Der Streit um das Kaschagan-Ölfeld – Ressourcennationalismus oder Emanzipation auf Kasachisch?

Von Birgit Brauer

Zusammenfassung
Mitte Januar 2008 wurde der seit Monaten zwischen dem kasachischen Energiekonzern KazMunaiGaz und einem von der italienischen Ölfirma Eni geführten internationalen Konsortium schwelende Streit um das Kaschagan-Ölfeld im Kaspischen Meer zugunsten der kasachischen Seite beigelegt. Die harte kasachische Verhandlungsposition hat viele westliche Medien zu Vergleichen mit der forschen Vorgehensweise Russlands oder Venezuelas gegenüber ausländischen Investoren veranlasst. Doch dieser Vergleich hinkt, denn die Kasachen hatten guten Grund, mit Eni unzufrieden zu sein. Die Konsortiumsmitglieder sind noch glimpflich davongekommen.

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Analyse

Zusammenarbeit in Zentralasien – Neue Tendenzen und Perspektiven

Von Birgit Wetzel
Im Juni 2007 verabschiedete die EU einstimmig die erste Zentralasien-Strategie, im Mai 2019 die zweite Strategie mit dem Ziel, die Region in ihrer Zusammenarbeit und Entwicklung zu Demokratie und Marktwirtschaft nachhaltig zu unterstützen. Ihre Ziele wurden bis heute nur teilweise erreicht. Aber seit dem Tod des ersten Präsidenten von Usbekistan, Islom Karimow, und dem Amtsantritt seines Nachfolgers Schawkat Mirsijojew hat sich sowohl die regionale Zusammenarbeit, als auch die Zusammenarbeit mit der EU zunehmend entwickelt. Regelmäßige Treffen von Funktionsträgern auf unterschiedlichen Ebenen haben zum Abbau alter Rivalitätsmuster beigetragen und das Vertrauen untereinander gestärkt. Die Region hat sich im Inneren gefestigt und strukturiert, auch wenn ihr institutioneller Rahmen noch locker ist. (…)
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Analyse

Zusätzliche Lunten für das Pulverfass Fergana-Tal. Entwicklungszusammenarbeit in konfliktsensiblem Umfeld

Von Aikokul Maksutova, Alois Schläffer
Das Fergana-Tal wird von der internationalen Gemeinschaft schon seit Jahren als konfliktträchtiges Pulverfass im Herzen Zentralasiens betrachtet. Knappe Ressourcen, problematische Beziehungen zwischen unterschiedlichen ethnischen Gruppierungen und unklare Grenzverläufe sind nur einige der Herausforderungen, die in diesem Zusammenhang immer wieder genannt werden. Internationale Akteure versuchen, diese Problemlagen durch gezielte Unterstützungsleistungen zu entschärfen – mit gemischtem Erfolg, wie die Autoren am Beispiel eines Projektes zur Verbesserung der Trinkwasserversorgung im kirgisischen Gebiet Batken zeigen.
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