Analyse Von Eduard Klein
Seit dem Zusammenbruch des Staatssozialismus hat Korruption in Russland stark zugenommen. Zahlreiche Studien belegen, dass Korruption vor allem auf der Alltagsebene, also zwischen Bürgern und rangniederen Beamten, weit verbreitet ist. Besonders häufig tritt Alltagskorruption im Bildungswesen auf. Während ursprünglich überwiegend Hochschulen von Korruption betroffen waren, weitet sich die Problematik inzwischen auf den primären und sekundären Bildungssektor aus. Dieser Artikel liefert einen Überblick über aktuelle Tendenzen der Korruption in der russischen Bildungslandschaft. (…)
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Dokumentation Von Kristina Puzarina, Ann-Catherine Roth
In Moskau und anderen russischen Städten wurden ab dem 11. November 2011 gezielt Razzien gegen illegale Arbeitsmigranten durchgeführt, innerhalb einer Woche kam es zu mehr als 1.500 Verhaftungen tadschikischer Gastarbeiter sowie zu zahlreichen Ausweisungen. Tadschikische Migranten, so hatte Konstanin Romodanowski, der Leiter der Föderalen Migrationsbehörde (FMS), Präsident Dmitrij Medwedew mitgeteilt, seien für den Großteil der Verstöße gegen die Einwanderungsgesetze verantwortlich. Das entschiedene Vorgehen gegen illegale tadschikische Arbeitsmigranten geschah nahezu zeitgleich mit der Verurteilung zweier russischer Staatsbürger in Tadschikistan zu langjährigen Haftstrafen. Zwei russische Piloten waren nur wenige Tage zuvor in Duschanbe (Tadschikistan) wegen unrechtmäßiger Grenzübertretung, Verletzung der Fluggesetze und Schmuggels zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt worden. (…)
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