Länder-Analysen

Aktuelles

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Aus den aktuellen Analysen
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Polen-Analysen Nr. 367

Karol Nawrockis Präsidentschaft:
kein Richtungswechsel, aber eine Neuakzentuierung

Karol Nawrockis Sieg bei den Präsidentschaftswahlen 2025 markiert einen weiteren Wendepunkt in der aktuellen Politik Polens. Um seine Präsidentschaft zu verstehen, bedarf es allerdings mehr, als nur die Person des Präsidenten zu betrachten. Seine Wahl war weniger der Beginn einer neuen politischen Ära als vielmehr das Sichtbarwerden tiefgehender sozialer und politischer Entwicklungen, die sich seit vielen Jahren in Polen vollziehen. (…)

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Ukraine-Analysen Nr. 334

Lehren aus dem Krieg über gesellschaftliche Resilienz, oder:
Was Europa von der Ukraine lernen könnte

Als Russland im Februar 2022 seine groß angelegte Invasion begann, sagten viele internationale Beobachter: innen voraus, dass die Ukraine innerhalb weniger Wochen zusammenbrechen würde. Stattdessen zeigte die ukrainische Gesellschaft eine bemerkenswerte Resilienz, Anpassungsfähigkeit und zivile Mobilisierung. Dieser Artikel identifiziert zentrale gesellschaftliche Praktiken, die sich während mehr als 1.500 Tagen des umfassenden Krieges und eines Jahrzehnts russischer Aggression herausgebildet haben. (…)

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Belarus-Analysen Nr. 83

Der Raswodjaschtschij:
Lukaschenkas Nahostreise 2025/26 als Ausdruck der beständigen Muster der belarusischen Diplomatie

Boris Ginzburg
Lukaschenkas Nahost- und Nordafrikareise 2025/26 verdeutlicht die konstanten Muster der belarusischen Außenpolitik unter seiner Herrschaft: die Instrumentalisierung der Diplomatie zur Erlangung internationaler Legitimität, ein stark auf die herrschende Familie zentrierter, personalisierter Entscheidungsstil sowie proaktive – oft disruptive – Bemühungen, sich in globalen Angelegenheiten relevant zu machen. Indem die Reise im Kontext des breiteren diplomatischen Verhaltens Minsks betrachtet wird, argumentiert die Analyse, dass Belarus nicht als passiver russischer Stellvertreter abgetan, sondern als autonomer Störfaktor verstanden werden sollte, der regionale Dynamiken maßgeblich beeinflussen kann. Diese Merkmale haben direkte sicherheitspolitische Auswirkungen auf Europa sowie auf Deutschland und Israel im engeren Sinne, insbesondere im Hinblick auf die Kriege im Iran und der Ukraine sowie die sich abzeichnenden Sicherheitsbündnisse in der sich wandelnden europäischen und nahöstlichen Sicherheitsordnung.
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Zentralasien-Analysen Nr. 172

Verwaltungsrecht und -prozess der Republik Kasachstan:
Lehrbuch.
Band 2. Verwaltungsprozess der Republik Kasachstan.
Allgemeiner Teil.

Konstantin Branovitskiy
Die Rezension untersucht den zweiten Band von Prof. Roman Melnyks dreibändigem Lehrbuch zum Verwaltungsrecht und -prozess in der Republik Kasachstan. Der Band widmet sich dem allgemeinen Teil des Verwaltungsprozesses und liefert dabei eine umfassende Einführung in das Verwaltungsjustizsystem, das 2021 durch das »Gesetzbuch der Verwaltungsverfahren und Verwaltungsprozessordnung der Republik Kasachstan« (APPK) etabliert wurde. (…)
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Russland-Analysen Nr. 484

Die »russische Schattenflotte«: Kriegsfinanzierung und Bedrohung maritimer Sicherheit

Julian Pawlak
Die so bezeichnete russische Schattenflotte ist seit 2022 zum zentralen Instrument der Sanktionsumgehung im russischen Ölexport und damit der Kriegsfinanzierung des Landes geworden. Zunehmend werden jedoch entsprechende Schiffe mit Sabotage- und Spionageakten in Verbindung gebracht. Besonders Schäden an maritimer kritischer Infrastruktur stehen im Fokus. (…)
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Neue Chronik-Einträge
Polen06.07.2026Polen — 06.07.2026
In Anwesenheit von Ministerpräsident Donald Tusk und Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz wird in Bydgoszcz ein Vertrag über die Zusammenarbeit zwischen den polnischen Rüstungsunternehmen PGZ S.A. und WZL Nr. 2 S.A. und dem US-amerikanischen Rüstungsunternehmen Anduril Industries über die Produktion von Marschflugkörpern des Typs Barracuda-500, der in den USA entwickelt wurde, unterzeichnet.
Polen03.07.2026Polen — 03.07.2026
Das Außenministerium informiert über ein Treffen von Außenminister Radosław Sikorski mit seinem ukrainischen Amtskollegen Andrij Sybiha in Warschau. Mit Blick auf die jüngsten Spannungen, ausgelöst durch die Benennung einer ukrainischen Militäreinheit nach der Ukrainischen Aufständischen Armee (ukr. UPA) Ende Mai, mahnen beide Deeskalation an. Historiker beider Länder sowie auch die Kirchen sollen darüber in Dialog treten.
Polen02.07.2026Polen — 02.07.2026
Das Außenministerium und das Ministerium für Kultur und Nationales Erbe führen in Warschau mit Vertretern betreffender Institutionen in Polen, Deutschland und Österreich eine Tagung durch, welche die aktuellen Herausforderungen beim Gedenken der polnischen Opfer des Zweiten Weltkrieges in deutschen und österreichischen Gedenkstätten thematisiert. Als ein erster Schritt soll erfasst werden, ob Vertreter Polens den Beratergremien der Gedenkstätten angehören und ob das Thema Polen in den dort gezeigten Ausstellungen präsent ist. Eine große Herausforderung seien die Wissenslücken in der deutschen Gesellschaft über den Zweiten Weltkrieg in Ostmitteleuropa und die polnischen Opfer, stellt Henryka Mościcka-Dendys, Generaldirektorin im Außenministerium, fest.
Polen01.07.2026Polen — 01.07.2026
Das Warschauer Kreisgericht bestätigt das Urteil über die vorläufige Inhaftierung des ehemaligen Justizministers Zbigniew Ziobro. Damit hat die Staatsanwaltschaft die Möglichkeit, ein Auslieferungsersuchen an die USA zu stellen, wo sich Ziobro zurzeit aufhält. Ihm wird vorgeworfen, in seiner Amtszeit in der Regierung von Recht und Gerechtigkeit (Prawo i Sprawiedliwość – PiS) u. a. Amtsmissbrauch im Zusammenhang mit der Mittelvergabe aus dem »Justizfonds« (Fundusz Sprawiedliwości) verübt zu haben.
Ukraine30.06.2026Ukraine — 30.06.2026
Der stellvertretende Ministerpräsident und Verteidigungsminister Polens, Władysław Kosiniak-Kamysz, droht im polnischen Fernsehen damit, dass Polen den EU-Beitritt der Ukraine verhindern werde, solange Kyjiw Persönlichkeiten der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) und der Ukrainischen Aufständischen Armee (UPA), insbesondere Stepan Bandera, offiziell ehrt. Die OUN und UPA hatten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts – speziell in den 1940er Jahren unter Besatzung NS-Deutschlands – schwere Massaker an jüdischen und polnischen Gemeinden in Regionen der Westukraine verübt. In der Ukraine werden sie hingegen vielfach als Kämpfer für die Unabhängigkeit der Ukraine von Moskau gesehen.
Über die Länder-Analysen

Die Länder-Analysen bieten regelmäßig im kostenlosen Abonnement kompetente Einschätzungen aktueller politischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Entwicklungen in Ostmitteleuropa, Osteuropa und Zentralasien. Alle Länder-Analysen verstehen sich als Teil eines gemeinsamen Projektes, das der wissenschaftlich fundierten, allgemeinverständlich formulierten Analyse der Entwicklungen im östlichen Europa, der Offenheit für verschiedene inhaltliche Positionen und der kostenlosen und nicht-kommerziellen Information einer breit verstandenen interessierten Öffentlichkeit verpflichtet ist.

Für die Länder-Analysen schreiben internationale Fachwissenschaftler/innen und Expert/innen. Die Redaktionen der Länder-Analysen bestehen aus Wissenschaftler/innen mit langjähriger Forschungserfahrung zu den jeweiligen Ländern. Angaben zu den jeweiligen Redaktionen finden sich auf der Seite Redaktionen/Beiräte und im Impressum in jeder einzelnen Ausgabe.

Die deutschsprachigen Länder-Analysen werden gemeinsam von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, dem Deutschen Polen-Institut, dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien und dem Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung herausgegeben.

Bereits seit 2003 erscheinen die Russland-Analysen. 2006 wurde das Länderspektrum um Ukraine-Analysen und Polen-Analysen erweitert. 2008 sind zusätzlich die Zentralasien-Analysen hinzugekommen, die sich mit aktuellen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan beschäftigen. Seit 2011 gibt es außerdem noch Belarus-Analysen. Für nähere Informationen zu den einzelnen Länder-Analysen wählen Sie das entsprechende Angebot bitte über die Navigation.

Alle Angebote können kostenlos per E-Mail abonniert werden. Bei den einzelnen Länder-Analysen stehen auch jeweils Archive aller bisher erschienen Ausgaben mit Autoren- und Themenindizes zur Verfügung sowie eine fortlaufende Chronik aktueller Ereignisse.

Zusätzlich besitzen die Länder-Analysen drei englischsprachige Partner-Publikationen, die von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen gemeinsam mit dem Center for Security Studies der ETH Zürich, dem Center for Eastern European Studies der Universität Zürich und weiteren Institutionen herausgegeben werden: Ukrainian Analytical Digest, Russian Analytical Digest und Caucasus Analytical Digest

Falls Sie regelmäßig aktuelle Analysen und Kommentare der Redaktionen der Länder-Analysen sowie der herausgebenden Institutionen lesen wollen, finden Sie fast täglich aktuelle Links unter: https://bsky.app/profile/laenderanalysen.bsky.social

 


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