Länder-Analysen

Aus den aktuellen Analysen
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Polen-Analysen Nr. 276

Von der Grenze der Versöhnung zur Grenze als Ressource.
30 Jahre deutsch-polnische grenzüberschreitende Zusammenarbeit – Versuch einer Bilanz

Die im Jahr 1945 auf der Grundlage des Potsdamer Abkommens festgelegte deutsch-polnische Grenze trennte mehrere Jahrzehnte lang die im Grenzgebiet lebenden Deutschen und Polen. Obgleich in der Zeit des Kommunismus grenzübergreifende Kontakte zwischen den lokalen Behörden, den Betrieben, Schulen und anderen Institutionen entwickelt wurden, trug diese Phase nur wenig zur deutsch-polnischen Versöhnung bei und wurde von der kommunistischen Propaganda von sozialistischer Völkerfreundschaft und Frieden dominiert. Erst der Zusammenbruch des kommunistischen Systems, die Wiedervereinigung Deutschlands, die Unterzeichnung des deutsch-polnischen Grenzvertrages sowie des Nachbarschaftsvertrages schufen eine solide Grundlage für den Aufbau grenzüberschreitender Beziehungen. (…)

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Belarus-Analysen Nr. 55

Eine kurze Geschichte des Kampfes gegen Covid-19 in Belarus

Die Corona-Pandemie hat die mangelnde Effektivität von Entscheidungen der staatlichen Organe aufgezeigt; viele der in Belarus bestehenden Probleme des Staatsaufbaus sind deutlich geworden und haben sich verschärft. Während die Mediziner sich nach Ansicht von Experten professionell an die Bekämpfung der Pandemie und die Behandlung der Erkrankten machten, hat es der Staat nicht vermocht, rechtzeitig und umfassend Maßnahmen gegen die Pandemie zu ergreifen, die Unternehmen zu unterstützen oder das Bildungssystem an die neuen Realitäten anzupassen. Die Belarus_innen waren gezwungen, die Probleme eigenständig zu lösen: Die Unternehmen mussten ihre Mitarbeiter unterstützen, die Hochschuldozenten hatten einen Fernunterricht zu organisieren und charitative Organisationen mussten Schutzausrüstungen für Ärzte kaufen. (…)

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Ukraine-Analysen Nr. 252

Das Vertrauen und die Hoffnung auf einen Aufbruch schwinden

Eduard Klein
Nach zwei Jahren im Amt schwindet Selenskyjs Rückhalt in der Bevölkerung, was seine Position schwächt und es zunehmend schwieriger macht, seine proklamierten Ziele zu erreichen. Das Vertrauen der Gesellschaft in die Politik wird das »Experiment« Selenskyj, mit dem große Hoffnungen auf einen Neustart der ukrainischen Politik verbunden waren, so nicht gerade stärken.
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Zentralasien-Analysen Nr. 146

Die »Verborgene Pandemie«: Häusliche Gewalt gegen Frauen in Kirgistan

Asylai Akisheva
Mit dem Beginn des Lockdowns im Frühjahr 2020 stiegen die Fälle von häuslicher Gewalt in Kirgistan auf ein Rekordhoch. 2020 wurden im Vergleich zum Vorjahr 47 % mehr Fälle registriert, die Dunkelziffer dürfte höher liegen. Der Balanceakt zwischen Infektionsschutz und Gewaltprävention scheint zu misslingen: Ausgangssperren sahen keine Ausnahmeregelungen für Oper häuslicher Gewalt vor und die Quarantänemaßnahmen untersagten Krisenzentren die weitere Aufnahme von Schutzsuchenden. (…)
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Russland-Analysen Nr. 402

Russische Reaktoren und russischer Atommüll

Tatiana Kasperski
Russlands staatlicher Atomkonzern Rosatom zieht mit einer groß angelegten Strategie für die Atomkraft in der Russischen Föderation und darüber hinaus in das dritte Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts. Gleichzeitig steht Russland zehn Jahre nach Fukushima und 35 Jahre nach Tschernobyl vor dem äußerst schwer zu bewältigenden Problem, wie der radioaktive Abfall behandelt und entsorgt werden soll, der sich in und seit der Sowjetzeit angesammelt hat. (…)
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Neue Chronik-Einträge
Polen31.05.2021Polen — 31.05.2021
Ab dem heutigen Tag gilt ab der 4. Klasse wieder vollständig Präsenzunterricht. In den letzten zwei Wochen fand der Unterricht im Wechsel als Distanz- und Präsenzveranstaltung statt. Seit Oktober 2020 wurde Distanzunterricht praktiziert. Die Maßnahmen wurden zum Schutz vor der herrschenden Corona-Pandemie getroffen. Die Klassen 1 bis 3 haben bereits seit Anfang Mai wieder Präsenzunterricht.
Polen31.05.2021Polen — 31.05.2021
Jadwiga Wiśniewska, Europaabgeordnete von Recht und Gerechtigkeit (Prawo i Sprawiedliwość – PiS), bestätigt in einem Interview im 1. Programm des Polnischen Radio (PR 1), dass im Europäischen Parlament eine neue konservative Fraktion u. a. mit PiS-Politikern gegründet werden soll. Dies sei eine Antwort auf den Linksruck der Europäischen Volkspartei (EVP). Am Vortag hat sich Matteo Salvini, Parteichef der italienischen Lega Nord, zum Zusammenschluss zu einer neuen Fraktion im Europäischen Parlament geäußert. Dazu finden bereits seit längerer Zeit Gespräche der Lega Nord, der PiS und der ungarischen Fidesz-Partei statt.
Polen30.05.2021Polen — 30.05.2021
Vize-Sejmmarschall Piotr Zgorzelski (Polnische Bauernpartei/Polskie Stronnictwo Ludowe – PSL) teilt in einem Interview mit TVN 24 mit, dass er bei Sejmmarschallin Elżbieta Witek (Recht und Gerechtigkeit/Prawo i Sprawiedliwość – PiS) beantragt hat, wieder Präsenzabstimmungen im Parlament einzuführen. Infolge der herrschenden Corona-Pandemie werden die Sitzungen online durchgeführt.
Polen30.05.2021Polen — 30.05.2021
Als ersten Programmpunkt seines zweitägigen Besuches in Madrid (Spanien), trifft sich Ministerpräsident Mateusz Morawiecki mit Vertretern der Polonia und dankt ihnen für die Förderung der polnischen Sprache und Kultur. Für den nächsten Tag sind Treffen mit spanischen Unternehmern und polnisch-spanische Regierungskonsultationen vorgesehen.
Polen28.05.2021Polen — 28.05.2021
Der Sejm verabschiedet per Akklamation einen Beschluss zur aktuellen Lage in Belarus, den die Bürgerkoalition (Koalicja Obywatelska – KO) eingebracht hat. Die Abgeordneten verurteilen die von Belarus erzwungene Notlandung eines Passagierflugzeugs in Minsk (Belarus) und die Verhaftung der Oppositionellen Roman Protasewitsch und Sofia Sapega als Akt des Staatsterrorismus und fordern ihre sofortige Freilassung. Sie rufen die Europäische Gemeinschaft und den Europarat zu Solidarität für die demokratische belarussische Zivilgesellschaft und gegen die belarussischen Machthaber auf. An die polnische Regierung appellieren die Parlamentarier, die Grundsätze der polnischen Asylpolitik und des internationalen Schutzes für politische Flüchtlinge aus Belarus zu lockern.
Über die Länder-Analysen

Die Länder-Analysen bieten regelmäßig im kostenlosen Abonnement kompetente Einschätzungen aktueller politischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Entwicklungen in Ostmitteleuropa und der post-sowjetischen Region. Alle Länder-Analysen verstehen sich als Teil eines gemeinsamen Projektes, das der wissenschaftlich fundierten, allgemeinverständlich formulierten Analyse der Entwicklungen im östlichen Europa, der Offenheit für verschiedene inhaltliche Positionen und der kostenlosen und nicht-kommerziellen Information einer breit verstandenen interessierten Öffentlichkeit verpflichtet ist.

Für die Länder-Analysen schreiben internationale Fachwissenschaftler/innen und Expert/innen. Die Redaktionen der Länder-Analysen bestehen aus Wissenschaftler/innen mit langjähriger Forschungserfahrung zu den jeweiligen Ländern. Angaben zu den jeweiligen Redaktionen finden sich auf der Seite Redaktionen/Beiräte als auch im Impressum in jeder einzelnen Ausgabe.

Die deutschsprachigen Länder-Analysen werden gemeinsam von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, dem Deutschen Polen-Institut, dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien und dem Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung herausgegeben.

Zusätzlich besitzen die Länder-Analysen zwei englischsprachige Partner-Publikationen, die vom Center for Security Studies der ETH Zürich, dem Center for Eastern European Studies der Universität Zürich, dem Institute for European, Russian and Eurasian Studies der George Washington University und weiteren Institutionen herausgegeben werden: Russian Analytical Digest und Caucasus Analytical Digest

Falls Sie regelmäßig aktuelle Analysen und Kommentare der Redaktionen der Länder-Analysen sowie der herausgebenden Institutionen lesen wollen, finden Sie fast täglich aktuelle Links beim (auch ohne Anmeldung) frei zugänglichen Twitter-Konto der Länder-Analysen: https://twitter.com/laenderanalysen


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