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Neu ab Januar bei den englischsprachigen Schwesterpublikationen der Länder-Analysen
Belarus Analytical Digest (von der Redakteurin der Belarus-Analysen)
Aktuelle Analysen zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine auch
bei den englisch-sprachigen Schwesterpublikationen der Länder-Analysen:
Aus den aktuellen Analysen
Die Konföderation – Sammelbecken rechter Nationalisten oder demokratische Alternative?
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Neue Chronik-Einträge
| Russland | 09.12.2026 | Die russische Zentralbank gibt erstmals Staatsanleihen in chinesischer Währung (Yuan) aus. Durch den Verkauf der Anleihen übernimmt der russische Staat Yuan-Guthaben von inländischen Banken, die aus dem Handel mit China stammen. Hintergrund ist die stärkere wirtschaftliche Ausrichtung auf China infolge westlicher Sanktionen seit dem großflächigen Angriff Russlands auf die Ukraine im Jahr 2022. Die Maßnahme gilt als politisches Signal gegen die Dominanz des US-Dollars. |
| Russland | 24.12.2025 | Der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates und frühere Präsident Dmitrij Medwedew erklärt, die russische Armee habe im Jahr 2025 insgesamt 417.000 Zeitsoldat:innen unter Vertrag genommen und zusätzlich rund 36.000 Freiwillige gewonnen; er führt diese Zahlen auf den „Patriotismus der Bürger:innen“ zurück. Zugleich haben mehrere Regionen einmalige Prämien für Neuverpflichtete reduziert, während Verteidigungsminister Andrej Beloussow im August erklärte, die von Präsident Wladimir Putin bis 2026 vorgegebenen Rekrutierungsziele für eine Truppenstärke von 1,5 Mio. Angehörigen würden „im Allgemeinen erfüllt“. |
| Russland | 19.12.2025 | Russland und die Ukraine tauschen die Leichname von insgesamt 1.029 im Kampf getöteter Soldat:innen aus. Russland übergibt dabei 1.003 Leichname ukrainischer Soldat:innen und erhält im Gegenzug die sterblichen Überreste von 26 russischen Militärangehöriger auf Grundlage einer im Juni in Istanbul geschlossenen Vereinbarung. |
| Russland | 19.12.2025 | Die Russische Zentralbank senkt ihren Leitzins um 0,5 Prozentpunkte auf 16 Prozent und setzt damit die fünfte Zinssenkung im Jahr 2025 fort. Die Zentralbank kündigt zugleich an, die restriktive Geldpolitik noch über einen längeren Zeitraum beizubehalten. |
| Russland | 19.12.2025 | Die Preise für die russische Rohölsorte Urals fallen unter dem Druck verschärfter US-Sanktionen auf den niedrigsten Stand seit der Corona-Pandemie. Laut dem Branchenanbieter Argus kostet Urals mit Verladung im Hafen Noworossijsk 34,52 US‑Dollar pro Barrel, womit der Preis etwa halb so hoch ist wie zu Jahresbeginn; die Abschläge gegenüber der Referenzsorte Brent erreichen je nach Exporthafen 23 – 25 US‑Dollar pro Barrel. Ein Teil der für China bestimmten Lieferungen wird mit einem Abschlag von bis zu 35 US‑Dollar pro Barrel verkauft, was einem Preis von unter 30 US‑Dollar entspricht, nachdem indische Raffinerien sich zunehmend weigern, russische Öllieferungen abzunehmen. Nach Angaben des Finanzministeriums sinken die Öl‑ und Gaseinnahmen im November im Vorjahresvergleich um 34 Prozent, kumuliert über die ersten elf Monate um 21 Prozent. Der Haushalt 2025 war zunächst auf einer erwarteten Ölpreisbasis von 69 US‑Dollar und Einnahmen von 10,94 Billionen Rubel (etwa 115 Mrd. Euro) aus der Öl‑ und Gasbranche kalkuliert worden, später aber bei einem angenommenen Ölpreis von 58 US‑Dollar auf 8,65 Billionen Rubel (etwa 91,5 Mrd. Euro) nach unten korrigiert worden. |
Über die Länder-Analysen
Die Länder-Analysen bieten regelmäßig im kostenlosen Abonnement kompetente Einschätzungen aktueller politischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Entwicklungen in Ostmitteleuropa, Osteuropa und Zentralasien. Alle Länder-Analysen verstehen sich als Teil eines gemeinsamen Projektes, das der wissenschaftlich fundierten, allgemeinverständlich formulierten Analyse der Entwicklungen im östlichen Europa, der Offenheit für verschiedene inhaltliche Positionen und der kostenlosen und nicht-kommerziellen Information einer breit verstandenen interessierten Öffentlichkeit verpflichtet ist.
Für die Länder-Analysen schreiben internationale Fachwissenschaftler/innen und Expert/innen. Die Redaktionen der Länder-Analysen bestehen aus Wissenschaftler/innen mit langjähriger Forschungserfahrung zu den jeweiligen Ländern. Angaben zu den jeweiligen Redaktionen finden sich auf der Seite Redaktionen/Beiräte und im Impressum in jeder einzelnen Ausgabe.
Die deutschsprachigen Länder-Analysen werden gemeinsam von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, dem Deutschen Polen-Institut, dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien und dem Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung herausgegeben.
Bereits seit 2003 erscheinen die Russland-Analysen. 2006 wurde das Länderspektrum um Ukraine-Analysen und Polen-Analysen erweitert. 2008 sind zusätzlich die Zentralasien-Analysen hinzugekommen, die sich mit aktuellen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan beschäftigen. Seit 2011 gibt es außerdem noch Belarus-Analysen. Für nähere Informationen zu den einzelnen Länder-Analysen wählen Sie das entsprechende Angebot bitte über die Navigation.
Alle Angebote können kostenlos per E-Mail abonniert werden. Bei den einzelnen Länder-Analysen stehen auch jeweils Archive aller bisher erschienen Ausgaben mit Autoren- und Themenindizes zur Verfügung sowie eine fortlaufende Chronik aktueller Ereignisse.
Zusätzlich besitzen die Länder-Analysen drei englischsprachige Partner-Publikationen, die von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen gemeinsam mit dem Center for Security Studies der ETH Zürich, dem Center for Eastern European Studies der Universität Zürich und weiteren Institutionen herausgegeben werden: Ukrainian Analytical Digest, Russian Analytical Digest und Caucasus Analytical Digest
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