Analyse Von Josephine Bollinger-Kanne
Zur Jahreswende 2005/2006 schlugen die Wellen in den Verhandlungen zwischen der Ukraine und der Russischen Föderation in Sachen Erdgas wieder einmal hoch. Die beteiligten Akteure aus Politik und Wirtschaft auf russischer und ukrainischer Seite traten dabei im jüngsten Konfl ikt im Vergleich zu vorangehenden Verhandlungsgängen mit ihren Positionen und Argumenten besonders unversöhnlich auf. Der Beitrag gibt einen Überblick über die von den beiden Seiten im Verlauf des Streits bezogenen Positionen.
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Analyse Von Roland Götz
Der Gasexport der Sowjetunion erfolgte fast ausschließlich durch die Leitungen des ukrainischen Gastransmissionssystems (UGTS). Durch den Bau der durch Belarus führenden »Jamal-Europa«-Gasleitung sowie die Offshore-Pipelinesysteme »Blue Stream« und »Nord Stream« hat das UGTS seine Monopolstellung bereits eingebüßt. Wenn zusätzlich noch »Nord Stream-2« (NS2) sowie »Turkish Stream« (TS) in Betrieb gehen, verbleibt dem UGTS die Rolle eines Ergänzungssystems für Gazproms Gasexport. Integriert in den europäischen Gasmarkt kann es jedoch neue Aufgaben übernehmen.
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