Aktuelle Ausgabe der Russland-Analysen
Neue Chronik-Einträge
| Russland | 27.01.2026 | Die internationale Nachrichtenagentur „Reuters“ berichtet unter Berufung auf syrische Quellen, dass Russland mit dem Abzug seiner Truppen vom Flughafen Qamischli im Nordosten Syriens beginnt. Teile der Einheiten sollen auf die Luftwaffenbasis Hmeimim verlegt werden, andere nach Russland zurückgeführt. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund territorialer Gewinne der syrischen Regierung gegenüber kurdischen Kräften. Eine offizielle Stellungnahme des russischen Verteidigungsministeriums liegt nicht vor. |
| Russland | 29.01.2026 | Das russische Nachrichtenportal „RBK“ berichtet, dass der Moskauer Flughafen Domodedowo an eine Tochtergesellschaft des ebenfalls in Moskau verorteten Flughafens Scheremetjewo verkauft worden sei. Der Kaufpreis sank im Verlauf der Auktion von ursprünglich 132,2 Milliarden auf 66 Milliarden Rubel (rund 730 Millionen Euro). Am Bieterverfahren nahmen zwei Interessenten teil. Mehrere potentielle Investoren hatten zuvor wegen des hohen Einstiegspreises auf eine Teilnahme verzichtet. |
| Russland | 29.01.2026 | Russland und die Ukraine haben zum ersten Mal in diesem Jahr die sterblichen Überreste gefallener Soldat:innen ausgetauscht. Nach russischen Angaben übergab Moskau 1.000 Leichen an die Ukraine und erhielt 38 zurück. Der Austausch wurde von ukrainischer Seite bestätigt. Im Jahr 2025 hatte es 14 solcher Austausche gegeben. |
| Russland | 29.01.2026 | Der russische Ölkonzern „Lukoil“ hat mit dem US-Investmentfonds „Carlyle“ eine Vereinbarung über den Verkauf seiner Auslandsaktivitäten geschlossen. Die Transaktion betrifft die Tochter „Lukoil International GmbH“, nicht jedoch Vermögenswerte in Kasachstan. Der Abschluss steht unter anderem unter dem Vorbehalt einer Genehmigung durch die US-amerikanische OFAC, einer Kontrollbehörde des Finanzministeriums. Die USA hatten „Lukoil“ im Oktober 2025 sanktioniert. Frühere Verkaufspläne an den Schweizer Händler „Gunvor“ waren von der US-amerikanischen Regierung blockiert worden. |
| Russland | 01.02.2026 | Nachdem in den vergangenen Wochen bekannt geworden war, dass die russische Armee „Starlink“-Satelliten für tiefe Drohnenangriffe auf ukrainischem Gebiet nutzt, ergreift das US-Unternehmen „Space X“, dem die Satelliten gehören, nun Maßnahmen, um die Nutzung durch Russland zu unterbinden. Das russische Militär hatte Langstrecken-Drohnen mit einem „Starlink“-Terminal ausgestattet und so in die Lage versetzt, eine gegen Störsender unempfindliche Internetverbindung aufzubauen. Nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsministeriums gibt es bereits mehrere hundert bestätigte Fälle, in denen mit „Starlink“ ausgestattete russische Drohnen zivile Objekte angegriffen haben. |
Über die Russland-Analysen
Die Russland-Analysen bieten regelmäßig kompetente Einschätzungen aktueller politischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Entwicklungen in Russland. Sie machen das Wissen, über das die wissenschaftliche Forschung in reichem Maße verfügt, für Politik, Wirtschaft, Medien und die interessierte Öffentlichkeit verfügbar. Autoren sind internationale Fachwissenschaftler und Experten.
Die Redaktion der Russland-Analysen freut sich, dekoder als langfristigen Partner für die Bereitstellung von Übersetzungen russischer journalistischer Analysen gewonnen zu haben. Auf diesem Wege möchten wir helfen, die Zukunft eines wichtigen Projektes zu sichern und dem russischen Qualitätsjournalismus eine breitere Leserschaft zu ermöglichen. dekoder.org verbindet zwei Content-Typen, die sich gegenseitig ergänzen: übersetzte Originalbeiträge russischer Medien und Erklärtexte von Wissenschaftlern aus europäischen Universitäten. Beide greifen auf dekoder.org ineinander und stellen so ein Instrument zur Verfügung, um „Russland zu entschlüsseln“ und ein direktes Eintauchen in die Debatten des Landes zu ermöglichen.
Die Russland-Analysen werden gemeinsam von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, dem Deutschen Polen-Institut, dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien und dem Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung herausgegeben.
Frühere Ausgaben der Russland-Analysen ab 2003 finden Sie im Archiv.
