Soldatenmisshandlungen in der russischen Armee

Zusammenfassung
Ein Fall brutaler Soldatenquälerei hat die Aufmerksamkeit der russischen Öff entlichkeit auf die Zustände in den russischen Streitkräften gelenkt. Der Wehrpfl ichtige A. Sytschow wurde an der Panzertruppenschule Tscheljabinsk von anderen Soldaten derartig misshandelt, dass ihm beide Beine und die Geschlechtsorgane amputiert werden mussten. Die Quälerei jüngerer Soldaten durch ältere – die sogenannte „dedowschtschina“ – ist in der russischen Armee wie früher in der sowjetischen weit verbreitet, und die militärische Führung ist nicht in der Lage, diesen Übelstand abzustellen. Verteidigungsminister Sergej Iwanow reagierte erst spät auf den Vorfall und attackierte dann zunächst die Presse wegen ihrer Berichterstattung. Das „Komitee der Soldatenmütter“, eine NGO, prangert die unerträglichen Zustände seit langem an.

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Analyse

Russland und die Welt: Feinde, Konkurrenten, Partner

Von Lewada-Zentrum
Das Lewada-Zentrum führte 2025 repräsentative Umfragen zu Russlands Rolle und Außenpolitik durch, deren Ergebnisse hier in kurzer Form dargelegt werden. Als Hauptfeinde Russlands gelten demnach diejenigen Länder, die die Ukraine gegen den russischen Angriffskrieg unterstützen. Ihre vermeintlich »feindliche Gesinnung« Russland gegenüber sichert weiterhin die massive Unterstützung der Bevölkerung für die russische Führung und ihren politischen Kurs. Die Lenkung der öffentlichen Meinung und Verschärfung der antiwestlichen Propaganda sind notwendige Instrumente für das gegenwärtige Regime. Die Hinwendung zu anderen symbolischen Partnern soll den Eindruck der internationalen Isolation des Landes verwischen. (…)
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Dokumentation

»… eine moralische Niederlage der Partei der Macht«. Beim Durchblättern der regierungskritischen russischen Presse

Von Falk Bomsdorf
Die »Nowaja gaseta« und die »Nowoe wremja/The New Times« tragen in Verbindung mit dem Internet, in dem ihre Artikel ständig präsent sind, zu dem Ausmaß von Offenheit und Öffentlichkeit (glasnost) bei, ohne das der gegenwärtige demokratische Aufbruch in Russland nicht möglich wäre. Im Folgenden werden in der notwendigen Kürze Artikel aus der ersten Nachwahlausgabe von »Nowaja gaseta« und »The New Times« vorgestellt, in denen Ergebnisse und Durchführung der Wahlen vom 4. Dezember kritisch beleuchtet werden. Die Beiträge wurden, wohlgemerkt, sämtlich vor den Protesten in Moskau am 6.12. und natürlich vor der großen Demonstration am 10.12. (…)
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