Analyse Von Suzy Blondin
Die Covid-19-Pandemie betrifft die ganze Welt, die getroffenen Maßnahmen und die Art und Weise, wie Individuen sie wahrnehmen, sind jedoch sehr kontextspezifisch. Der auf meiner Feldforschung basierende Artikel versucht einige anthropologische Einblicke zu geben, wie eine globale Pandemie in einigen abgeschiedenen Berggemeinden des Pamirs in Tadschikistan wahrgenommen und erfahren wird. Der Artikel bezieht sich auf die Einwohner des Autonomen Gebietes Berg-Badachschan, das einen Großteil des Pamirgebirges umfasst. Die offizielle tadschikische Bezeichnung für das Gebiet lautet Viloyati Mukhtori Kuhistoni Badakhshon (VMKB), jedoch ist weiterhin auch die russische Bezeichnung Gorno-Badachschanskaja Awtonomnaja Oblast (GBAO) geläufig. Die VMKB liegt im östlichen Tadschikistan, schließt die höchsten Gipfel des Landes ein und grenzt an Afghanistan, China und Kirgistan. (…)
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Analyse Von Andrea Schmitz, Alexander Wolters
Die Proteste in der arabischen Welt werden in Zentralasien lebhaft rezipiert und wecken dort Hoffnungen und Befürchtungen. Wie in den Revolutionsländern der arabischen Welt ist die Altersgruppe der 15 – 24-Jährigen in Zentralasien überproportional stark vertreten, und auch dort kreieren politische Entmündigung und wirtschaftliche Perspektivlosigkeit hohe Frustrationspotentiale. Gleichzeitig haben der Ausbau neuer Kommunikationstechnologien und damit der Zugriff auf soziale Medien die Ereignisse in Tunesien, Ägypten und Libyen in den eigenen Erfahrungshorizont gerückt. Die staatlichen Autoritäten in Zentralasien begegnen dem neuen Grad der Vernetzung über das Internet und neuen Hoffnungen auf Veränderung mit verstärkten Kontroll- und Zensurmaßnahmen, die sozialen Protest zwar in Schach halten, dessen Ursachen jedoch nicht berühren und den Anschluss Zentralasiens an die digitale Welt auf Dauer nicht verhindern werden.
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