Analyse Von Daria Isachenko
Die ukrainische Führung setzt große Hoffnung in die Türkei und sieht Ankara als einen strategischen Partner. Die Türkei soll Kyjiw dabei helfen, die ukrainische territoriale Integrität wiederherzustellen und gleichzeitig der NATO beizutreten. Der Handlungsspielraum Ankaras für konkrete Schritte, die über die solidarische Rhetorik hinausgehen, ist allerdings begrenzt. Das Hauptinteresse der Türkei bei der Zusammenarbeit mit Kyjiw liegt vielmehr darin, die Lücken in seiner Verteidigungsindustrie mit der ukrainischen Unterstützung zu füllen.
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Analyse Von Matthias Guttke, Florian Küchler, Oksana Schwajka
In Hinblick auf eine Reform des verkrusteten, unterfinanzierten und ineffektiven ukrainischen Hochschulsystems besteht besonders großer Handlungsbedarf. Strittig ist aber, wie der Umbau des ukrainischen Hochschulwesens strukturell und inhaltlich erfolgen soll. So lässt eine Analyse aktueller Gesetzesinitiativen zur Hochschulreform deutlich werden, dass sich einige legislative Vorstöße an westeuropäischen Standards, wie Stärkung der Autonomie von Hochschulen, Gewährleistung von Forschungsfreiheit, Förderung von Wissenstransfer, andere hingegen an alten (post-)sowjetischen Traditionen, wie Zentralisierung, ausgeprägte Hierarchien, Konzentration auf das bloße Unterrichten, orientieren. Exemplarisch für diese Differenz stehen der Entwurf von Bildungsminister Tabatschnyk und der von seinem Parteikollegen Myroschnytschenko. Wer sich letztlich durchsetzen wird oder welch ein Kompromiss gefunden wird, bleibt abzuwarten. (…)
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