Posten seit 2016 inne und gehört weiterhin zum engeren sicherheitspolitischen Establishment, u. a. als ständiges Mitglied des Sicherheitsrats.
Russland04.02.2026Russland — 04.02.2026
In Abu Dhabi beginnen neue Verhandlungen über ein mögliches Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, an denen Delegationen aus Russland und der Ukraine sowie die USA als Vermittler teilnehmen. Beide Seiten bewerten die bisherigen Gespräche als „konstruktiv“, zugleich macht Russland deutlich, dass es seine Maximalforderungen nicht aufgegeben hat und weiterhin auf Gebietsabtretungen, eine Begrenzung der ukrainischen Militärkapazitäten und politische Veränderungen in der Ukraine drängt, während Kyjiw ein Abkommen fordert, das wirksam vor erneuten Angriffen schützt. Die Verhandlungen enden tags darauf am 05.02.2026 mit einem Gefangenenaustausch von jeweils 157 Menschen zwischen Russland und der Ukraine. Die USA und Russland verständigen sich auf eine Wiederaufnahme des seit 2021 ausgesetzten militärischen Dialogs auf Leitungsebene nach Angaben des US-Oberkommandos für Europa (EUCOM) in einer Mitteilung. Während der Gespräche greift Russland massiv die ukrainische Infrastruktur, darunter Strom- und Bahnnetz, sowie Städte mit Drohnen, Raketen und Streumunition an. Das Treffen war ursprünglich für den 1. Februar geplante und wird kurzfristig auf den 4. und 5. Februar verschoben, nachdem laut Bericht der New York Times ein separates Treffen des US‑Sondergesandten Steve Witkoff mit Putins Sonderbeauftragtem Kirill Dmitrijew in Florida stattgefunden hatte.
Russland03.02.2026Russland — 03.02.2026
In russischen Regionen nahe der finnischen Grenze werden nach Analysen des „Institute for the Study of War“ (ISW) mehrere Militärstandorte ausgebaut; Satellitenbilder, die der finnische Rundfunk Yle veröffentlicht, zeigen u. a. Bauarbeiten auf dem bisher weitgehend brachliegenden Stützpunkt Rybka rund 175 Kilometer von der Grenze entfernt, der künftig vom 44. Armeekorps genutzt werden soll. Parallel entsteht in Kandalakscha in der Oblast Murmansk etwa 115 Kilometer von Finnland entfernt eine neue Militärstadt mit zusätzlicher Infrastruktur für Truppen, was westliche Experten als Teil einer langfristigen Vorbereitung auf einen möglichen künftigen Konflikt mit der Nato und Reaktion auf den finnischen Bündnisbeitritt werten.
Russland03.02.2026Russland — 03.02.2026
Russland und Myanmar schließen ein auf fünf Jahre angelegtes militärisches Kooperationsabkommen, das bis 2030 laufen soll und die bereits enge sicherheitspolitische Zusammenarbeit mit der Militärjunta weiter vertieft, so TASS. Bei einem Besuch des Sekretärs des russischen Sicherheitsrats Sergej Schoigu in Myanmar kündigt Moskau umfassende Unterstützung an, einschließlich Waffenlieferungen, Ausbildung und politischer Rückendeckung auf internationaler Bühne.
Über die Länder-Analysen

Die Länder-Analysen bieten regelmäßig im kostenlosen Abonnement kompetente Einschätzungen aktueller politischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Entwicklungen in Ostmitteleuropa, Osteuropa und Zentralasien. Alle Länder-Analysen verstehen sich als Teil eines gemeinsamen Projektes, das der wissenschaftlich fundierten, allgemeinverständlich formulierten Analyse der Entwicklungen im östlichen Europa, der Offenheit für verschiedene inhaltliche Positionen und der kostenlosen und nicht-kommerziellen Information einer breit verstandenen interessierten Öffentlichkeit verpflichtet ist.

Für die Länder-Analysen schreiben internationale Fachwissenschaftler/innen und Expert/innen. Die Redaktionen der Länder-Analysen bestehen aus Wissenschaftler/innen mit langjähriger Forschungserfahrung zu den jeweiligen Ländern. Angaben zu den jeweiligen Redaktionen finden sich auf der Seite Redaktionen/Beiräte und im Impressum in jeder einzelnen Ausgabe.

Die deutschsprachigen Länder-Analysen werden gemeinsam von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, dem Deutschen Polen-Institut, dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien und dem Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung herausgegeben.

Bereits seit 2003 erscheinen die Russland-Analysen. 2006 wurde das Länderspektrum um Ukraine-Analysen und Polen-Analysen erweitert. 2008 sind zusätzlich die Zentralasien-Analysen hinzugekommen, die sich mit aktuellen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan beschäftigen. Seit 2011 gibt es außerdem noch Belarus-Analysen. Für nähere Informationen zu den einzelnen Länder-Analysen wählen Sie das entsprechende Angebot bitte über die Navigation.

Alle Angebote können kostenlos per E-Mail abonniert werden. Bei den einzelnen Länder-Analysen stehen auch jeweils Archive aller bisher erschienen Ausgaben mit Autoren- und Themenindizes zur Verfügung sowie eine fortlaufende Chronik aktueller Ereignisse.

Zusätzlich besitzen die Länder-Analysen drei englischsprachige Partner-Publikationen, die von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen gemeinsam mit dem Center for Security Studies der ETH Zürich, dem Center for Eastern European Studies der Universität Zürich und weiteren Institutionen herausgegeben werden: Ukrainian Analytical Digest, Russian Analytical Digest und Caucasus Analytical Digest

Falls Sie regelmäßig aktuelle Analysen und Kommentare der Redaktionen der Länder-Analysen sowie der herausgebenden Institutionen lesen wollen, finden Sie fast täglich aktuelle Links unter: https://bsky.app/profile/laenderanalysen.bsky.social

 


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