Chronik
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| Russland | 06.06.2026 | Der russische Präsident Wladimir Putin lehnt das Angebot eines direkten Treffens zur Beendigung des Krieges, das der ukrainische Präsidente Wolodymyr Selenskyj in einen offenen Brief gemacht hatte, ab und erklärt beim Internationalen Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg, er sehe „keinen Sinn“ in einem solchen Gespräch. Stattdessen empfängt Putin den früheren deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder und bringt ihn als möglichen Vermittler zwischen Russland und der Ukraine ins Spiel, was international auf Skepsis stößt. Selenskyj bedauert die Absage und erklärt in einer Videobotschaft, die russische Seite entscheide sich erneut für den Krieg. Zwei Tage zuvor hatte Putin erklärt, er sei grundsätzlich zu einem Dialog mit Europa über ein Ende des Krieges gegen die Ukraine bereit, knüpfte dies aber an Bedingungen. Putin bekräftigte zugleich seine Forderung, dass Russland die vollständige Kontrolle über die Gebiete Donezk und Luhansk erhalten müsse; diese Maximalposition stellte er als Voraussetzung für eine Friedensregelung dar. Er sagte, Russland sei „zweifellos“ bereit, mit der Ukraine eine Vereinbarung zu schließen, die Grundlage dafür müssten jedoch bereits bestehende, von ihm nicht näher erläuterte Abmachungen von Anchorage sein, denen auch die ukrainische Seite zustimmen müsse. |
Die Chronik der Länder-Analysen
Die Chronik enthält die Originaleinträge aus den jeweiligen Ausgaben der Länder-Analysen. Sie erfasst damit Russland seit 2003 (zusätzlich gibt es eine Kurzchronik für die Sowjetunion ab 1964 bzw. Russland ab 1992), Polen und die Ukraine seit 2006, die zentralasiatischen Staaten seit 2008 und Belarus seit 2011. Die Chronikeinträge wurden jeweils zeitnah erstellt und basieren ausschließlich auf im Internet zugänglichen Quellen.
Die Umschrift von Eigennamen aus nicht-lateinischen Schriftsystemen folgt den Regeln des Duden. Dabei werden die jeweiligen nationalen Schreibweisen bevorzugt (etwa Aljaksandr Lukaschenka auf Belarussisch statt Aleksandr Lukaschenko auf Russisch oder Alexander Lukaschenko als eingedeutschte Version). Ausnahmen werden gemacht, wenn die Originalschreibweise von den in der deutsche Presse vorkommenden Schreibweisen abweicht (etwa Duschanbe statt in offizieller Lateinschrift Dusanbe).