Analyse Von Suzy Blondin
Die Covid-19-Pandemie betrifft die ganze Welt, die getroffenen Maßnahmen und die Art und Weise, wie Individuen sie wahrnehmen, sind jedoch sehr kontextspezifisch. Der auf meiner Feldforschung basierende Artikel versucht einige anthropologische Einblicke zu geben, wie eine globale Pandemie in einigen abgeschiedenen Berggemeinden des Pamirs in Tadschikistan wahrgenommen und erfahren wird. Der Artikel bezieht sich auf die Einwohner des Autonomen Gebietes Berg-Badachschan, das einen Großteil des Pamirgebirges umfasst. Die offizielle tadschikische Bezeichnung für das Gebiet lautet Viloyati Mukhtori Kuhistoni Badakhshon (VMKB), jedoch ist weiterhin auch die russische Bezeichnung Gorno-Badachschanskaja Awtonomnaja Oblast (GBAO) geläufig. Die VMKB liegt im östlichen Tadschikistan, schließt die höchsten Gipfel des Landes ein und grenzt an Afghanistan, China und Kirgistan. (…)
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Analyse Von Meike Geppert, Constanze von Oppeln
Die Weizenpreise haben im Juli dieses Jahres in Tadschikistan ein Rekordniveau erreicht. Die Ergebnisse einer Umfrage unter Kleinbauern im südtadschikischen Gebiet Chatlon durch Mitarbeiter der Welthungerhilfe zeigen, dass dies für die Produzenten keineswegs die zu erwartenden positiven Folgen hat, sondern im Gegenteil eine weitere Verarmung bewirkt. Tasdschikistans große Abhängigkeit von Getreideimporten hat zur Folge, dass die globalen Preissteigerungen voll durchschlagen. Die geringe Markteinbindung der Kleinbauern verhindert aber, dass sie beim Verkauf von besseren Preisen für Weizen profitieren. Gleichzeitig müssen sie beim im Frühjahr notwendigen Zukauf von Weizen und beim Kauf anderer Lebensmittel mehr als gewohnt zahlen. (…)
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