Arbeitslosigkeit in Russland

Zum Weiterlesen

Analyse

Arbeitslosigkeit in Russland: Entwicklungen nach der Krise von 2008

Von Tatiana Karabchuk
Der russische Arbeitsmarkt ist gekennzeichnet durch eine relative niedrige Arbeitslosenquote. Diese liegt mittlerweile mit 6,5% wieder auf dem Stand von vor der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise. Eine Ursache hierfür ist, dass der Staat mit speziellen Anti-Krisen-Gesetzen die Möglichkeiten zur Entlassung von Arbeitnehmern einschränkte, so dass Arbeitgeber gezwungen waren, mit Kurzarbeit und verzögerten Gehaltszahlungen zu reagieren. Gleichzeitig gibt es in der russischen Gesellschaft soziale Gruppen, die weit überdurchschnittlich von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Der vorliegende Beitrag gibt einen kurzen Überblick über Entwicklung und Struktur der Arbeitslosigkeit in Russland. (…)
Zum Artikel
Analyse

Die russischen Gewerkschaften: soziales Engagement ist zu wenig

Von Evgeny Frank
Die Gewerkschaften der Sowjetunion waren große bürokratische Apparate, die eng mit der Partei und der Betriebsleitung zusammenarbeiteten. Ihre Aufgaben betrafen in erster Linie die sozialen Belange der Arbeitnehmer und die Produktionsorganisation. Seit dem Systemwechsel haben diese Organisationen in vielerlei Hinsicht schwer an ihrem sowjetischen Erbe zu tragen, und so wendet sich heute nur ein geringer Prozentsatz der Arbeitnehmer bei Verletzungen des Arbeitsrechts an die Gewerkschaft. Als Gegenentwurf zu den sowjetisch geprägten Gewerkschaften sind in den 1990er Jahren neue Vereinigungen entstanden, die sich aktiv am Kampf für die Rechte der Beschäftigten beteiligen und einige Erfolge verzeichnen können. Diese Gewerkschaften werden in Russland gebraucht, nicht zuletzt weil sie das Wirtschaftswachstum stimulieren und eine besondere soziokulturelle Rolle in der Gesellschaft spielen. (…)
Zum Artikel

Logo FSO
Logo DGO
Logo ZOIS
Logo DPI
Logo IAMO
Logo IOS