Aktuelle Ausgabe der Ukraine-Analysen
Neue Chronik-Einträge
| Ukraine | 17.04.2026 | Seit Russlands Vollinvasion in der Ukraine sind 620 Angriffe auf Rekrutierungszentren bzw. deren Personal verübt worden, melden das Regionale Koordinationszentrum und eine Sonderkommission in Kyjiw unter Berufung auf Polizeidaten. Die meisten dieser Angriffe gab es demnach in den Regionen Charkiw (69), Dnipropetrowsk (45) und der Stadt Kyjiw (53). Anfang April starb ein Mitarbeiter des Rekrutierungszentrums in Lwiw, nachdem bei einer Kontrolle auf ihn eingestochen wurde. |
| Ukraine | 18.04.2026 | Im Kyjiwer Stadtteil Holosijiwskyj eröffnet ein Mann das Feuer auf Menschen. Der Amokschütze wird von der Polizei vor Ort erschossen. Der in Moskau geborene Mann war ukrainischer Staatsbürger und lebte zuvor in Bachmut. Fünf Menschen wurden getötet, zehn Verletzte ins Krankenhaus gebracht. Vier Geiseln habe die Polizei befreien können. Die Staatsanwaltschaft ermittelt und stuft den Amoklauf als Terroranschlag ein. Auch gegen einige Polizeibeamte wird ermittelt, weil sie unrechtmäßig den Tatort verlassen und den Täter zu spät gestoppt haben sollen. Der Leiter der Kyjiwer Streifenpolizei tritt daraufhin zurück. Innenminister Ihor Klymenko verurteilt den Vorfall und betont, dass die bisherige Gesetzgebung zum Waffenbesitz noch einmal überdacht werde. |
| Ukraine | 20.04.2026 | Russland greift in der Nacht massiv die Eisenbahninfrastruktur der Region Charkiw an. Waggons, Betriebshöfe, Teile des Fahrleitungsnetzes und der Stromversorgung sowie ein Bahnhofsgebäude werden beschädigt. Allein seit Jahresbeginn wurden über 600 Angriffe auf die ukrainische Eisenbahn mit mehr als 1800 Schadensfällen verzeichnet. |
| Ukraine | 20.04.2026 | Bei russischen Luftangriffen trifft eine Drohne das Haus des Technologie-Beraters des ukrainischen Verteidigungsministers, Serhij „Flash“ Beskrestnow. Das Haus wird fast vollständig zerstört, Beskrestnow wird verletzt und im Krankenhaus behandelt. |
| Ukraine | 20.04.2026 | Europol-Ermittlungen spüren 45 nach Russland verschleppte ukrainische Kinder auf und übergeben die Informationen an die ukrainischen Behörden, so die Polizeibehörde. Russland soll Tausende ukrainischer Kinder nach Russland verschleppt haben. |
Über die Ukraine-Analysen
Die Ukraine-Analysen bieten regelmäßig kompetente Einschätzungen aktueller politischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Entwicklungen in der Ukraine. Sie machen das Wissen, über das die wissenschaftliche Forschung in reichem Maße verfügt, für Politik, Wirtschaft, Medien und die interessierte Öffentlichkeit verfügbar. Autoren sind internationale Fachwissenschaftler und Experten.
Die Ukraine-Analysen werden gemeinsam von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, dem Deutschen Polen-Institut, dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien und dem Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung herausgegeben.
Alle bisher erschienenen Ausgaben der Ukraine-Analysen können im Archiv heruntergeladen werden.
