Aktuelle Ausgabe der Russland-Analysen
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Russland-Analysen Nr. 482 vom 27.05.2026


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Neue Chronik-Einträge
Russland18.05.2026Russland — 18.05.2026
Die USA verlängern die Ausnahmeregelung für den Handel mit bereits verschifftem russischem Öl um weitere 30 Tage. Die Maßnahme gilt auch für Schiffe der sogenannten russischen Schattenflotte. Ausgenommen bleiben Lieferungen an Iran, Kuba, Nordkorea sowie von Russland besetzte ukrainische Gebiete. Als Grund nannte Washington die hohen Energiepreise infolge der blockierten Straße von Hormus. Die Regelung solle besonders betroffenen Staaten weiterhin den Zugang zu russischem Öl ermöglichen.
Russland18.05.2026Russland — 18.05.2026
Der russische Vizepremierminister Marat Chusnullin erklärt, die russische Wohnungsbaubranche stehe vor einer Krise. Der Stabilitätspuffer, der bis Mitte 2024 durch staatlich geförderte Hypotheken aufgebaut worden sei, sei aufgebraucht. Die Hypothekenvergabe geht nach der Verschärfung staatlicher Förderprogramme zurück. Zuletzt waren im Februar 2026 die Bedingungen für die staatliche geförderte Familienhypothek verschärft worden. Im ersten Quartal 2026 sank die Fertigstellung von Wohnungen gegenüber dem Vorjahr um mehr als 28 Prozent, auch die Zahl neuer Bauprojekte ging deutlich zurück.
Russland21.05.2026Russland — 21.05.2026
Der russische Präsident Wladimir Putin besucht seinen chinesischen Amtskollegen Xi Jinping. Auf dem Treffen bekräftigen beide die strategische Partnerschaft ihrer Länder und unterzeichnen zahlreiche Abkommen. Beide Staaten betonten ihre Zusammenarbeit in Wirtschafts- und Sicherheitsfragen sowie ihre gemeinsame Kritik an den USA und Israel. Bei der Frage nach einer neuen Gaspipeline nach Nordchina gab es jedoch weiterhin keine Einigung.
Russland22.05.2026Russland — 22.05.2026
Der Ausschuss für Staatsaufbau und Gesetzgebung der russischen Staatsduma empfiehlt die Annahme eines Gesetzesentwurfs in zweiter Lesung, der die Verfolgung von im Ausland lebenden russischen Staatsangehörigen ermöglichen soll, wenn diese gegen die verfassungsmäßige Ordnung sowie die staatliche und öffentliche Sicherheit Russlands verstoßen. Zu den im Gesetz festgehaltenen Delikten gehören Verstöße gegen das sogenannte „Agentengesetz“, Aufrufe zu „Extremismus und Terrorismus“, die öffentliche Gleichsetzung der Handlungen der sowjetischen Führung mit denen des nationalsozialistischen Deutschlands sowie weitere Tatbestände. Als Sicherungsmaßnahme sieht der Entwurf die Möglichkeit vor, Vermögen von ins Ausland verzogenen Russ:innen zu beschlagnahmen.
Russland24.05.2026Russland — 24.05.2026
Russland greift die Ukraine mit rund 600 Drohnen und 90 Raketen an. Schwerpunkt der Angriffe ist die ukrainische Hauptstadt Kyjiw. Mehrere Menschen werden getötet, zahlreiche weitere schwer verletzt. Ein Einkaufszentrum sowie Teile des historischen Stadtzentrums werden beschädigt. Auch das ARD-Studio sowie das Studio der „Deutschen Welle“ werden teilweise zerstört. Nach Einschätzungen von Expert:innen ist dieser Angriff der größte seit vergangenem Sommer.
Über die Russland-Analysen

Die Russland-Analysen bieten regelmäßig kompetente Einschätzungen aktueller politischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Entwicklungen in Russland. Sie machen das Wissen, über das die wissenschaftliche Forschung in reichem Maße verfügt, für Politik, Wirtschaft, Medien und die interessierte Öffentlichkeit verfügbar. Autoren sind internationale Fachwissenschaftler und Experten.

Die Redaktion der Russland-Analysen freut sich, dekoder als langfristigen Partner für die Bereitstellung von Übersetzungen russischer journalistischer Analysen gewonnen zu haben. Auf diesem Wege möchten wir helfen, die Zukunft eines wichtigen Projektes zu sichern und dem russischen Qualitätsjournalismus eine breitere Leserschaft zu ermöglichen. dekoder.org verbindet zwei Content-Typen, die sich gegenseitig ergänzen: übersetzte Originalbeiträge russischer Medien und Erklärtexte von Wissenschaftlern aus europäischen Universitäten. Beide greifen auf dekoder.org ineinander und stellen so ein Instrument zur Verfügung, um „Russland zu entschlüsseln“ und ein direktes Eintauchen in die Debatten des Landes zu ermöglichen.

Die Russland-Analysen werden gemeinsam von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, dem Deutschen Polen-Institut, dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien und dem Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung herausgegeben.

Frühere Ausgaben der Russland-Analysen ab 2003 finden Sie im Archiv.


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