Hinweis auf die Online-Chronik

Der aktuelle Teil sowie die gesamte Chronik seit 2003 zu Russland befinden sich auf der Seite der Russland-Analysen (http://www.laender-analysen.de/russland/) unter dem Reiter »Chronik« oder direkt unter diesem Link https://laender-analysen.de/russland-analysen/chronik?c=russland&i=1.

Sie wird regelmäßig um neue Einträge ergänzt und möglichst aktuell gehalten. Zusätzlich gibt es eine Kurzchronik für die Sowjetunion ab 1964 bzw. Russland ab 1992. Treuen Leser:innen der Chronik und allen Interessierten empfehlen wir sowohl von den Filterfunktionen unserer Webseite als auch dem reichen Angebot der Chroniken der Länder Ukraine, Belarus und oder Polen Gebrauch zu machen, um z. B. Ereignisse wie den Krieg gegen die Ukraine besser verfolgen zu können. Aktuell ist die Suche innerhalb der Chronik leider nur mit buchstabengenauen Stichworten möglich. Daher bitten wir alle Nutzer:innen auf die Schreibweise zu achten und ggf. mehrere Stichworte bei der Suche zu prüfen. Die Chronik wird zeitnah erstellt und basiert ausschließlich auf im Internet frei zugänglichen Quellen. Die Redaktion der Russland-Analysen kann keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben übernehmen.

Die Redaktion der Russland-Analysen

Zum Weiterlesen

Analyse

Russlands Agrarstrategie zwischen Importsubstitution und Marktinstabilität

Von Linde Götz, Tinoush Jamali Jaghdani
Russland hat in weniger als zwei Jahrzehnten eine radikale Transformation durchlaufen: vom massiv abhängigen Importeur zum globalen Nettoexporteur von Schweinefleisch. Getrieben durch die Doktrin zur Ernährungssicherheit der Russischen Föderation von 2010 und das Importembargo von 2014 hat der Kreml einen hochindustrialisierten Wirtschaftszweig geschaffen, der heute von gigantischen, vertikal organisierten Agrar-Holdings dominiert wird. Diese Entwicklung geht jedoch mit signifikanten systemischen Risiken einher. Die jüngst im European Review of Agricultural Economics veröffentlichte Studie »Import substitution and Russian food independence« von Linde Götz, Tinoush Jamali Jaghdani und Hernan A. Tejeda stellt fest, dass die Abkehr von regelbasierten WTO-Standards hin zu einer unvorhersehbaren, diskretionären Handelspolitik die Preisinstabilität (Volatilität) auf Erzeugerebene nahezu verdoppelt hat. (…)
Zum Artikel
Analyse

Russlands Weizenhandel mit den Huthi im Jemen: Geopolitische Dimensionen der Ernährungssicherheit

Von Sara Bazoobandi, Tinoush Jamali Jaghdani
Nachdem Russland infolge des Zusammenbruchs der Sowjetunion und der Auflösung der Volksdemokratischen Republik Jemen (Südjemen) jahrelang kaum präsent war, kehrte es nach der Invasion der Ukraine im Jahr 2022 verstärkt in die Region zurück. Diese Rückkehr hatte sich bereits nach der Jahrtausendwende schrittweise durch Weizenexporte abgezeichnet, als Russland zum weltweit größten Weizenexporteur aufstieg. Da der Jemen massiv von Importen abhängig ist, spielt die Logistik über die drei großen Häfen des Landes eine zentrale Rolle – zwei davon befinden sich unter der Kontrolle der Huthi-Miliz. Russland nutzt das durch den Arabischen Frühling ausgelöste Chaos des jemenitischen Bürgerkriegs gezielt aus. In diesem Paradigmenwechsel verbündet sich Moskau mit nichtstaatlichen Akteuren wie den Huthi. (…)
Zum Artikel

Logo FSO
Logo DGO
Logo ZOIS
Logo DPI
Logo IAMO
Logo IOS