Aktuelle Ausgabe der Ukraine-Analysen
Neue Chronik-Einträge
| Ukraine | 14.01.2026 | Die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen erklärt während einer Pressekonferenz in Brüssel Details des Ukraine-Hilfskredits der EU im Umfang von 90 Mrd. Euro. Davon sind 60 Milliarden Euro für Militärausgaben vorgesehen, die restlichen 30 Milliarden Euro werden zur Unterstützung des ukrainischen Haushalts bereitgestellt, so von der Leyen. Die Mittel wurden im Dezember 2025 beschlossen, da der Ukraine ohne zusätzliche Unterstützung bis Mitte 2026 das Geld ausgehen würde. |
| Ukraine | 14.01.2026 | Dem neuen ukrainischen Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow zufolge werden zwei Millionen Ukrainer wegen Wehrdienstverweigerung gesucht, weitere 200.000 Soldaten seien inoffiziell abwesend (AWOL). Die schwierige Personalsituation an der Front zählt aktuell zu den größten Problemen der ukrainischen Armee; konkrete Zahlen waren bisher aber nicht bekannt. |
| Ukraine | 14.01.2026 | Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ruft einen Notstand im Energiesektor aus. Er kritisiert vor allem die Behörden und Leitung der Hauptstadt, weil sie Kyjiw nicht ausreichend auf mögliche Blackouts vorbereitet haben. In ebenfalls stark von Russlands Luftangriffen betroffenen Städten wie Odesa, Dnipro, Krywyj Rih und besonders Charkiw seien deutlich mehr Vorkehrungen getroffen worden, so Selenskyj. |
| Ukraine | 14.01.2026 | Die unabhängigen ukrainischen Antikorruptionsbehörden NABU und SAPO ermitteln gegen die Vorsitzende der Fraktion „Batkiwschtschyna“, Julija Tymoschenko. Dafür wird auch ihr Büro durchsucht. Den Ermittlungen zufolge soll Tymoschenko Parlamentsabgeordnete im Voraus dafür bezahlt haben, damit diese bei Abstimmungen in Tymoschenkos Sinne abstimmen. Der Fall soll laut Medienberichten in Zusammenhang stehen mit vorherigen Korruptionsermittlungen Ende Dezember 2025, in deren Zuge die Antikorruptionsbehörden mehrere Abgeordnete der Korruption beschuldigten. |
| Ukraine | 14.01.2026 | Das ukrainische Parlament bestätigt die Ernennung zwei wichtiger Minister: Die seit dem „Minditsch-Gate“ vakante Stelle des Energieministers bekleidet nun der bisherige Verteidigungsminister Denys Schmyhal. Dessen Stelle übernimmt der bisherige Minister für digitale Transformation, Mychajlo Federow. Am Vortrag war die Ernennung von Schmyhal zunächst gescheitert |
Über die Ukraine-Analysen
Die Ukraine-Analysen bieten regelmäßig kompetente Einschätzungen aktueller politischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Entwicklungen in der Ukraine. Sie machen das Wissen, über das die wissenschaftliche Forschung in reichem Maße verfügt, für Politik, Wirtschaft, Medien und die interessierte Öffentlichkeit verfügbar. Autoren sind internationale Fachwissenschaftler und Experten.
Die Ukraine-Analysen werden gemeinsam von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, dem Deutschen Polen-Institut, dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien und dem Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung herausgegeben.
Alle bisher erschienenen Ausgaben der Ukraine-Analysen können im Archiv heruntergeladen werden.
