Länder-Analysen

Aktuelles

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Aus den aktuellen Analysen
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Russland-Analysen Nr. 486

Jenseits des Gesamtwachstums:
Russlands uneinheitliche Kriegswirtschaft

Seit der groß angelegten Invasion in die Ukraine zeigt die russische Wirtschaft je nach Sektor uneinheitliche Entwicklungen. Dieser Artikel untersucht anhand von Statistiken zur russischen Industrie und zu Unternehmensgewinnen diese Unterschiede. In den mit dem Militär verbundenen Sektoren sind sowohl die Produktion als auch die Gewinne stark gestiegen, während viele zivile Industriezweige mit Produktionsrückgängen, geringeren Gewinnen und höheren Kosten zu kämpfen haben. (…)

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Ukraine-Analysen Nr. 335

Entwicklungen im fünften Kriegsjahr

Es ist sehr symbolisch, dass die Ukraine am 24. August 2026 nicht nur den 35. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit feierte, sondern auch einen weiteren bedeutenden Meilenstein überschritt: genau viereinhalb Jahre des umfassenden Krieges mit Russland. (…)

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Belarus-Analysen Nr. 84

Folgsame Steuerzahler*innen ohne politische Stimme:
Paternalismus in belarusischen Staatsmedien

Volha Kananovich
Die vom Staat kontrollierten Medien schirmen nicht nur die Regierung von Kritik ab und versuchen, alternative Stimmen zu delegitimieren. Sie reproduzieren auch auf subtileren Wegen die autoritäre Herrschaft, indem sie die Vorstellungen der Bevölkerung über ihr Verhältnis zum Staat prägen. Der Beitrag untersucht einen dieser Mechanismen, nämlich den Diskurs über Steuerzahler*innen in der staatlichen belarusischen Presse. (…)
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Polen-Analysen Nr. 369

Die polnische Unterstützung für die Ukraine – eine kurze Geschichte

Marek Ziółkowski
Polen hat gegenüber der Ukraine in den Jahren 2022/23 eine imponierende Hilfsbereitschaft gezeigt. Die selbstlose Unterstützung, die Millionen Polen den Ukrainern gewährt haben, war der bisher größte Erfolg der polnisch-ukrainischen Beziehungen. Vier Jahre später allerdings ist die Hilfe Teil des politischen Spiels im historischen Konflikt um das Verbrechen von Wolhynien im Jahr 1943 geworden. (…)
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Zentralasien-Analysen Nr. 173

Usbekistans Verkehrsreformen:
Nichtlineare Pfade der Modernisierung

Mariya Petrova
Die Bereitstellung eines leistungsfähigen Mobilitätsangebots, die effiziente Regulierung des Verkehrs sowie eine gerechte Verteilung des knappen Straßenraums zwischen allen Verkehrsteilnehmern gehören weltweit zu den zentralen Herausforderungen städtischer Entwicklung. In Usbekistan fallen diese besonders stark ins Gewicht: rapides Bevölkerungswachstum, rasche Urbanisierung, ein anhaltender Bauboom und die zunehmende Motorisierung überfordern vielerorts die infrastrukturellen Kapazitäten der Städte, deren öffentliche Verkehrssysteme über Jahrzehnte hinweg vernachlässigt wurden. Seit einigen Jahren sind jedoch verstärkte Bemühungen zu beobachten, diesen Herausforderungen zu begegnen und die Verkehrsinfrastruktur durch unterschiedliche Reformmaßnahmen zu modernisieren. (…)
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Neue Chronik-Einträge
Polen14.09.2026Polen — 14.09.2026
Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz teilt im Nachrichtendienst X mit, dass bei Rusinowo (Woiwodschaft Westpommern/województwo zachodniopomorskie) eine Drohne in der Ostsee gefunden wurde, die mutmaßlich aus Russland stammt. Vizeminister Cezary Tomczyk ruft die Bevölkerung zur Wachsamkeit auf, da Polen das Hauptziel russischer hybrider Angriffe sei.
Russland13.09.2026Russland — 13.09.2026
Zum Abschluss des Gipfels der BRICS-Staaten in Neu-Delhi geben die teilnehmenden Länder eine gemeinsame Erklärung ab, in der sie ihre Geschlossenheit betonen. Im Hinblick auf internationale Konflikte blieb die Erklärung weitgehend allgemein und vermied die Benennung Verantwortlicher. Indien stellt als Gastgeberland Kooperation, eine „menschenzentrierte“ Agenda und den Anspruch der BRICS-Staaten auf stärkeren Einfluss bei der Gestaltung der internationalen Ordnung in den Mittelpunkt. Für 2027 übernimmt China den Vorsitz.
Russland13.09.2026Russland — 13.09.2026
Auf der Strecke Kyjiw–Warschau wird ukrainischen Angaben zufolge die Lokomotive eines Personenzuges etwa zwei Kilometer vor der ukrainischen Grenze von einer russischen Drohne getroffen. Ein weiterer Angriff trifft eine Tankstelle nahe dem Grenzübergang Jahodyn-Dorohusk. Der polnische Luftraum wird dabei nicht verletzt. Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk bestätigt die Angriffe und warnte vor einer zunehmenden Eskalation. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, Ziel seien Transportwege für militärische Lieferungen aus Europa gewesen.
Polen13.09.2026Polen — 13.09.2026
Ministerpräsident Donald Tusk setzt eine Krisensitzung an, da in der Nacht russische Angriffe gegen zivile Ziele in der Ukraine geflogen wurde, die ca. zwei Kilometer von der polnisch-ukrainischen Grenze entfernt lagen. Tusk warnt, es könne nicht ausgeschlossen werden, dass die von Russland betriebene Eskalation auf polnisches Staatsgebiet übergreift. Die Regierung prüfe, ob die Bündnispartner zur Unterstützung angefordert werden können.
Russland12.09.2026Russland — 12.09.2026
Am Rande des Wirtschaftsforums der BRICS-Staaten in Neu-Delhi erklärt der russische Präsident Wladimir Putin, dass eine Entsendung europäischer Truppen in die Ukraine aus russischer Sicht einen Krieg mit Russland bedeuten würde. Zugleich wies er Befürchtungen vor einem möglichen russischen Angriff auf europäische Staaten zurück. Hintergrund sind Überlegungen Frankreichs und Großbritanniens, nach einem möglichen Friedensabkommen Russlands mit der Ukraine ein europäisches Kontingent in der Ukraine zu stationieren.
Über die Länder-Analysen

Die Länder-Analysen bieten regelmäßig im kostenlosen Abonnement kompetente Einschätzungen aktueller politischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Entwicklungen in Ostmitteleuropa, Osteuropa und Zentralasien. Alle Länder-Analysen verstehen sich als Teil eines gemeinsamen Projektes, das der wissenschaftlich fundierten, allgemeinverständlich formulierten Analyse der Entwicklungen im östlichen Europa, der Offenheit für verschiedene inhaltliche Positionen und der kostenlosen und nicht-kommerziellen Information einer breit verstandenen interessierten Öffentlichkeit verpflichtet ist.

Für die Länder-Analysen schreiben internationale Fachwissenschaftler/innen und Expert/innen. Die Redaktionen der Länder-Analysen bestehen aus Wissenschaftler/innen mit langjähriger Forschungserfahrung zu den jeweiligen Ländern. Angaben zu den jeweiligen Redaktionen finden sich auf der Seite Redaktionen/Beiräte und im Impressum in jeder einzelnen Ausgabe.

Die deutschsprachigen Länder-Analysen werden gemeinsam von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, dem Deutschen Polen-Institut, dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien und dem Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung herausgegeben.

Bereits seit 2003 erscheinen die Russland-Analysen. 2006 wurde das Länderspektrum um Ukraine-Analysen und Polen-Analysen erweitert. 2008 sind zusätzlich die Zentralasien-Analysen hinzugekommen, die sich mit aktuellen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan beschäftigen. Seit 2011 gibt es außerdem noch Belarus-Analysen. Für nähere Informationen zu den einzelnen Länder-Analysen wählen Sie das entsprechende Angebot bitte über die Navigation.

Alle Angebote können kostenlos per E-Mail abonniert werden. Bei den einzelnen Länder-Analysen stehen auch jeweils Archive aller bisher erschienen Ausgaben mit Autoren- und Themenindizes zur Verfügung sowie eine fortlaufende Chronik aktueller Ereignisse.

Zusätzlich besitzen die Länder-Analysen drei englischsprachige Partner-Publikationen, die von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen gemeinsam mit dem Center for Security Studies der ETH Zürich, dem Center for Eastern European Studies der Universität Zürich und weiteren Institutionen herausgegeben werden: Ukrainian Analytical Digest, Russian Analytical Digest und Caucasus Analytical Digest

Falls Sie regelmäßig aktuelle Analysen und Kommentare der Redaktionen der Länder-Analysen sowie der herausgebenden Institutionen lesen wollen, finden Sie fast täglich aktuelle Links unter: https://bsky.app/profile/laenderanalysen.bsky.social

 


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