Analyse Von Robert Kusche
Trotz Repression durch staatliche Behörden hat sich in Russland eine rechtsextreme Bewegung etabliert. Sie erntet Zustimmung bei der Bevölkerung für ihre Parolen und kann sich so als vermeintlicher Vollstrecker des »Volkswillen« gerieren. Die Betroffenen und Hinterbliebene hingegen sind oftmals marginalisiert und ausgegrenzt.
Zum Artikel
Analyse Von Andreas Umland
In jüngeren Publikationen zum russischen Nationalismus wird häufig auf verschiedene extrasystemische Rechtsradikale sowie deren Verbindungen zur neuen urbanen Protestbewegung der RF eingegangen. Mindestens ebenso wichtig sind jedoch Entwicklungen im intrasystemischen Ultranationalismus des Putin-Regimes. In diesem Beitrag soll auf einige neue, extrem antiwestliche Intellektuellenzirkel eingegangen werden, die sich in den letzten beiden Jahren in Russland konstituiert haben. Im Angesicht der neuen Polarisierung zwischen Pro- und Anti-Putin-Kräften kommt es zu einem partiellen Schulterschluss des autoritären Regimes und seiner Propagandisten mit dem rechtsextremen Literati-Milieu sowie zu verstärkter Kooperation zwischen ehemals konkurrierenden antiwestlichen Intellektuellen, wie Sergej Kurginjan, Aleksandr Dugin und Aleksandr Prochanow. Die drei neuen, rabiat antiamerikanischen Diskussionsklubs, die hier kurz vorgestellt werden, schließen ein breites Spektrum von Publizisten, Journalisten, Politikern und Akademikern ein. (…)
Zum Artikel