Länder-Analysen

Aus den aktuellen Analysen
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Ukraine-Analysen Nr. 227

Der ambivalente Aufstieg einer ukrainischen »unzivilen Gesellschaft« nach dem Euromaidan

Parteipolitischer Ultranationalismus war bislang in der postsowjetischen Ukraine – insbesondere bei nationalen Wahlen – ungewöhnlich schwach. Die drei wichtigsten rechtsradikalen Parteien »Freiheit« (Swoboda), »Rechter Sektor« (Prawyj Sektor) und »Nationales Corps« sind auch nach dem Euromaidan politisch marginal geblieben. Allerdings hat eine rechtsextreme »unzivile Gesellschaft« – die teils eng mit ultranationalistischen Parteien verbunden ist – im Kontext des anhaltenden Krieges mit Russland an öffentlicher Akzeptanz gewonnen. (…)

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Belarus-Analysen Nr. 46

Parlamentswahlen in Belarus:
neue Tendenzen, alte Regeln, unklare Aussichten

Parlamentswahlen im autoritären Belarus finden kaum internationale Beachtung, nicht zuletzt, weil die OSZE dort seit 1995 keine der Wahlen als frei und fair anerkannt hat. Die jüngsten Wahlen zum Repräsentantenhaus im November 2019 wurden vom Westen erneut nicht als demokratisch eingestuft; auch wird in der kommenden Legislaturperiode keine Oppositionspartei im Parlament vertreten sein. Dennoch lassen sich im Hintergrund des Wahlprozesses wichtige politische und gesellschaftliche Tendenzen in Belarus beobachten, die vor den kommenden Präsidentschaftswahlen-2020 sowie angesichts der unklaren Aussichten des Unionsstaates von Belarus und Russland an Bedeutung gewinnen. (…)

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Polen-Analysen Nr. 249

Das "Intermarium" und die "Drei-Meere-Initiative" als Elemente des euroskeptischen Diskurses in Polen

Rafał Riedel
Das Ziel dieser Analyse ist, das erneut an Popularität gewinnende Konzept des »Intermarium« bzw. der »Drei-Meere-Initiative« als Bestandteil des gegenwärtigen politischen Diskurses in Polen vorzustellen. Ein Teil der meinungsbildenden Milieus fasst es als komplementäres Konzept zur Hauptströmung der EU-Integration auf, ein anderer Teil betrachtet es dagegen als eine Art Alternative zur Mitgliedschaft in der Europäischen Union. (…)
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Zentralasien-Analysen Nr. 138

Berichterstattung über öffentliche Proteste in Kasachstan.
Medienkontrolle als Quelle politischer Macht

Heiko Pleines
In Kasachstan kam es 2019, insbesondere im Umfeld der Präsidentenwahl im Juni, zu größeren Protesten. Der Einfluss der Demonstrationen auf die politische Haltung der Bevölkerung hängt aber davon ab, inwieweit und in welcher Form die Medien des Landes darüber berichten. Der vorliegende Beitrag untersucht deshalb die Berichterstattung wichtiger Printmedien und Online-Nachrichtenportale über die Proteste. (…)
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Neue Chronik-Einträge
Polen20.01.2020Polen — 20.01.2020
In einem Fernsehinterview mit dem polnischen Sender »TVN24« begründet Bogdan Arłukowicz, Europaabgeordneter der Bürgerplattform (Platforma Obywatelska – PO), den Rückzug seiner Kandidatur für das Amt des PO-Parteivorsitzenden in der vergangenen Woche. Er habe dazu beitragen wollen, dass die Wahl des Parteichefs im ersten Wahlgang abgeschlossen werden kann. Es kandidieren nun noch Tomasz Siemoniak, Joanna Mucha, Borys Budka, Bogdan Zdrojewski und Bartłomiej Sienkiewicz. Arłukowicz appelliert an seine Kolleginnen und Kollegen, ebenfalls Entscheidungen zu treffen, die eine endgültige Wahlentscheidung beim ersten Wahlgang ermöglichen, damit die PO rasch in den Präsidentschaftswahlkampf eintreten kann. Die Wahl des Präsidenten der Republik Polen soll im Mai stattfinden.
Polen19.01.2020Polen — 19.01.2020
Die Demokratische Linksallianz (Sojusz Lewicy Demokratycznej – SLD) stimmt auf ihrem Parteitag in Stolp (Słupsk) einstimmig für Robert Biedroń, Parteivorsitzender von Frühling (Wiosna), als Kandidat für die Präsidentschaftswahlen im Mai. Vorher haben schon Wiosna und Lewica Razem (Die Linke Gemeinsam) Biedroń als gemeinsamen Kandidaten des Linksbündnisses gewählt.
Polen18.01.2020Polen — 18.01.2020
Auf dem Parteitag der Konföderation Freiheit und Unabhängigkeit (Konfederacja Wolność i Niepodległość) wird Krzysztof Bosak, Vizevorsitzender der rechtsnationalen Nationalen Bewegung (Ruch Narodowy), zum Kandidaten für die Präsidentenwahlen in Polen im Mai gewählt. Er erhielt 51,9 % der Stimmen vor Grzegorz Braun mit 46,5 % der Stimmen. Zur Wahl hatten sich außerdem Konrad Berkowicz, Artur Dziambor, Janusz Korwin-Mikke, Jacek Wilk, Magdalena Ziętek-Wielomska, Paweł Skutecki und Krzysztof Tołwiński gestellt.
Polen17.01.2020Polen — 17.01.2020
Regierungssprecher Michał Dworczyk kritisiert die Resolution des Europäischen Parlaments vom Vortag zu der sich verschlechternden Lage der Rechtsstaatlichkeit in Polen und Ungarn als politisch motiviertes und parteiisches Vorgehen gegen Polen. Ein Teil der polnischen Europaabgeordneten werde für die Resolution gestimmt haben, weil er die in Polen regierende Partei Recht und Gerechtigkeit (Prawo i Sprawiedliwość – PiS) ablehne, so Dworczyk.
Polen16.01.2020Polen — 16.01.2020
Das Europäische Parlament stimmt mit 446 Stimmen bei 178 Gegenstimmen und 41 Enthaltungen für eine Resolution zur Rechtsstaatlichkeit in Polen und Ungarn. Darin wird festgestellt, dass sich die Lage verschlechtert. Weiter werden die Europäische Kommission und der Rat der Europäischen Union aufgefordert, Maßnahmen zu ergreifen, um das Risiko der Verletzung europäischer Werte auszuschließen, da jede Rechtsverletzung dieser Art nicht nur den verursachenden Staat betreffe, sondern auch Auswirkungen auf die anderen EU-Mitgliedsländer habe. Außerdem sollen Vorschriften erarbeitet werden, dass finanzielle Mittel der EU für die Mitgliedsländer an die Einhaltung der Rechtsstaatlichkeit geknüpft werden.
Über die Länder-Analysen

Die Länder-Analysen bieten regelmäßig im kostenlosen Abonnement kompetente Einschätzungen aktueller politischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Entwicklungen in Ostmitteleuropa und der post-sowjetischen Region. Alle Länder-Analysen verstehen sich als Teil eines gemeinsamen Projektes, das der wissenschaftlich fundierten, allgemeinverständlich formulierten Analyse der Entwicklungen im östlichen Europa, der Offenheit für verschiedene inhaltliche Positionen und der kostenlosen und nicht-kommerziellen Information einer breit verstandenen interessierten Öffentlichkeit verpflichtet ist.

Für die Länder-Analysen schreiben internationale Fachwissenschaftler/innen und Expert/innen. Die Redaktionen der Länder-Analysen bestehen aus Wissenschaftler/innen mit langjähriger Forschungserfahrung zu den jeweiligen Ländern. Angaben zu den jeweiligen Redaktionen finden sich auf der Seite Redaktionen/Beiräte als auch im Impressum in jeder einzelnen Ausgabe.

Die deutschsprachigen Länder-Analysen werden gemeinsam von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, dem Deutschen Polen-Institut, dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien und dem Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung herausgegeben.


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