Länder-Analysen

Aktuelles

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Aus den aktuellen Analysen
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Russland-Analysen Nr. 483

Russland und die Welt:
Feinde, Konkurrenten, Partner

Das Lewada-Zentrum führte 2025 repräsentative Umfragen zu Russlands Rolle und Außenpolitik durch, deren Ergebnisse hier in kurzer Form dargelegt werden. Als Hauptfeinde Russlands gelten demnach diejenigen Länder, die die Ukraine gegen den russischen Angriffskrieg unterstützen. Ihre vermeintlich »feindliche Gesinnung« Russland gegenüber sichert weiterhin die massive Unterstützung der Bevölkerung für die russische Führung und ihren politischen Kurs. (…)

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Ukraine-Analysen Nr. 334

Lehren aus dem Krieg über gesellschaftliche Resilienz, oder:
Was Europa von der Ukraine lernen könnte

Als Russland im Februar 2022 seine groß angelegte Invasion begann, sagten viele internationale Beobachter: innen voraus, dass die Ukraine innerhalb weniger Wochen zusammenbrechen würde. Stattdessen zeigte die ukrainische Gesellschaft eine bemerkenswerte Resilienz, Anpassungsfähigkeit und zivile Mobilisierung. Dieser Artikel identifiziert zentrale gesellschaftliche Praktiken, die sich während mehr als 1.500 Tagen des umfassenden Krieges und eines Jahrzehnts russischer Aggression herausgebildet haben. (…)

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Zentralasien-Analysen Nr. 172

Verwaltungsrecht und -prozess der Republik Kasachstan:
Lehrbuch.
Band 2. Verwaltungsprozess der Republik Kasachstan.
Allgemeiner Teil.

Konstantin Branovitskiy
Die Rezension untersucht den zweiten Band von Prof. Roman Melnyks dreibändigem Lehrbuch zum Verwaltungsrecht und -prozess in der Republik Kasachstan. Der Band widmet sich dem allgemeinen Teil des Verwaltungsprozesses und liefert dabei eine umfassende Einführung in das Verwaltungsjustizsystem, das 2021 durch das »Gesetzbuch der Verwaltungsverfahren und Verwaltungsprozessordnung der Republik Kasachstan« (APPK) etabliert wurde. (…)
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Polen-Analysen Nr. 365

Die Partei Polen 2050 und ihr Zwischenspiel als Dritter Weg

Rafał Kalukin
Das Bündnis Dritter Weg (Trzecia Droga) entstand vor den Parlamentswahlen im Herbst 2023. Es war eine pragmatische Allianz zweier Parteien, die bisher nicht viel gemeinsam gehabt hatten, aber nun gegenseitige Unterstützung brauchten, um über die festgelegte Prozenthürde zu kommen. Die Polnische Bauernpartei (Polskie Stronnictwo Ludowe – PSL) ist eine klassische Agrarpartei, die in den letzten zwanzig Jahren infolge der Strukturveränderungen im ländlichen Raum an Bedeutung verloren hat. (…)
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Belarus-Analysen Nr. 83

Der Raswodjaschtschij:
Lukaschenkas Nahostreise 2025/26 als Ausdruck der beständigen Muster der belarusischen Diplomatie

Boris Ginzburg
Lukaschenkas Nahost- und Nordafrikareise 2025/26 verdeutlicht die konstanten Muster der belarusischen Außenpolitik unter seiner Herrschaft: die Instrumentalisierung der Diplomatie zur Erlangung internationaler Legitimität, ein stark auf die herrschende Familie zentrierter, personalisierter Entscheidungsstil sowie proaktive – oft disruptive – Bemühungen, sich in globalen Angelegenheiten relevant zu machen. Indem die Reise im Kontext des breiteren diplomatischen Verhaltens Minsks betrachtet wird, argumentiert die Analyse, dass Belarus nicht als passiver russischer Stellvertreter abgetan, sondern als autonomer Störfaktor verstanden werden sollte, der regionale Dynamiken maßgeblich beeinflussen kann. Diese Merkmale haben direkte sicherheitspolitische Auswirkungen auf Europa sowie auf Deutschland und Israel im engeren Sinne, insbesondere im Hinblick auf die Kriege im Iran und der Ukraine sowie die sich abzeichnenden Sicherheitsbündnisse in der sich wandelnden europäischen und nahöstlichen Sicherheitsordnung.
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Neue Chronik-Einträge
Russland07.06.2026Russland — 07.06.2026
Die Menschenrechtsbeauftragten Russlands und der Ukraine, Jana Lantratowa und Dmytro Lubynets, vereinbaren trotz des Abbruchs der diplomatischen Beziehungen einen direkten Austausch offizieller Bescheinigungen und anderer Dokumente für Bürger:innen beider Staaten. Lantratowa erklärt nach einem Treffen mit Lubynets am 5. Juni an der belarussisch ukrainischen Grenze, beide Ombudsstellen würden künftig als Kanal dienen, über den diese Unterlagen weitergeleitet werden, damit Angehörige unter anderem Zahlungen für getötete Familienmitglieder beantragen und notwendige Nachweise erhalten können. Lubynets bestätigt die Vereinbarung und betont, dass der neue Mechanismus helfen soll, zivilrechtliche Fragen schneller zu lösen, etwa bei der Anerkennung von Versicherungs- oder Rentenzeiten anhand von Dokumenten aus russischen Archiven. Darüber hinaus einigen sich beide Seiten auf gemeinsame Besuche bei Kriegsgefangenen in Russland und in der Ukraine, den Austausch von Listen mit Personen, die zur Übergabe bereitstehen, sowie die Fortsetzung der Weiterleitung von Briefen und Paketen von Angehörigen.
Ukraine07.06.2026Ukraine — 07.06.2026
Ein russischer Drohnenangriff beschädigt ein Gebäude einer Atommülllager-Anlage in der Nähe des ehemaligen AKW Tschornobyl im Norden der Ukraine. In dem Gebäude sei kein abgebrannter Kernbrennstoff gelagert gewesen und laut Internationaler Atomenergiebehörde IAEA sei keine radioaktive Kontamination festgestellt worden.
Ukraine07.06.2026Ukraine — 07.06.2026
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj besucht Großbritannien für Gespräche mit Premier Keir Starmer sowie dem deutschen Kanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Die Staats- und Regierungschefs einigen sich auf fünf Kernpunkte für einen nachhaltigen und gerechten Frieden und betonen, dass der Druck auf Moskau erhöht werden müsse. Sie erörterten auch eine Ausweitung der militärischen Unterstützung für die Ukraine, einschließlich Flugabwehrsystemen und Langstreckenwaffen. Das Treffen soll Moskau die aktuell militärisch erkämpfte Stärke der Ukraine signalisieren und zugleich Washington zeigen, dass Europa bei jeglichen Verhandlungen eine zentrale Rolle spielen will und kann.
Ukraine07.06.2026Ukraine — 07.06.2026
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj berichtet im Sky-News-Interview, dass er sich mit dem russischen Oligarchen Roman Abramowitsch getroffen und ihm mitgeteilt hat, dass die Ukraine zu einem vorübergehenden Einfrieren der Front, zu einer Feuerpause und direkten Verhandlungen mit Putin bereit sei.
Russland06.06.2026Russland — 06.06.2026
Der russische Präsident Wladimir Putin lehnt das Angebot eines direkten Treffens zur Beendigung des Krieges, das der ukrainische Präsidente Wolodymyr Selenskyj in einen offenen Brief gemacht hatte, ab und erklärt beim Internationalen Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg, er sehe „keinen Sinn“ in einem solchen Gespräch. Stattdessen empfängt Putin den früheren deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder und bringt ihn als möglichen Vermittler zwischen Russland und der Ukraine ins Spiel, was international auf Skepsis stößt. Selenskyj bedauert die Absage und erklärt in einer Videobotschaft, die russische Seite entscheide sich erneut für den Krieg. Zwei Tage zuvor hatte Putin erklärt, er sei grundsätzlich zu einem Dialog mit Europa über ein Ende des Krieges gegen die Ukraine bereit, knüpfte dies aber an Bedingungen. Putin bekräftigte zugleich seine Forderung, dass Russland die vollständige Kontrolle über die Gebiete Donezk und Luhansk erhalten müsse; diese Maximalposition stellte er als Voraussetzung für eine Friedensregelung dar. Er sagte, Russland sei „zweifellos“ bereit, mit der Ukraine eine Vereinbarung zu schließen, die Grundlage dafür müssten jedoch bereits bestehende, von ihm nicht näher erläuterte Abmachungen von Anchorage sein, denen auch die ukrainische Seite zustimmen müsse.
Über die Länder-Analysen

Die Länder-Analysen bieten regelmäßig im kostenlosen Abonnement kompetente Einschätzungen aktueller politischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Entwicklungen in Ostmitteleuropa, Osteuropa und Zentralasien. Alle Länder-Analysen verstehen sich als Teil eines gemeinsamen Projektes, das der wissenschaftlich fundierten, allgemeinverständlich formulierten Analyse der Entwicklungen im östlichen Europa, der Offenheit für verschiedene inhaltliche Positionen und der kostenlosen und nicht-kommerziellen Information einer breit verstandenen interessierten Öffentlichkeit verpflichtet ist.

Für die Länder-Analysen schreiben internationale Fachwissenschaftler/innen und Expert/innen. Die Redaktionen der Länder-Analysen bestehen aus Wissenschaftler/innen mit langjähriger Forschungserfahrung zu den jeweiligen Ländern. Angaben zu den jeweiligen Redaktionen finden sich auf der Seite Redaktionen/Beiräte und im Impressum in jeder einzelnen Ausgabe.

Die deutschsprachigen Länder-Analysen werden gemeinsam von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, dem Deutschen Polen-Institut, dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien und dem Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung herausgegeben.

Bereits seit 2003 erscheinen die Russland-Analysen. 2006 wurde das Länderspektrum um Ukraine-Analysen und Polen-Analysen erweitert. 2008 sind zusätzlich die Zentralasien-Analysen hinzugekommen, die sich mit aktuellen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan beschäftigen. Seit 2011 gibt es außerdem noch Belarus-Analysen. Für nähere Informationen zu den einzelnen Länder-Analysen wählen Sie das entsprechende Angebot bitte über die Navigation.

Alle Angebote können kostenlos per E-Mail abonniert werden. Bei den einzelnen Länder-Analysen stehen auch jeweils Archive aller bisher erschienen Ausgaben mit Autoren- und Themenindizes zur Verfügung sowie eine fortlaufende Chronik aktueller Ereignisse.

Zusätzlich besitzen die Länder-Analysen drei englischsprachige Partner-Publikationen, die von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen gemeinsam mit dem Center for Security Studies der ETH Zürich, dem Center for Eastern European Studies der Universität Zürich und weiteren Institutionen herausgegeben werden: Ukrainian Analytical Digest, Russian Analytical Digest und Caucasus Analytical Digest

Falls Sie regelmäßig aktuelle Analysen und Kommentare der Redaktionen der Länder-Analysen sowie der herausgebenden Institutionen lesen wollen, finden Sie fast täglich aktuelle Links unter: https://bsky.app/profile/laenderanalysen.bsky.social

 


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