Länder-Analysen

Aus den aktuellen Analysen
Titelbild
Polen-Analysen Nr. 247

Die polnischen Migranten in Großbritannien im Kontext des Brexit

Die Entscheidung der britischen Bevölkerung für den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union in einem Referendum am 23. Juni 2016 (52 Prozent Ja-Stimmen, 48 Prozent Nein-Stimmen) wurde zu einer der größten politischen Herausforderungen der letzten Jahrzehnte für das Land – manche behaupten sogar seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Kompliziertheit dieser Aufgabe, sowohl der Austrittsbedingungen als auch der Festlegung neuer Regeln für die künftige Zusammenarbeit mit der EU, verschlang auf jeder Seite eine gigantische Menge an Energie, Geld und politischem Atem, und die vorliegende Analyse ist nicht der Versuch, dieses zu rekapitulieren. (…)

Zum Artikel
Titelbild
Zentralasien-Analysen Nr. 138

Berichterstattung über öffentliche Proteste in Kasachstan.
Medienkontrolle als Quelle politischer Macht

In Kasachstan kam es 2019, insbesondere im Umfeld der Präsidentenwahl im Juni, zu größeren Protesten. Der Einfluss der Demonstrationen auf die politische Haltung der Bevölkerung hängt aber davon ab, inwieweit und in welcher Form die Medien des Landes darüber berichten. Der vorliegende Beitrag untersucht deshalb die Berichterstattung wichtiger Printmedien und Online-Nachrichtenportale über die Proteste. (…)

Zum Artikel
Russland-Analysen Nr. 378

Gesundheitsreformen und ihre Ergebnisse

Anastasia Novkunskaya
Der vorliegende Beitrag befasst sich mit den staatlichen Gesundheitsreformen der letzten Jahrzehnte in Russland. Diese haben zu tiefgreifenden Veränderungen des staatlich finanzierten Gesundheitswesens geführt. Der Beitrag beschreibt die Umgestaltung des Gesundheitswesens und analysiert wichtige politische Trends. (…)
Zum Artikel
Belarus-Analysen Nr. 45

Belarus in der chinesischen "Belt and Road Initiative":
Die regionale Dimension

Roza Turarbekova
Das Interesse für die chinesische Politik in Osteuropa ist erst vor relativ kurzer Zeit erwacht und auf das zunehmende Handelsvolumen, die Zusammenarbeit bei Investitionen und den Bau verschiedener Infrastrukturprojekte im Rahmen der »Belt and Road Initiative« zurückzuführen. China wird in Belarus als einer der bedeutendsten strategischen Partner und neben Russland und der EU als »dritter wichtiger Player« betrachtet, der geopolitisch das belarussische »Manövrierfeld« erweitert. In der Ansprache von Präsident Lukaschenka 2019 vor der Nationalversammlung wurde China als strategischer Partner und als vorrangiges Objekt der Außenpolitik hervorgehoben, nach dem Unionsstaat von Belarus und Russland und der GUS sowie vor der EU. (…)
Zum Artikel
Ukraine-Analysen Nr. 225

Ein neuer Impuls zur Beilegung des Donbas-Konflikts?

André Härtel
Trotz einiger Anzeichen für Bewegung bei der Lösung des Donbas-Konflikts zwischen der Ukraine und Russland gibt es noch keinen klaren Fahrplan, wie es nun weitergeht. Der neue ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj arbeitet aktuell daran, eine Reihe von Maßnahmen zu entwickeln, die für seine in dieser Frage geteilte Bevölkerung akzeptabel sind, während Russland im Grunde vom Status quo profitiert. Daneben gibt es zahlreiche offene Fragen zur Umsetzung von Minsk II in einer Zeit, in der der Westen sanktionsmüde scheint und sich zunehmend auf andere Themen fokussiert.
Zum Artikel
Neue Chronik-Einträge
Polen02.12.2019Polen — 02.12.2019
Vor Beginn des Weltklimagipfels 2019 (COP25) in Madrid sagt Ministerpräsident Mateusz Morawiecki, dass Polen weitere Anstrengungen zum Umbau seines Energiesystems und zur Reduzierung der CO2-Emissionen unternehmen wird. Allerdings erwarte Polen dafür auch ein Entgegenkommen und dass der Ausgangspunkt Polens, die Abhängigkeit vom Energieträger Kohle, berücksichtigt werde.
Polen01.12.2019Polen — 01.12.2019
In mehreren Städten Polens finden Kundgebungen gegen die politische Instrumentalisierung der Justiz und für Solidarität mit den Richtern statt. Der unmittelbare Anlass war, dass Paweł Juszczyszyn, Richter am Bezirksgericht Allenstein (Olsztyn), aus der Delegation an das Kreisgericht ausgeschlossen wurde, nachdem er den Direktor der Sejm-Kanzlei aufgefordert hatte, geheime Unterstützerlisten für die Kandidaten des vom Sejm neu gewählten Landesjustizrates (Krajowa Rada Sądownictwa – KRS) zur Verfügung zu stellen. Außerdem wurde Juszczyszyn durch den Präses des Bezirksgerichts und Mitglied des KRS Maciej Nawacki seiner beruflichen Tätigkeit am Gericht in Allenstein enthoben.
Polen30.11.2019Polen — 30.11.2019
In Warschau beginnt der Parteitag von Die Linke Gemeinsam (Lewica Razem), die seit den Parlamentswahlen im Oktober mit sechs Sejm-Abgeordneten in der Fraktion Die Linke (Lewica) vertreten ist. Adrian Zandberg, Mitglied des Parteivorstands, und Marcelina Zawisza, stellvertretende Fraktionsvorsitzende, unterstreichen, dass Razem die Regierung vor allem in sozialpolitischen Themen sowie Angelegenheiten der Bürgerrechte und Demokratie kontrollieren werde.
Polen29.11.2019Polen — 29.11.2019
Das Zentrale Antikorruptionsbüro (Centralne Biuro Antykorupcyjne – CBA) teilt in einer Presseerklärung mit, dass es bei der Staatsanwaltschaft gegen Marian Banaś, Präses der Obersten Kontrollkammer (Najwyższa Izba Kontroli – NIK), wegen einer möglichen Straftat im Zusammenhang mit Banaś Eigentumserklärungen Anzeige erstattet hat. Die Oberste Kontrollkammer dementiert Medienberichte, dass Banaś zurückgetreten sei.
Polen27.11.2019Polen — 27.11.2019
Der Bürgerrechtsbeauftragte Adam Bodnar kritisiert die Entscheidung der Kreisstaatsanwaltschaft Kattowitz (Katowice) vom Vortag, die Ermittlungen zu einer Manifestation nationalistischer Gruppen im November 2017 in Kattowitz einzustellen. Signalisiert werde damit, dass Taten in Polen nicht verfolgt werden, wenn die Opfer politische Gegner des Generalstaatsanwalts seien, schreibt Bodnar im Kurznachrichtendienst »Twitter«. Bei der Manifestation waren an symbolischen Galgen Fotos von polnischen Europaabgeordneten gezeigt worden, die die Resolution des Europäischen Parlaments unterstützt hatten, in der Polen zur Einhaltung der Rechtsstaatlichkeit aufgerufen worden war.
Über die Länder-Analysen

Die Länder-Analysen bieten regelmäßig im kostenlosen Abonnement kompetente Einschätzungen aktueller politischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Entwicklungen in Ostmitteleuropa und der post-sowjetischen Region. Alle Länder-Analysen verstehen sich als Teil eines gemeinsamen Projektes, das der wissenschaftlich fundierten, allgemeinverständlich formulierten Analyse der Entwicklungen im östlichen Europa, der Offenheit für verschiedene inhaltliche Positionen und der kostenlosen und nicht-kommerziellen Information einer breit verstandenen interessierten Öffentlichkeit verpflichtet ist.

Für die Länder-Analysen schreiben internationale Fachwissenschaftler/innen und Expert/innen. Die Redaktionen der Länder-Analysen bestehen aus Wissenschaftler/innen mit langjähriger Forschungserfahrung zu den jeweiligen Ländern. Angaben zu den jeweiligen Redaktionen finden sich auf der Seite Redaktionen/Beiräte als auch im Impressum in jeder einzelnen Ausgabe.

Die deutschsprachigen Länder-Analysen werden gemeinsam von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, dem Deutschen Polen-Institut, dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien und dem Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung herausgegeben.


Logo FSO
Logo DGO
Logo ZOIS
Logo DPI
Logo IAMO
Logo IOS