Länder-Analysen

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Aus den aktuellen Analysen
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Russland-Analysen Nr. 480

Die Migrationspolitik der Russischen Föderation

In dem Beitrag wird der Konflikt zwischen wirtschaftlicher Zweckmäßigkeit und den Imperativen nationaler Sicherheit in der Migrationspolitik Russlands analysiert. Es wird nachverfolgt, wie sich die Prioritäten des Staates verändert haben, wobei ein besonderer Blick den neuen Mechanismen zur Kontrolle und dem Umbau der Beziehungen zwischen den Institutionen in diesem Bereich gilt. Abschließend wird eine Bewertung der langfristigen Folgen vorgenommen, die die aktuellen Veränderungen auf das Migrationssystem Russlands haben werden.

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Belarus-Analysen Nr. 82

Zwischen Russland und der EU:
Exil, Abhängigkeit und geopolitische Orientierung der belarusischen demokratischen Opposition

Seit den Protesten von 2020 und der russischen Vollinvasion in die Ukraine im Jahr 2022 hat die belarusische demokratische Opposition ihren Kampf gegen das Regime von Lukaschenka zunehmend als einen Kampf für nationale Souveränität und Emanzipation von russischer Dominanz dargestellt. Die Opposition agiert im Exil und hat sich an die Europäische Union als wichtigsten Partner und symbolischen Referenzpunkt gewandt. Sie versucht bei ihrer Arbeit im Ausland weiterhin, eine größere Distanz zwischen Russland und Belarus herzustellen und das Land enger an die EU zu binden. (…)

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Zentralasien-Analysen Nr. 171

Zwischen kollektiver Unterdrückung und fragmentierter Diaspora:
Die pamirische Emigration aus Berg-Badachschan seit 2022

Khursand Khurramov
Der Beitrag untersucht die umfassende Emigration aus dem Autonomen Gebiet Berg-Badachschan (GBAO) in Tadschikistan seit 2022 als Folge der bis heute anhaltenden Unterdrückung der pamirischen Minderheit durch das autoritäre Regime in Duschanbe. Er zeigt, wie sich die vormals wirtschaftlich motivierte Arbeitsmigration aus der Pamir-Region in eine politisch bedingte, langfristige Emigration wandelte, wobei Russland aufgrund der engen Zusammenarbeit mit den tadschikischen Behörden keine sichere Option mehr darstellt. Anhand neuer Emigrationsrouten nach Europa und Nordamerika sowie der Erfahrungen pamirischer Migranten analysiert der Beitrag die institutionellen Grenzen westlicher Asylsysteme im Umgang mit kollektiver Verfolgung. (…)
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Polen-Analysen Nr. 362

Der Zivilschutz in Polen als Element der staatlichen Krisenvorsorge

Jens Boysen
Im Kontext der seit dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 entstandenen verschärften Bedrohungslage für Polen hat der polnische Staat systematisch die Vergrößerung und Modernisierung seiner Streitkräfte vorangetrieben. Dies geschah sowohl unter der nationalkonservativen Regierung, die von der Partei Recht und Gerechtigkeit (Prawo i Sprawiedliwość – PiS) geführt wurde (2015–2023), als auch unter der von der Bürgerplattform (Platforma Obywatelska – PO) angeführten liberalen Koalition (seit 2023). Die Verstärkung der Reserve durch die militärische Ausbildung von Bürgern, die bislang von der Pflicht zur Landesverteidigung nicht erfasst wurden, sowie regelmäßige Wehrübungen bilden dabei das zentrale Bindeglied zwischen Armee und Zivilbevölkerung. (…)
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Neue Chronik-Einträge
Ukraine30.04.2026Ukraine — 30.04.2026
Die EU-Staaten bereiten ein Paket vorübergehender Erleichterungen für die Ukraine vor, um das Land näher an die Union heranzuführen, nachdem Pläne für einen beschleunigten Vollbeitritt abgelehnt wurden. Wie Politico berichtet, soll das sich abzeichnende Angebot einen besseren Marktzugang und eine stärkere Beteiligung an EU-Programmen und -Institutionen beinhalten.
Ukraine30.04.2026Ukraine — 30.04.2026
Die Ukrainer:innen verlieren ihr Vertrauen in Sicherheitsgarantien Europas und der USA im Falle eines erneuten Angriffs Russlands. Die jüngste Umfrage des Kyjiwer Internationalen Instituts für Soziologie (KIIS) zeigt, dass mit 52 Prozent der Befragten nur noch eine gute Hälfte darauf vertrauen würde, dass Europa im Falle eines erneuten Angriffs Russlands die notwendige Unterstützung zur Abwehr leisten würde. Anfang des Jahres lag dieser Wert noch bei 59 Prozent. Gleichzeitig steigt der Anteil derjenigen, die eindeutig nicht an solchen Beistand glauben, von 31 auf 41 Prozent.
Ukraine28.04.2026Ukraine — 28.04.2026
Polen überstellt den russischen Archäologen Oleksandr Butjagin an Russland. Butjagyn wird von ukrainischer Seite beschuldigt, für illegale Ausgrabungen und Zerstörung von Kulturerbe auf der von Russland besetzten Krym verantwortlich zu sein, und sollte dort eigentlich vor Gericht gestellt werden.
Ukraine28.04.2026Ukraine — 28.04.2026
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft Israel vor, Schiffe mit von Russland gestohlenem ukrainischem Getreide aufzunehmen, und kündigt Sanktionen dagegen an.
Ukraine28.04.2026Ukraine — 28.04.2026
Seit einer Woche attackiert die ukrainische Armee immer wieder russische Ölraffinerien in Tuapse an der russischen Schwarzmeerküste. Die Anlage gehört dem staatlichen Energiekonzern Rosneft und zählt zu den wichtigsten Verarbeitungsstandorten für Erdöl in Russland. Auch andere Standorte für den Export fossiler Brennstoffe nimmt die Ukraine ins Visier.
Über die Länder-Analysen

Die Länder-Analysen bieten regelmäßig im kostenlosen Abonnement kompetente Einschätzungen aktueller politischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Entwicklungen in Ostmitteleuropa, Osteuropa und Zentralasien. Alle Länder-Analysen verstehen sich als Teil eines gemeinsamen Projektes, das der wissenschaftlich fundierten, allgemeinverständlich formulierten Analyse der Entwicklungen im östlichen Europa, der Offenheit für verschiedene inhaltliche Positionen und der kostenlosen und nicht-kommerziellen Information einer breit verstandenen interessierten Öffentlichkeit verpflichtet ist.

Für die Länder-Analysen schreiben internationale Fachwissenschaftler/innen und Expert/innen. Die Redaktionen der Länder-Analysen bestehen aus Wissenschaftler/innen mit langjähriger Forschungserfahrung zu den jeweiligen Ländern. Angaben zu den jeweiligen Redaktionen finden sich auf der Seite Redaktionen/Beiräte und im Impressum in jeder einzelnen Ausgabe.

Die deutschsprachigen Länder-Analysen werden gemeinsam von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, dem Deutschen Polen-Institut, dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien und dem Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung herausgegeben.

Bereits seit 2003 erscheinen die Russland-Analysen. 2006 wurde das Länderspektrum um Ukraine-Analysen und Polen-Analysen erweitert. 2008 sind zusätzlich die Zentralasien-Analysen hinzugekommen, die sich mit aktuellen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan beschäftigen. Seit 2011 gibt es außerdem noch Belarus-Analysen. Für nähere Informationen zu den einzelnen Länder-Analysen wählen Sie das entsprechende Angebot bitte über die Navigation.

Alle Angebote können kostenlos per E-Mail abonniert werden. Bei den einzelnen Länder-Analysen stehen auch jeweils Archive aller bisher erschienen Ausgaben mit Autoren- und Themenindizes zur Verfügung sowie eine fortlaufende Chronik aktueller Ereignisse.

Zusätzlich besitzen die Länder-Analysen drei englischsprachige Partner-Publikationen, die von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen gemeinsam mit dem Center for Security Studies der ETH Zürich, dem Center for Eastern European Studies der Universität Zürich und weiteren Institutionen herausgegeben werden: Ukrainian Analytical Digest, Russian Analytical Digest und Caucasus Analytical Digest

Falls Sie regelmäßig aktuelle Analysen und Kommentare der Redaktionen der Länder-Analysen sowie der herausgebenden Institutionen lesen wollen, finden Sie fast täglich aktuelle Links unter: https://bsky.app/profile/laenderanalysen.bsky.social

 


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