Aktuelle Ausgabe der Russland-Analysen
Neue Chronik-Einträge
| Russland | 19.12.2025 | Die Russische Zentralbank senkt ihren Leitzins um 0,5 Prozentpunkte auf 16 Prozent und setzt damit die fünfte Zinssenkung im Jahr 2025 fort. Die Zentralbank kündigt zugleich an, die restriktive Geldpolitik noch über einen längeren Zeitraum beizubehalten. |
| Russland | 19.12.2025 | Russland und die Ukraine tauschen die Leichname von insgesamt 1.029 im Kampf getöteter Soldat:innen aus. Russland übergibt dabei 1.003 Leichname ukrainischer Soldat:innen und erhält im Gegenzug die sterblichen Überreste von 26 russischen Militärangehöriger auf Grundlage einer im Juni in Istanbul geschlossenen Vereinbarung. |
| Russland | 19.12.2025 | In seiner traditionell im Dezember stattfindenden Jahrespressekonferenz beantwortet der russische Präsident Wladimir Putin Fragen zu Steuererhöhungen, der Infrastruktur und zum Krieg gegen die Ukraine. Er betont erneut, die Ukraine sei nicht an einem Abkommen zur Beendigung der Kampfhandlungen interessiert. Gleichzeitig erklärt er, es gebe eine Bereitschaft der ukrainischen Seite zu Gesprächen. Russlands Ziel, die „grundsätzliche Ursache“ des Kriegs zu beseitigen, bleibe jedoch bestehen. Russland habe den Krieg nicht begonnen, es reagiere nur auf die Ereignisse seit 2014, so Putin. |
| Russland | 24.12.2025 | Der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates und frühere Präsident Dmitrij Medwedew erklärt, die russische Armee habe im Jahr 2025 insgesamt 417.000 Zeitsoldat:innen unter Vertrag genommen und zusätzlich rund 36.000 Freiwillige gewonnen; er führt diese Zahlen auf den „Patriotismus der Bürger:innen“ zurück. Zugleich haben mehrere Regionen einmalige Prämien für Neuverpflichtete reduziert, während Verteidigungsminister Andrej Beloussow im August erklärte, die von Präsident Wladimir Putin bis 2026 vorgegebenen Rekrutierungsziele für eine Truppenstärke von 1,5 Mio. Angehörigen würden „im Allgemeinen erfüllt“. |
| Russland | 09.12.2026 | Die russische Zentralbank gibt erstmals Staatsanleihen in chinesischer Währung (Yuan) aus. Durch den Verkauf der Anleihen übernimmt der russische Staat Yuan-Guthaben von inländischen Banken, die aus dem Handel mit China stammen. Hintergrund ist die stärkere wirtschaftliche Ausrichtung auf China infolge westlicher Sanktionen seit dem großflächigen Angriff Russlands auf die Ukraine im Jahr 2022. Die Maßnahme gilt als politisches Signal gegen die Dominanz des US-Dollars. |
Über die Russland-Analysen
Die Russland-Analysen bieten regelmäßig kompetente Einschätzungen aktueller politischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Entwicklungen in Russland. Sie machen das Wissen, über das die wissenschaftliche Forschung in reichem Maße verfügt, für Politik, Wirtschaft, Medien und die interessierte Öffentlichkeit verfügbar. Autoren sind internationale Fachwissenschaftler und Experten.
Die Redaktion der Russland-Analysen freut sich, dekoder als langfristigen Partner für die Bereitstellung von Übersetzungen russischer journalistischer Analysen gewonnen zu haben. Auf diesem Wege möchten wir helfen, die Zukunft eines wichtigen Projektes zu sichern und dem russischen Qualitätsjournalismus eine breitere Leserschaft zu ermöglichen. dekoder.org verbindet zwei Content-Typen, die sich gegenseitig ergänzen: übersetzte Originalbeiträge russischer Medien und Erklärtexte von Wissenschaftlern aus europäischen Universitäten. Beide greifen auf dekoder.org ineinander und stellen so ein Instrument zur Verfügung, um „Russland zu entschlüsseln“ und ein direktes Eintauchen in die Debatten des Landes zu ermöglichen.
Die Russland-Analysen werden gemeinsam von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, dem Deutschen Polen-Institut, dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien und dem Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung herausgegeben.
Frühere Ausgaben der Russland-Analysen ab 2003 finden Sie im Archiv.
