Aktuelle Ausgabe der Russland-Analysen
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Russland-Analysen Nr. 486 vom 22.09.2026


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Neue Chronik-Einträge
Russland10.09.2026Russland — 10.09.2026
Dmitrij Medwedew, Vorsitzender der russischen Regierungspartei „Jedinaja Rossija“ (dt. „Einiges Russland“) und stellvertretender Vorsitzender des russischen Sicherheitsrats, spricht sich für eine langfristige militärische Ausrichtung Russlands auch über das Ende des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine aus. Mit Hinweis auf die Bedrohung durch die NATO und westliche Staaten fordert er eine leistungsfähige Rüstungsindustrie und stärkere staatliche Eingriffe in die Wirtschaft.
Russland11.09.2026Russland — 11.09.2026
Ukrainische Drohnen greifen das Chemiewerk „Azot“ in der russischen Region Perm an. Das Werk ist einer der größten Chemiebetriebe Russlands und unter anderem Hersteller von Ammoniumnitrat und Salpetersäure. Offizielle Angaben zu möglichen Schäden gibt es nicht. Augenzeugen meldeten Explosionen, Schüsse und Rauch über dem Industriegebiet. Wegen der Drohnenwarnungen wurden in der Region Hochschulen und Schulen geschlossen und öffentliche Einrichtungen in ihrem Betrieb eingeschränkt.
Russland12.09.2026Russland — 12.09.2026
Am Rande des Wirtschaftsforums der BRICS-Staaten in Neu-Delhi erklärt der russische Präsident Wladimir Putin, dass eine Entsendung europäischer Truppen in die Ukraine aus russischer Sicht einen Krieg mit Russland bedeuten würde. Zugleich wies er Befürchtungen vor einem möglichen russischen Angriff auf europäische Staaten zurück. Hintergrund sind Überlegungen Frankreichs und Großbritanniens, nach einem möglichen Friedensabkommen Russlands mit der Ukraine ein europäisches Kontingent in der Ukraine zu stationieren.
Russland13.09.2026Russland — 13.09.2026
Auf der Strecke Kyjiw–Warschau wird ukrainischen Angaben zufolge die Lokomotive eines Personenzuges etwa zwei Kilometer vor der ukrainischen Grenze von einer russischen Drohne getroffen. Ein weiterer Angriff trifft eine Tankstelle nahe dem Grenzübergang Jahodyn-Dorohusk. Der polnische Luftraum wird dabei nicht verletzt. Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk bestätigt die Angriffe und warnte vor einer zunehmenden Eskalation. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, Ziel seien Transportwege für militärische Lieferungen aus Europa gewesen.
Russland13.09.2026Russland — 13.09.2026
Zum Abschluss des Gipfels der BRICS-Staaten in Neu-Delhi geben die teilnehmenden Länder eine gemeinsame Erklärung ab, in der sie ihre Geschlossenheit betonen. Im Hinblick auf internationale Konflikte blieb die Erklärung weitgehend allgemein und vermied die Benennung Verantwortlicher. Indien stellt als Gastgeberland Kooperation, eine „menschenzentrierte“ Agenda und den Anspruch der BRICS-Staaten auf stärkeren Einfluss bei der Gestaltung der internationalen Ordnung in den Mittelpunkt. Für 2027 übernimmt China den Vorsitz.
Über die Russland-Analysen

Die Russland-Analysen bieten regelmäßig kompetente Einschätzungen aktueller politischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Entwicklungen in Russland. Sie machen das Wissen, über das die wissenschaftliche Forschung in reichem Maße verfügt, für Politik, Wirtschaft, Medien und die interessierte Öffentlichkeit verfügbar. Autoren sind internationale Fachwissenschaftler und Experten.

Die Redaktion der Russland-Analysen freut sich, dekoder als langfristigen Partner für die Bereitstellung von Übersetzungen russischer journalistischer Analysen gewonnen zu haben. Auf diesem Wege möchten wir helfen, die Zukunft eines wichtigen Projektes zu sichern und dem russischen Qualitätsjournalismus eine breitere Leserschaft zu ermöglichen. dekoder.org verbindet zwei Content-Typen, die sich gegenseitig ergänzen: übersetzte Originalbeiträge russischer Medien und Erklärtexte von Wissenschaftlern aus europäischen Universitäten. Beide greifen auf dekoder.org ineinander und stellen so ein Instrument zur Verfügung, um „Russland zu entschlüsseln“ und ein direktes Eintauchen in die Debatten des Landes zu ermöglichen.

Die Russland-Analysen werden gemeinsam von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, dem Deutschen Polen-Institut, dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien und dem Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung herausgegeben.

Frühere Ausgaben der Russland-Analysen ab 2003 finden Sie im Archiv.


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