Chronik
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| Russland | 26.06.2026 | Der frühere russische Verteidigungsminister und langjährige Putin-Vertraute Sergej Iwanow ist im Alter von 73 Jahren gestorben. Iwanow galt 2007 zeitweise als möglicher Nachfolger Putins, verlor jedoch später an politischem Einfluss und war zuletzt Sonderbeauftragter für Umwelt- und Verkehrsfragen. Eine Todesursache wurde nicht bekannt gegeben. |
| Russland | 26.06.2026 | Russland und die Ukraine tauschen unter Vermittlung der Vereinigten Arabischen Emirate jeweils 160 Kriegsgefangene aus. Nach ukrainischen Angaben waren alle freigelassenen ukrainischen Soldaten seit 2022 in russischer Gefangenschaft. Zeitgleich setzte die Ukraine ihre Drohnenangriffe fort. Der ukrainische Geheimdienst SBU meldete Angriffe auf russische Marineschiffe und Luftabwehrstellungen in Kertsch auf der von Russland annektierten Krim. Russland sprach von der Abwehr von insgesamt 660 ukrainischen Drohnen und bezeichnete dies als die bislang schwerste Angriffswelle des Jahres. |
| Russland | 26.06.2026 | Auf der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim rufen die Behörden wegen anhaltender Probleme bei der Strom- und Treibstoffversorgung den regionalen Notstand aus. Hintergrund sind fortgesetzte ukrainische Angriffe auf Energie- und Logistikinfrastruktur. Auf der Halbinsel kam es zu Versorgungsengpässen, Verkehrsproblemen und Beeinträchtigungen des Tourismus. Die Behörden versicherten, dass der Notstand keine zusätzlichen Einschränkungen für die Bevölkerung mit sich bringe. Die ukrainische Regierung erklärte, ihre Strategie ziele auf eine weitere Isolation der Halbinsel und eine Schwächung der russischen Logistik ab. |
Die Chronik der Länder-Analysen
Die Chronik enthält die Originaleinträge aus den jeweiligen Ausgaben der Länder-Analysen. Sie erfasst damit Russland seit 2003 (zusätzlich gibt es eine Kurzchronik für die Sowjetunion ab 1964 bzw. Russland ab 1992), Polen und die Ukraine seit 2006, die zentralasiatischen Staaten seit 2008 und Belarus seit 2011. Die Chronikeinträge wurden jeweils zeitnah erstellt und basieren ausschließlich auf im Internet zugänglichen Quellen.
Die Umschrift von Eigennamen aus nicht-lateinischen Schriftsystemen folgt den Regeln des Duden. Dabei werden die jeweiligen nationalen Schreibweisen bevorzugt (etwa Aljaksandr Lukaschenka auf Belarussisch statt Aleksandr Lukaschenko auf Russisch oder Alexander Lukaschenko als eingedeutschte Version). Ausnahmen werden gemacht, wenn die Originalschreibweise von den in der deutsche Presse vorkommenden Schreibweisen abweicht (etwa Duschanbe statt in offizieller Lateinschrift Dusanbe).