Belarus-Analysen

Ausgabe 44 (25.09.2019), S. 8–9

Militärausgaben in Belarus

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Artikel

Belarus: Mit aller Macht

Von Astrid Sahm
In Belarus hat der seit 26 Jahren regierende Alleinherrscher Aljaksandr Lukašenka die Unterstützung des Volks verloren. Obwohl die Präsidentschaftswahlen am 9. August 2020 so unfrei und unfair waren wie keine der Wahlen zuvor, musste er ein offensichtlich fiktives Ergebnis verkünden lassen. Viele Menschen sind nicht bereit, dies stillschweigend zu akzeptieren. Ihre Proteste erfassen das ganze Land. (…)
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Analyse

Stiller Rück- und Umbau der belarussischen Streitkräfte trotz der Militarisierung in der Region

Von Siarhei Bohdan
Der autoritäre Regierungsstil von Präsident Lukaschenka und seine Exzesse in Bezug auf Menschenrechte haben in westlichen Medien wenig Platz für die Diskussion über den faktischen Ausbau der Staatlichkeit unter Lukaschenka gelassen. Mittlerweile ist der Fortschritt, was die Armee anbetrifft, offensichtlich: Zu Beginn seiner Herrschaft vor einem Vierteljahrhundert waren die belarussischen Streitkräfte mit der Armee Russlands Teil ein und desselben Organismus und ohne Anbindung an Moskau kaum lebensfähig gewesen. Heute sind die belarussischen Streitkräfte eine etablierte Organisation mit Strukturen und einer Ausrüstung, die sich immer mehr von denen des russischen Militärs unterscheiden und eher für die Verteidigung eines durchschnittlichen europäischen Landes als für eine Konfrontation mit der NATO ausgelegt sind. Dieser Artikel portraitiert die belarussischen Streitkräfte und versucht zu klären, ob diese Armee, wie von manchen osteuropäischen Politikern behauptet, Russland zur Verfügung steht und damit die Nachbarn von Belarus bedroht.
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