Länder-Analysen

Aktuelles

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Aus den aktuellen Analysen
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Russland-Analysen Nr. 484

Die »russische Schattenflotte«: Kriegsfinanzierung und Bedrohung maritimer Sicherheit

Die so bezeichnete russische Schattenflotte ist seit 2022 zum zentralen Instrument der Sanktionsumgehung im russischen Ölexport und damit der Kriegsfinanzierung des Landes geworden. Zunehmend werden jedoch entsprechende Schiffe mit Sabotage- und Spionageakten in Verbindung gebracht. Besonders Schäden an maritimer kritischer Infrastruktur stehen im Fokus. (…)

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Titelbild
Ukraine-Analysen Nr. 334

Lehren aus dem Krieg über gesellschaftliche Resilienz, oder:
Was Europa von der Ukraine lernen könnte

Als Russland im Februar 2022 seine groß angelegte Invasion begann, sagten viele internationale Beobachter: innen voraus, dass die Ukraine innerhalb weniger Wochen zusammenbrechen würde. Stattdessen zeigte die ukrainische Gesellschaft eine bemerkenswerte Resilienz, Anpassungsfähigkeit und zivile Mobilisierung. Dieser Artikel identifiziert zentrale gesellschaftliche Praktiken, die sich während mehr als 1.500 Tagen des umfassenden Krieges und eines Jahrzehnts russischer Aggression herausgebildet haben. (…)

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Belarus-Analysen Nr. 83

Der Raswodjaschtschij:
Lukaschenkas Nahostreise 2025/26 als Ausdruck der beständigen Muster der belarusischen Diplomatie

Boris Ginzburg
Lukaschenkas Nahost- und Nordafrikareise 2025/26 verdeutlicht die konstanten Muster der belarusischen Außenpolitik unter seiner Herrschaft: die Instrumentalisierung der Diplomatie zur Erlangung internationaler Legitimität, ein stark auf die herrschende Familie zentrierter, personalisierter Entscheidungsstil sowie proaktive – oft disruptive – Bemühungen, sich in globalen Angelegenheiten relevant zu machen. Indem die Reise im Kontext des breiteren diplomatischen Verhaltens Minsks betrachtet wird, argumentiert die Analyse, dass Belarus nicht als passiver russischer Stellvertreter abgetan, sondern als autonomer Störfaktor verstanden werden sollte, der regionale Dynamiken maßgeblich beeinflussen kann. Diese Merkmale haben direkte sicherheitspolitische Auswirkungen auf Europa sowie auf Deutschland und Israel im engeren Sinne, insbesondere im Hinblick auf die Kriege im Iran und der Ukraine sowie die sich abzeichnenden Sicherheitsbündnisse in der sich wandelnden europäischen und nahöstlichen Sicherheitsordnung.
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Zentralasien-Analysen Nr. 172

Verwaltungsrecht und -prozess der Republik Kasachstan:
Lehrbuch.
Band 2. Verwaltungsprozess der Republik Kasachstan.
Allgemeiner Teil.

Konstantin Branovitskiy
Die Rezension untersucht den zweiten Band von Prof. Roman Melnyks dreibändigem Lehrbuch zum Verwaltungsrecht und -prozess in der Republik Kasachstan. Der Band widmet sich dem allgemeinen Teil des Verwaltungsprozesses und liefert dabei eine umfassende Einführung in das Verwaltungsjustizsystem, das 2021 durch das »Gesetzbuch der Verwaltungsverfahren und Verwaltungsprozessordnung der Republik Kasachstan« (APPK) etabliert wurde. (…)
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Neue Chronik-Einträge
Polen15.06.2026Polen — 15.06.2026
Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Hauptamtes (Główny Urząd Statystyczny – GUS) betrug der Warenwert des Außenhandels im Zeitraum von Januar bis April 2026 im Export 125,9 Mrd. Euro zu laufenden Preisen. Das ist ein Plus von 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Import belief sich auf 127,6 Mrd. Euro, was ein Anstieg um 2,5 Prozent ist.
Polen14.06.2026Polen — 14.06.2026
Präsident Karol Nawrocki ist zu einem zweitägigen Besuch in den USA, wo er an der Feier zum 80. Geburtstag von US-Präsident Donald Trump und an der 250-Jahrfeier der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung teilnimmt. Im Gespräch mit Journalisten kritisiert er das »antiamerikanische Narrativ vieler wichtiger Politiker in Polen« und die von einigen Medienschaffenden provozierte »Gereiztheit« in Bezug auf die USA. Die polnisch-amerikanischen Beziehungen seien stabil, da die polnische Bevölkerung so klug gewesen sei, ihn zum Präsidenten Polens zu wählen.
Russland14.06.2026Russland — 14.06.2026
In Berlin gründen im Exil lebende russische Oppositionspolitiker eine neue Partei mit dem Namen „Mirnaja Rossija“ (dt. „Friedliches Russland“), deren Vorsitzender Ilja Jaschin wird. Auf dem zweitägigen Gründungsparteitag verabschieden die Delegierten Manifest, Satzung und Leitungsstruktur. In den zentralen Politischen Rat ziehen 25 Personen ein, darunter der frühere FBK-Manager Wladimir Aschurkow und der Unternehmer Sergej Petrow. Jaschin betont, die Partei gründe sich auf die drei Prinzipien Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit, strebe einen Machtwechsel in Russland an und wolle zugleich die Interessen der gegen den Krieg eingestellten Russ:innen international vertreten; eine Registrierung in Russland ist vorerst nicht geplant.
Polen13.06.2026Polen — 13.06.2026
In Warschau findet die Parade der Gleichheit für die Rechte der LGBTQ+-Community statt, an der mehrere Tausend Personen teilnehmen. Die Schirmherrschaft der Parade haben die Europäische Union sowie die Botschaften Deutschlands und Mexikos übernommen. Es ist das 25-jährige Jubiläum der Parade. Eröffnet wird sie von Stadtpräsident Rafał Trzaskowski (Bürgerkoalition/ Koalicja Obywatelska – KO).
Russland13.06.2026Russland — 13.06.2026
Mehrere russische Regionen führen Beschränkungen für den Kraftstoffverkauf ein. Betroffen sind unter anderem Tatarstan, Moskau, St. Petersburg und Uljanowsk. Die Limits reichen von 20 Litern Benzin bis zu 100 Litern Kraftstoff pro Kunde. Nach Medienberichten leiden inzwischen mindestens 25 russische Regionen unter Treibstoffengpässen oder Lieferproblemen. Gleichzeitig sind die Kraftstoffpreise seit Anfang Juni deutlich gestiegen. Nach Angaben der russischen Statistikbehörde „Rosstat“ stieg der Preis für Benzin innerhalb von einer Woche um 0,9 Prozent, seit Jahresbeginn bereits um insgesamt 5,6 Prozent. Als Hauptursache gelten anhaltende ukrainische Angriffe auf russische Öl- und Transportinfrastruktur. Besonders kritisch ist die Versorgungslage auf der Krim.
Über die Länder-Analysen

Die Länder-Analysen bieten regelmäßig im kostenlosen Abonnement kompetente Einschätzungen aktueller politischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Entwicklungen in Ostmitteleuropa, Osteuropa und Zentralasien. Alle Länder-Analysen verstehen sich als Teil eines gemeinsamen Projektes, das der wissenschaftlich fundierten, allgemeinverständlich formulierten Analyse der Entwicklungen im östlichen Europa, der Offenheit für verschiedene inhaltliche Positionen und der kostenlosen und nicht-kommerziellen Information einer breit verstandenen interessierten Öffentlichkeit verpflichtet ist.

Für die Länder-Analysen schreiben internationale Fachwissenschaftler/innen und Expert/innen. Die Redaktionen der Länder-Analysen bestehen aus Wissenschaftler/innen mit langjähriger Forschungserfahrung zu den jeweiligen Ländern. Angaben zu den jeweiligen Redaktionen finden sich auf der Seite Redaktionen/Beiräte und im Impressum in jeder einzelnen Ausgabe.

Die deutschsprachigen Länder-Analysen werden gemeinsam von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, dem Deutschen Polen-Institut, dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien und dem Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung herausgegeben.

Bereits seit 2003 erscheinen die Russland-Analysen. 2006 wurde das Länderspektrum um Ukraine-Analysen und Polen-Analysen erweitert. 2008 sind zusätzlich die Zentralasien-Analysen hinzugekommen, die sich mit aktuellen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan beschäftigen. Seit 2011 gibt es außerdem noch Belarus-Analysen. Für nähere Informationen zu den einzelnen Länder-Analysen wählen Sie das entsprechende Angebot bitte über die Navigation.

Alle Angebote können kostenlos per E-Mail abonniert werden. Bei den einzelnen Länder-Analysen stehen auch jeweils Archive aller bisher erschienen Ausgaben mit Autoren- und Themenindizes zur Verfügung sowie eine fortlaufende Chronik aktueller Ereignisse.

Zusätzlich besitzen die Länder-Analysen drei englischsprachige Partner-Publikationen, die von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen gemeinsam mit dem Center for Security Studies der ETH Zürich, dem Center for Eastern European Studies der Universität Zürich und weiteren Institutionen herausgegeben werden: Ukrainian Analytical Digest, Russian Analytical Digest und Caucasus Analytical Digest

Falls Sie regelmäßig aktuelle Analysen und Kommentare der Redaktionen der Länder-Analysen sowie der herausgebenden Institutionen lesen wollen, finden Sie fast täglich aktuelle Links unter: https://bsky.app/profile/laenderanalysen.bsky.social

 


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