Chronik
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| Russland | 14.08.2026 | Die UN gibt bekannt, dass es im Juli 2026 in der Ukraine mit 437 getöteten und 2.610 verletzten Zivilist:innen die höchste Zahl monatlicher Opfer seit März 2022 gegeben habe. Gegenüber dem Vormonat sei die Zahl um 30 Prozent angestiegen. Als Hauptursache werden verstärkte russische Angriffe mit Raketen und Langstreckendrohnen genannt. Besonders betroffen war die ukrainische Hauptstadt Kyjiw mit 54 getöteten Zivilist:innen. |
| Russland | 14.08.2026 | Das russische Justizministerium stuft die an der Universität Bremen angesiedelte Forschungsstelle Osteuropas (FSO) als sogenannte „unerwünschte Organisation“ ein. Die FSO erforscht politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen in Russland und anderen postsowjetischen Staaten. Zugleich wurde auch die US-amerikanische „Human Rights Foundation“ unter Vorsitz von Julija Nawalnaja als „unerwünscht“ eingestuft. Auf der russischen Liste stehen bereits mehrere deutsche Organisationen, darunter der DAAD sowie zahlreiche politische Stiftungen. |
| Russland | 14.08.2026 | Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Marija Sacharowa, weist Vorschläge für eine Waffenruhe im Schwarzen Meer zurück. Sie erklärte, dies würde der Ukraine lediglich eine Atempause verschaffen. Zuvor hatte die Türkei nach eigenen Angaben beiden Seiten Vorschläge zur Einstellung militärischer Operationen im Schwarzen Meer unterbreitet; auch die Ukraine soll einen Stopp der Angriffe auf zivile Schiffe angeboten haben. Moskau schloss zugleich eine Rückkehr zum 2023 beendeten Schwarzmeer-Getreideabkommen aus. |
Die Chronik der Länder-Analysen
Die Chronik enthält die Originaleinträge aus den jeweiligen Ausgaben der Länder-Analysen. Sie erfasst damit Russland seit 2003 (zusätzlich gibt es eine Kurzchronik für die Sowjetunion ab 1964 bzw. Russland ab 1992), Polen und die Ukraine seit 2006, die zentralasiatischen Staaten seit 2008 und Belarus seit 2011. Die Chronikeinträge wurden jeweils zeitnah erstellt und basieren ausschließlich auf im Internet zugänglichen Quellen.
Die Umschrift von Eigennamen aus nicht-lateinischen Schriftsystemen folgt den Regeln des Duden. Dabei werden die jeweiligen nationalen Schreibweisen bevorzugt (etwa Aljaksandr Lukaschenka auf Belarussisch statt Aleksandr Lukaschenko auf Russisch oder Alexander Lukaschenko als eingedeutschte Version). Ausnahmen werden gemacht, wenn die Originalschreibweise von den in der deutsche Presse vorkommenden Schreibweisen abweicht (etwa Duschanbe statt in offizieller Lateinschrift Dusanbe).