Länder-Analysen
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Aus den aktuellen Analysen
Neue Chronik-Einträge
| Polen | 06.07.2026 | In Anwesenheit von Ministerpräsident Donald Tusk und Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz wird in Bydgoszcz ein Vertrag über die Zusammenarbeit zwischen den polnischen Rüstungsunternehmen PGZ S.A. und WZL Nr. 2 S.A. und dem US-amerikanischen Rüstungsunternehmen Anduril Industries über die Produktion von Marschflugkörpern des Typs Barracuda-500, der in den USA entwickelt wurde, unterzeichnet. |
| Polen | 03.07.2026 | Das Außenministerium informiert über ein Treffen von Außenminister Radosław Sikorski mit seinem ukrainischen Amtskollegen Andrij Sybiha in Warschau. Mit Blick auf die jüngsten Spannungen, ausgelöst durch die Benennung einer ukrainischen Militäreinheit nach der Ukrainischen Aufständischen Armee (ukr. UPA) Ende Mai, mahnen beide Deeskalation an. Historiker beider Länder sowie auch die Kirchen sollen darüber in Dialog treten. |
| Polen | 02.07.2026 | Das Außenministerium und das Ministerium für Kultur und Nationales Erbe führen in Warschau mit Vertretern betreffender Institutionen in Polen, Deutschland und Österreich eine Tagung durch, welche die aktuellen Herausforderungen beim Gedenken der polnischen Opfer des Zweiten Weltkrieges in deutschen und österreichischen Gedenkstätten thematisiert. Als ein erster Schritt soll erfasst werden, ob Vertreter Polens den Beratergremien der Gedenkstätten angehören und ob das Thema Polen in den dort gezeigten Ausstellungen präsent ist. Eine große Herausforderung seien die Wissenslücken in der deutschen Gesellschaft über den Zweiten Weltkrieg in Ostmitteleuropa und die polnischen Opfer, stellt Henryka Mościcka-Dendys, Generaldirektorin im Außenministerium, fest. |
| Polen | 01.07.2026 | Das Warschauer Kreisgericht bestätigt das Urteil über die vorläufige Inhaftierung des ehemaligen Justizministers Zbigniew Ziobro. Damit hat die Staatsanwaltschaft die Möglichkeit, ein Auslieferungsersuchen an die USA zu stellen, wo sich Ziobro zurzeit aufhält. Ihm wird vorgeworfen, in seiner Amtszeit in der Regierung von Recht und Gerechtigkeit (Prawo i Sprawiedliwość – PiS) u. a. Amtsmissbrauch im Zusammenhang mit der Mittelvergabe aus dem »Justizfonds« (Fundusz Sprawiedliwości) verübt zu haben. |
| Ukraine | 30.06.2026 | Der stellvertretende Ministerpräsident und Verteidigungsminister Polens, Władysław Kosiniak-Kamysz, droht im polnischen Fernsehen damit, dass Polen den EU-Beitritt der Ukraine verhindern werde, solange Kyjiw Persönlichkeiten der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) und der Ukrainischen Aufständischen Armee (UPA), insbesondere Stepan Bandera, offiziell ehrt. Die OUN und UPA hatten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts – speziell in den 1940er Jahren unter Besatzung NS-Deutschlands – schwere Massaker an jüdischen und polnischen Gemeinden in Regionen der Westukraine verübt. In der Ukraine werden sie hingegen vielfach als Kämpfer für die Unabhängigkeit der Ukraine von Moskau gesehen. |
Über die Länder-Analysen
Die Länder-Analysen bieten regelmäßig im kostenlosen Abonnement kompetente Einschätzungen aktueller politischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Entwicklungen in Ostmitteleuropa, Osteuropa und Zentralasien. Alle Länder-Analysen verstehen sich als Teil eines gemeinsamen Projektes, das der wissenschaftlich fundierten, allgemeinverständlich formulierten Analyse der Entwicklungen im östlichen Europa, der Offenheit für verschiedene inhaltliche Positionen und der kostenlosen und nicht-kommerziellen Information einer breit verstandenen interessierten Öffentlichkeit verpflichtet ist.
Für die Länder-Analysen schreiben internationale Fachwissenschaftler/innen und Expert/innen. Die Redaktionen der Länder-Analysen bestehen aus Wissenschaftler/innen mit langjähriger Forschungserfahrung zu den jeweiligen Ländern. Angaben zu den jeweiligen Redaktionen finden sich auf der Seite Redaktionen/Beiräte und im Impressum in jeder einzelnen Ausgabe.
Die deutschsprachigen Länder-Analysen werden gemeinsam von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, dem Deutschen Polen-Institut, dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien und dem Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung herausgegeben.
Bereits seit 2003 erscheinen die Russland-Analysen. 2006 wurde das Länderspektrum um Ukraine-Analysen und Polen-Analysen erweitert. 2008 sind zusätzlich die Zentralasien-Analysen hinzugekommen, die sich mit aktuellen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan beschäftigen. Seit 2011 gibt es außerdem noch Belarus-Analysen. Für nähere Informationen zu den einzelnen Länder-Analysen wählen Sie das entsprechende Angebot bitte über die Navigation.
Alle Angebote können kostenlos per E-Mail abonniert werden. Bei den einzelnen Länder-Analysen stehen auch jeweils Archive aller bisher erschienen Ausgaben mit Autoren- und Themenindizes zur Verfügung sowie eine fortlaufende Chronik aktueller Ereignisse.
Zusätzlich besitzen die Länder-Analysen drei englischsprachige Partner-Publikationen, die von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen gemeinsam mit dem Center for Security Studies der ETH Zürich, dem Center for Eastern European Studies der Universität Zürich und weiteren Institutionen herausgegeben werden: Ukrainian Analytical Digest, Russian Analytical Digest und Caucasus Analytical Digest
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