Die ukrainische Wirtschaft zum Jahresanfang 2009: Ein schwieriges Jahr voraus!

Von Ricardo Giucci, Robert Kirchner

Zusammenfassung
Die Ukraine erlebt zum Jahreswechsel 2008/2009 eine harte wirtschaftliche Landung. Rapide Wachstumseinbrüche auf breiter Front, eine deutliche Abwertung der Währung sowie die fragile Situation im Bankensektor bestimmen das Bild. Dem IWF-Programm kommt jetzt die zentrale Bedeutung zu, die Rezession nicht in einen unkontrollierten finanziellen und wirtschaftlichen Kollaps münden zu lassen. Dies wird allerdings nur gelingen, sofern das Programm konsistent durchgeführt wird. Es gibt vereinzelte Anzeichen, dass in bestimmten Punkten von den Vereinbarungen mit dem IWF abgewichen wird (z. B. beim Budgetdefizit), d. h. die Implementierungsrisiken steigen. Hier ist es dringend nötig, schnell wieder auf den Weg der getroffenen Vereinbarungen zurückzukehren, da sonst ein wichtiger Stabilisierungsanker wegfällt, was die Situation dramatisch verschlechtern würde. Das Basisszenario sieht bei Umsetzung des Programms eine graduelle Erholung der Wirtschaft in den nächsten Jahren vor. Hohe Wachstumsraten des Einkommens privater Haushalte und ihrer Konsumausgaben wie vor der Krise wird es allerdings so bald nicht mehr geben.

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Analyse

Die Ukraine in wirtschaftsbezogenen Länderrankings. Wirtschaftssystem und Geschäftsumfeld im internationalen Vergleich

Von Heiko Pleines
Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von wirtschaftsbezogenen Länderrankings. Hier wird nun untersucht, wie die Ukraine in diesen Rankings abschneidet. Dabei zeigt sich, dass die Ukraine zwar politisch nicht aber wirtschaftlich in ihrer Entwicklung näher an der EU liegt als die übrigen GUS-Länder. Hinzu kommt, dass die Bewertung der Ukraine sich seit der Orangen Revolution nicht nachhaltig verbessert hat. Zu beachten ist, dass die Aussagekraft der Rankings aufgrund methodischer Probleme eingeschränkt ist. (…)
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Analyse

Die ukrainische Wirtschaft im Spannungsfeld externer und interner Risikofaktoren

Von Ricardo Giucci, Robert Kirchner
Die meisten makroökonomischen Indikatoren der Ukraine entwickeln sich in letzter Zeit in die richtige Richtung. Dies gilt vor allem für die Industrieproduktion, die Inflation und die Leistungsbilanz. Das Land scheint sich langsam von dem massiven externen Schock vom Herbst 2008 zu erholen; die externen Risiken sind bei weitem nicht mehr so gravierend wie noch vor einigen Monaten. Trotz dieser positiven Entwicklung bleibt die wirtschaftliche Lage sehr fragil. Anstelle externer Risiken, treten nun im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen im Januar 2010 zunehmend interne Risikofaktoren in Erscheinung. (…)
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