Länder-Analysen

Aktuelles

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Neu ab Januar bei den englischsprachigen Schwesterpublikationen der Länder-Analysen

Belarus Analytical Digest (von der Redakteurin der Belarus-Analysen)

Moldovan Analytical Digest

 

Aktuelle Analysen zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine auch

bei den englisch-sprachigen Schwesterpublikationen der Länder-Analysen:

Ukrainian Analytical Digest und Russian Analytical Digest

Aus den aktuellen Analysen
Titelbild
Belarus-Analysen Nr. 80

Im Schatten des Krieges in der Ukraine:
Evolution der militärischen Zusammenarbeit zwischen Russland und Belarus

Dieser Beitrag untersucht die Evolution der militärischen Zusammenarbeit zwischen Russland und Belarus nach der russischen Vollinvasion in die Ukraine und der Verstrickung von Belarus dabei. Der Beitrag konzentriert sich auf die Rolle von Minsk bei der Unterstützung Russlands und die Veränderungen, die hier erfolgten. Dabei wird die logistische, technologische und mediale Unterstützung durch Belarus herausgearbeitet. (…)

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Titelbild
Zentralasien-Analysen Nr. 170

Der Mittelkorridor und die neue Zentralität Eurasiens

Der Mittelkorridor verbindet China und Europa über Zentralasien, den Südkaukasus, das Schwarze Meer und die Türkei. Ursprünglich als Infrastrukturkonzept in den 2000er Jahren entwickelt, hat er sich inzwischen zu einem geopolitischen Projekt zur Umgestaltung der regionalen Ordnung in Eurasien gewandelt. Diese Entwicklung wird vor allem durch den Niedergang der russischen Hegemonie im postsowjetischen Raum und durch die wachsende regionale Diplomatie geprägt. (…)

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Ukraine-Analysen Nr. 324

Gefangen zwischen Front und Grenze? Einstellungen zu Mobilisierung und Reisebeschränkungen in der Ukraine nach 2022

Yana Lysenko
Seit Beginn der russischen Vollinvasion zählen Mobilisierungsmaßnahmen und kriegsbedingte Ausreisebeschränkungen für Männer zu den sensibelsten und gesellschaftlich am stärksten polarisierenden Themen in der Ukraine. Beide Maßnahmen betreffen seit dem 24. Februar 2022 nahezu jede Familie: Gegenwärtig umfasst die Mobilisierungspflicht Männer im Alter von 25 bis 60 Jahren, während die Ausreisebeschränkungen seit Ende August 2025 für Männer zwischen 23 und 60 Jahren gelten. (…)
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Polen-Analysen Nr. 356

Die Konföderation – Sammelbecken rechter Nationalisten oder demokratische Alternative?

Stefan Garsztecki
Die Konföderation Freiheit und Unabhängigkeit (Konfederacja Wolność i Niepodległość) ist seit 2019 im polnischen Parlament vertreten und verzeichnet in den letzten Jahren wachsenden Zuspruch sowohl an der Wahlurne als auch in Umfragen. Dabei kann sie sich auf Vorfeldorganisationen stützen, die sehr viel radikaler auftreten als die mittlerweile um ein gemäßigtes Image bemühte Konföderation. Gleichwohl ist ihr Programm in seinen innen- wie außenpolitischen Positionen zwar nicht per se undemokratisch, würde aber bei einer Umsetzung einen fast schon revolutionären Wandel für Polen bedeuten und die Gefahr von rechts für die polnische Demokratie deutlich vergrößern. (…)
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Russland-Analysen Nr. 474

Wenn nebenan Krieg ist:
Wie die Bewohner:innen einer russischen Grenzregion den Krieg gegen die Ukraine interpretieren

Svetlana Erpyleva
Dieser Beitrag untersucht, wie Bewohner:innen der Oblast Kursk, einer Grenzregion, die direkt vom Krieg gegen die Ukraine betroffen ist, den Krieg interpretieren und damit umgehen. Gestützt auf ethnografische Feldforschung im Herbst 2024, als Teile der Oblast kurzzeitig von ukrainischen Truppen besetzt wurden und es täglich Luftangriffe gab, arbeitet die Studie heraus, dass die Bewohner:innen sich weder hinter ihren Staat stellten noch sich gegen ihn wandten. Trotz des Umstandes, dass sie unmittelbar von Gewalt und Vertreibung betroffen waren, gingen sie bei politischen Bewertungen und Werturteilen über den Krieg auf Distanz. (…)
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Neue Chronik-Einträge
Russland09.12.2026Russland — 09.12.2026
Die russische Zentralbank gibt erstmals Staatsanleihen in chinesischer Währung (Yuan) aus. Durch den Verkauf der Anleihen übernimmt der russische Staat Yuan-Guthaben von inländischen Banken, die aus dem Handel mit China stammen. Hintergrund ist die stärkere wirtschaftliche Ausrichtung auf China infolge westlicher Sanktionen seit dem großflächigen Angriff Russlands auf die Ukraine im Jahr 2022. Die Maßnahme gilt als politisches Signal gegen die Dominanz des US-Dollars.
Russland24.12.2025Russland — 24.12.2025
Der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates und frühere Präsident Dmitrij Medwedew erklärt, die russische Armee habe im Jahr 2025 insgesamt 417.000 Zeitsoldat:innen unter Vertrag genommen und zusätzlich rund 36.000 Freiwillige gewonnen; er führt diese Zahlen auf den „Patriotismus der Bürger:innen“ zurück. Zugleich haben mehrere Regionen einmalige Prämien für Neuverpflichtete reduziert, während Verteidigungsminister Andrej Beloussow im August erklärte, die von Präsident Wladimir Putin bis 2026 vorgegebenen Rekrutierungsziele für eine Truppenstärke von 1,5 Mio. Angehörigen würden „im Allgemeinen erfüllt“.
Russland19.12.2025Russland — 19.12.2025
Russland und die Ukraine tauschen die Leichname von insgesamt 1.029 im Kampf getöteter Soldat:innen aus. Russland übergibt dabei 1.003 Leichname ukrainischer Soldat:innen und erhält im Gegenzug die sterblichen Überreste von 26 russischen Militärangehöriger auf Grundlage einer im Juni in Istanbul geschlossenen Vereinbarung.
Russland19.12.2025Russland — 19.12.2025
Die Russische Zentralbank senkt ihren Leitzins um 0,5 Prozentpunkte auf 16 Prozent und setzt damit die fünfte Zinssenkung im Jahr 2025 fort. Die Zentralbank kündigt zugleich an, die restriktive Geldpolitik noch über einen längeren Zeitraum beizubehalten.
Russland19.12.2025Russland — 19.12.2025
Die Preise für die russische Rohölsorte Urals fallen unter dem Druck verschärfter US-Sanktionen auf den niedrigsten Stand seit der Corona-Pandemie. Laut dem Branchenanbieter Argus kostet Urals mit Verladung im Hafen Noworossijsk 34,52 US‑Dollar pro Barrel, womit der Preis etwa halb so hoch ist wie zu Jahresbeginn; die Abschläge gegenüber der Referenzsorte Brent erreichen je nach Exporthafen 23 – 25 US‑Dollar pro Barrel. Ein Teil der für China bestimmten Lieferungen wird mit einem Abschlag von bis zu 35 US‑Dollar pro Barrel verkauft, was einem Preis von unter 30 US‑Dollar entspricht, nachdem indische Raffinerien sich zunehmend weigern, russische Öllieferungen abzunehmen. Nach Angaben des Finanzministeriums sinken die Öl‑ und Gaseinnahmen im November im Vorjahresvergleich um 34 Prozent, kumuliert über die ersten elf Monate um 21 Prozent. Der Haushalt 2025 war zunächst auf einer erwarteten Ölpreisbasis von 69 US‑Dollar und Einnahmen von 10,94 Billionen Rubel (etwa 115 Mrd. Euro) aus der Öl‑ und Gasbranche kalkuliert worden, später aber bei einem angenommenen Ölpreis von 58 US‑Dollar auf 8,65 Billionen Rubel (etwa 91,5 Mrd. Euro) nach unten korrigiert worden.
Über die Länder-Analysen

Die Länder-Analysen bieten regelmäßig im kostenlosen Abonnement kompetente Einschätzungen aktueller politischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Entwicklungen in Ostmitteleuropa, Osteuropa und Zentralasien. Alle Länder-Analysen verstehen sich als Teil eines gemeinsamen Projektes, das der wissenschaftlich fundierten, allgemeinverständlich formulierten Analyse der Entwicklungen im östlichen Europa, der Offenheit für verschiedene inhaltliche Positionen und der kostenlosen und nicht-kommerziellen Information einer breit verstandenen interessierten Öffentlichkeit verpflichtet ist.

Für die Länder-Analysen schreiben internationale Fachwissenschaftler/innen und Expert/innen. Die Redaktionen der Länder-Analysen bestehen aus Wissenschaftler/innen mit langjähriger Forschungserfahrung zu den jeweiligen Ländern. Angaben zu den jeweiligen Redaktionen finden sich auf der Seite Redaktionen/Beiräte und im Impressum in jeder einzelnen Ausgabe.

Die deutschsprachigen Länder-Analysen werden gemeinsam von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, dem Deutschen Polen-Institut, dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien und dem Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung herausgegeben.

Bereits seit 2003 erscheinen die Russland-Analysen. 2006 wurde das Länderspektrum um Ukraine-Analysen und Polen-Analysen erweitert. 2008 sind zusätzlich die Zentralasien-Analysen hinzugekommen, die sich mit aktuellen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan beschäftigen. Seit 2011 gibt es außerdem noch Belarus-Analysen. Für nähere Informationen zu den einzelnen Länder-Analysen wählen Sie das entsprechende Angebot bitte über die Navigation.

Alle Angebote können kostenlos per E-Mail abonniert werden. Bei den einzelnen Länder-Analysen stehen auch jeweils Archive aller bisher erschienen Ausgaben mit Autoren- und Themenindizes zur Verfügung sowie eine fortlaufende Chronik aktueller Ereignisse.

Zusätzlich besitzen die Länder-Analysen drei englischsprachige Partner-Publikationen, die von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen gemeinsam mit dem Center for Security Studies der ETH Zürich, dem Center for Eastern European Studies der Universität Zürich und weiteren Institutionen herausgegeben werden: Ukrainian Analytical Digest, Russian Analytical Digest und Caucasus Analytical Digest

Falls Sie regelmäßig aktuelle Analysen und Kommentare der Redaktionen der Länder-Analysen sowie der herausgebenden Institutionen lesen wollen, finden Sie fast täglich aktuelle Links unter: https://bsky.app/profile/laenderanalysen.bsky.social

 


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