Der russisch-ukrainische Erdgasstreit: Fortsetzung ohne Ende?

Von Jonas Grätz

Zusammenfassung
Die Unterbrechung der Gaslieferungen durch Russland im Januar 2009 liegt nun bereits fünf Monate zurück. Die damals geschlossenen Gasverträge konnten den Gasfluss zwar wieder herstellen, haben jedoch die zugrunde liegenden strukturellen und institutionellen Probleme nicht gelöst. Einige Probleme treten heute noch deutlicher zu Tage. Der Artikel beleuchtet die Entwicklungen seit Unterzeichnung der Verträge. Zentral sind dabei Fragen nach der Begleichung der Gasrechung, der Rolle der EU und der Funktion der Zwischenhändler.

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Analyse

Der ukrainisch-russische Erdgaskonflikt 2014. Streitpunkte, Verhandlungen und Perspektiven für die Ukraine

Von Heiko Pleines
Russland ist der wichtigste Erdgaslieferant sowohl Deutschlands als auch der EU. Die Ukraine wiederum ist das wichtigste Transitland für die russischen Lieferungen. Die Drohung des staatlichen russischen Erdgaskonzerns Gazprom im Zuge des aktuellen russisch-ukrainischen Konfliktes die Lieferungen in die Ukraine einzustellen, betrifft deshalb sowohl die Ukraine als auch die EU. Der vorliegende Beitrag gibt einen Überblick über die aktuellen Streitpunkte und den Verlauf der Verhandlungen sowie eine Einschätzung der Perspektiven für die Ukraine als Transitland und als Endverbraucher von Erdgas.
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Analyse

Der gerechte Gaspreis für die Ukraine: Preisformeln, Verhandlungen und Schiedsgerichtsverfahren ersetzen den Markt

Von Roland Götz
In Russlands europäischen Nachbarstaaten, darunter in der Ukraine, ist Gas aus Russland trotz niedrigerer Transportkosten teurer als in Westeuropa. Das liegt daran, dass in Europa kein einheitlicher Gasmarkt existiert und Gazprom daher nach nationaler Marktlage differenzierte Exportpreise durchsetzen kann. Gasimporteure können allerdings in Revisionsverhandlungen der Gaslieferverträge Preissenkungen erreichen. Die laufenden Verfahren vor Schiedsgerichten und das Antitrustverfahren der Wettbewerbsbehörde der EU werden ebenfalls Preisminderungen bewirken. Dagegen ist in naher Zukunft weder ein gemeinsamer Gaseinkauf der EU-Staaten noch ein vereinheitlichter Exportpreis Gazproms zu erwarten. (…)
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