Forschung und Innovationsförderung in Russland

Von Nikolai Beketov

Zusammenfassung
Die Förderung von Wissenschaft und Forschung ist eine zentrale Voraussetzung für die internationale Wettbewerbsfähigkeit einer modernen, industrialisierten Volkswirtschaft. Wenn Russland längerfristig seine Abhängigkeit von Rohstoff exporten reduzieren will, muss ein angemessene Innovationsförderung entwickelt werden. Der vorliegende Beitrag zeigt den Nachholbedarf auf, den Russland hier im internationalen Vergleich hat und beschreibt anhand der Kommunikations- und Computerbranchen mittlerweile erkennbare positive Tendenzen.

PDF-Datei in neuem Fenster anzeigen

Zum Weiterlesen

Analyse

Zwischen Markt und Macht

Von Jeronim Perovic
Nachdem Russland die südlichen Länder seines „nahen Auslandes“ in den 1990er Jahre politisch und wirtschaftlich stark vernachlässigt hatte, ist es seit dem Amtsantritt von Wladimir Putin dabei, verlorenes Terrain zurück zu gewinnen; allerdings nicht primär mit Hilfe seines Militärs, sondern über seine mächtigen Energieunternehmen. Die Expansion russischer Konzerne wie Gazprom, Lukoil oder RAO UES in den Südkaukasus (Armenien, Georgien, Aserbaidschan) und nach Zentralasien (Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan) hat bislang kaum für große Schlagzeilen in der westlichen Presse gesorgt. Dabei ist es diese Entwicklung, die mit darüber entscheidet, welche Gestalt die Beziehungen zwischen diesen Staaten und Russland in Zukunft annehmen werden.
Zum Artikel
Analyse

Die Ostseegaspipeline – Instrument der Versorgungssicherheit oder politisches Druckmittel?

Von Roland Götz
Als am 8. September 2005 in Berlin im Beisein von Bundeskanzler Schröder und Präsident Putin von den beteiligten Unternehmen eine Absichtserklärung zum Bau einer Erdgaspipeline durch die Ostsee unterzeichnet wurde, fi el der Startschuss für ein seit Jahren diskutiertes Projekt. An diesem ist der russische Gaskonzern Gazprom stark interessiert, weil mit der Unterwasserpipeline die Transitländer Belarus, Polen und die Ukraine umgangen werden, durch die alle Gasfernleitungen von Russland nach Westeuropa bisher führen. Auch die deutsche Wirtschaft, der Aufträge beim Bau des technisch anspruchsvollen, mehrere Milliarden Euro teuren Großprojekts winken, begrüßt das Vorhaben. Missstimmung wurde allerdings in Polen, dem Baltikum und der Ukraine erzeugt, weil dort der Eindruck entstanden war, Deutschland und Russland setzten sich über die Interessen anderer Länder hinweg. (…)
Zum Artikel

Logo FSO
Logo DGO
Logo ZOIS
Logo DPI
Logo IAMO
Logo IOS