Russlands Mittelschichten im Umbruch

Von Rafael Mrowczynski

Zusammenfassung
Mittelschichten, die etwa ein 20 Prozent der Gesamtbevölkerung des postsozialistischen Russlands ausmachen, sind zwar eine beachtliche aber bei weitem keine dominante gesellschaftliche Gruppe. Ihre sozioökonomische Charakteristik weicht deutlich von den Mittelschichten kapitalistischer Marktgesellschaften ab. Sie bilden zwar das „Rückgrat der Putin-Mehrheit“ und erweisen sich somit als ein „sozialer Stabilisator“. Aber sie erfüllen nicht unbedingt die Demokratisierungshoffnungen, welche viele Publizisten und die Politik-Soziologen mit dieser Stratifikationsgruppe zu verbinden pflegen.

PDF-Datei in neuem Fenster anzeigen

Zum Weiterlesen

Analyse

Sozialpolitik in der Krise

Von Jakob Fruchtmann
Die russische Sozialpolitik hatte unter den Bedingungen der akuten Wirtschaftskrise in Russland 2008/2009 zunächst soziale Stabilität sicherzustellen. Relevant waren hier direkte sozialpolitische Maßnahmen, aber auch indirekte Schritte, insbesondere zur Unterstützung strukturschwacher Regionen bzw. Monostädte durch budgetäre Umverteilungen. Die Hauptphase der Krise vom Herbst 2008 bis Mitte 2009, die sich durch die Kombination mit niedrigen Öl- und Gaspreisen als besonders gefährlich erwiesen hatte, konnte v. a. (…)
Zum Artikel
Analyse

Die räumliche Perspektive

Von Isolde Brade, Christian Kolter, Sebastian Lentz
Der urbane Erschließungsgrad, die Siedlungsdichte und die Erreichbarkeit der Städte spielen eine entscheidende Rolle für die sozialökonomische Entwicklung der Regionen in Russland. Die neuen Volkszählungsdaten belegen, dass sich neben einigen neuen Entwicklungen vor allem langfristige Trends zur Konzentration der Bevölkerung in einer Ost-West- und Land-Stadt-Bewegung fortsetzen.
Zum Artikel

Logo FSO
Logo DGO
Logo ZOIS
Logo DPI
Logo IAMO
Logo IOS