Der Mittelkorridor und die neue Zentralität Eurasiens
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Neu ab Januar bei den englischsprachigen Schwesterpublikationen der Länder-Analysen
Belarus Analytical Digest (von der Redakteurin der Belarus-Analysen)
Aktuelle Analysen zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine auch
bei den englisch-sprachigen Schwesterpublikationen der Länder-Analysen:
| Polen | 02.02.2026 | Die Operative Führung der Bewaffneten Streitkräfte (Dowództwo Operacyjne Rodzajów Sił Zbrojnych – DORSZ) teilt mit, dass in der Nacht wieder Ballons im polnische Luftraum gesichtet wurden, die aus Richtung Belarus kamen. Es habe keine Gefahr für den polnischen Luftverkehr und die Bevölkerung bestanden. Mutmaßlich habe es sich um Schmugglerballons gehandelt. In der vergangenen Woche seien solche Vorfälle bereits in drei Nächten festgestellt worden. |
| Polen | 02.02.2026 | Sejmmarschall Włodzimierz Czarzasty erklärt auf einer Pressekonferenz, dass er Bemühungen für die Verleihung des Friedensnobelpreises an US-Präsident Donald Trump nicht unterstützt. Ende vergangener Woche war eine Bitte um Unterstützung im Sejm eingegangen, die vom Sprecher des US-Repräsentantenhauses Mike Johnson und Amir Ochana, Präsident der israelischen Knesset, ausging. Czarzasty begründet seine Ablehnung mit Trumps Politikstil. Er betreibe eine Politik der Stärke und des Deals, breche das Völkerrecht und schwäche internationale Organisationen wie die UN und die WHO sowie die Europäische Union. |
| Polen | 31.01.2026 | Katarzyna Pełczyńska-Nałęcz, Ministerin für Fonds und Regionalpolitik, wird im wiederholten zweiten Wahlgang mit 350 von 659 Stimmen zur Vorsitzenden von Polen 2050 (Polska 2050) gewählt. Paulina Hennig-Kloska, Ministerin für Klima und Umwelt, erhielt 309 Stimmen. Der zweite Wahlgang war zunächst am 12. Januar durchgeführt worden, er wurde aber wegen technischer Probleme für ungültig erklärt. Der bisherige Parteivorsitzende und -gründer, Szymon Hołownia, hatte im Herbst angekündigt, sein Amt abzugeben. |
| Polen | 30.01.2026 | In Anwesenheit von Ministerpräsident Donald Tusk und Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz wird mit einem Konsortium von Rüstungsunternehmen ein Vertrag über die Lieferung des Drohnenabwehrsystems SAN für die polnischen Streitkräfte unterzeichnet. Tusk sagt, es handele sich um einen absoluten Durchbruch, wenn es um die wirksame Verteidigung der polnischen, europäischen und Nato-Ostgrenze gehe. Kosiniak-Kamysz bezeichnet SAN als möglichen Exportschlager der polnischen Industrie. Zu dem Konsortium gehören die polnischen Unternehmen Polska Grupa Zbrojeniowa und Advanced Protection Systems sowie Kongsberg Defence & Aerospace aus Norwegen. |
| Polen | 29.01.2026 | Auf der Sitzung des Rates »Auswärtiges Angelegenheiten« (Außenministerrat) der Europäischen Union spricht sich Außenminister Radosław Sikorski dafür aus, das 20. Sanktionspaket gegen Russland, das einen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt, bald zu verabschieden. Als Ergänzung zu Sanktionen gegen die sog. russische Schattenflotte seien Sanktionen gegen Raffinerien, die russisches Öl verarbeiten, wichtig. |
Die Länder-Analysen bieten regelmäßig im kostenlosen Abonnement kompetente Einschätzungen aktueller politischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Entwicklungen in Ostmitteleuropa, Osteuropa und Zentralasien. Alle Länder-Analysen verstehen sich als Teil eines gemeinsamen Projektes, das der wissenschaftlich fundierten, allgemeinverständlich formulierten Analyse der Entwicklungen im östlichen Europa, der Offenheit für verschiedene inhaltliche Positionen und der kostenlosen und nicht-kommerziellen Information einer breit verstandenen interessierten Öffentlichkeit verpflichtet ist.
Für die Länder-Analysen schreiben internationale Fachwissenschaftler/innen und Expert/innen. Die Redaktionen der Länder-Analysen bestehen aus Wissenschaftler/innen mit langjähriger Forschungserfahrung zu den jeweiligen Ländern. Angaben zu den jeweiligen Redaktionen finden sich auf der Seite Redaktionen/Beiräte und im Impressum in jeder einzelnen Ausgabe.
Die deutschsprachigen Länder-Analysen werden gemeinsam von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, dem Deutschen Polen-Institut, dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien und dem Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung herausgegeben.
Bereits seit 2003 erscheinen die Russland-Analysen. 2006 wurde das Länderspektrum um Ukraine-Analysen und Polen-Analysen erweitert. 2008 sind zusätzlich die Zentralasien-Analysen hinzugekommen, die sich mit aktuellen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan beschäftigen. Seit 2011 gibt es außerdem noch Belarus-Analysen. Für nähere Informationen zu den einzelnen Länder-Analysen wählen Sie das entsprechende Angebot bitte über die Navigation.
Alle Angebote können kostenlos per E-Mail abonniert werden. Bei den einzelnen Länder-Analysen stehen auch jeweils Archive aller bisher erschienen Ausgaben mit Autoren- und Themenindizes zur Verfügung sowie eine fortlaufende Chronik aktueller Ereignisse.
Zusätzlich besitzen die Länder-Analysen drei englischsprachige Partner-Publikationen, die von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen gemeinsam mit dem Center for Security Studies der ETH Zürich, dem Center for Eastern European Studies der Universität Zürich und weiteren Institutionen herausgegeben werden: Ukrainian Analytical Digest, Russian Analytical Digest und Caucasus Analytical Digest
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