Unerfüllte Hoffnungen. Anpassungsprobleme afghanischer Kirgisen an das Leben in Kirgistan

Von Eliza Isabaeva (Zürich)

Zusammenfassung
Derzeit leben schätzungsweise etwa eine halbe Million ethnische Kirgisen im Ausland. Bei diesen handelt es sich um geschlossene Bevölkerungsgruppen, die schon seit einigen Jahrzehnten als ethnische Minderheiten in ihren Siedlungsgebieten in China, Usbekistan, Tadschikistan, der Türkei u. a. leben. Die Kontakte zwischen diesen Auslandskirgisen und den Kirgisen in Kirgistan sind im Allgemeinen nicht besonders intensiv. Dennoch wurden ethnische Kirgisen im Oktober 2017 zu einem viel beachteten Thema, als einige Familien aus Afghanistan (aus dem Großraum des Pamir-Gebirges) nach Kirgistan übersiedelten. Für die kirgisische Regierung war dies ein nationalistisches Projekt, das die Einheit einer kirgisischen Nation auf ethnischer und sprachlicher Basis betonte. Viele einfache Kirgisen erklärten den Umzug der Pamiri-Kirgisen aber damit, dass Kirgistan im Vergleich zu Afghanistan ein modernes, »zivilisiertes« und fortschrittliches Land sei. Nach nur einjährigem Aufenthalt in Kirgistan sind die Pamiri-Kirgisen jedoch nach Afghanistan zurückgekehrt. Dies scheint darauf hinzudeuten, dass das nationalistisch gefärbte Repatriierungsprojekt gescheitert ist.

Kajrylmandar, die Repatriierten

Kirgistan hat mit 5,8 Mio. Staatsbürgern, davon ca. 4,2 Mio. Kirgisen, zwar eine relativ kleine Bevölkerung, doch wird oft vergessen, dass zahlreiche ethnische Kirgisen außerhalb der heutigen staatlichen Grenzen leben. Dabei handelt es sich nicht nur um die seit dem Zerfall der UdSSR vor allem in Russland ihr Glück suchenden Arbeitsmigranten, sondern auch um geschlossene Bevölkerungsgruppen, die schon seit mehreren Jahrzehnten als ethnische Minderheiten in Siedlungsgebieten außerhalb Kirgistans leben. Zu den Ländern, in denen ethnische Kirgisen beheimatet sind, zählen China (Autonome Region Xinjiang) mit ca. 200.000, Tadschikistan (Bezirk Murgab, GBAO) mit 82.300, die Türkei (Provinz Van) mit 2.500, Afghanistan (Pamir-Gebirge) mit 2.000 und Usbekistan (Gebiete Fergana, Andischan, Namangan und Dschisak) mit 300.000 Personen. Es wäre übertrieben zu sagen, dass die kirgisischen Regierungen um eine enge Beziehung zu diesen Auslandskirgisen bemüht waren bzw. sind. Dennoch existiert ein Repatriierungsprogramm namens »Kajrylman« (»Kajryl« bedeutet auf Kirgisisch »zurückkehren«. Dementsprechend ist ein kajrylman ein Rückkehrer), welches den ethnischen Kirgisen die Übersiedlung nach Kirgistan und den Erwerb der kirgisischen Staatsbürgerschaft ermöglichen soll. Allerdings existierte das Programm bislang vor allem auf dem Papier und wurde von verschiedenen Seiten als gescheitert bezeichnet. Kritiker argumentieren, dass dem kirgisischen Staat der politische Wille zur Umsetzung des Programms fehle.

Gemäß Art. 1 des Gesetzes über »Staatliche Garantien für ethnische Kirgisen, in die Kirgisische Republik zu immigrieren« ist Kajrylman die Bezeichnung für einen Aufenthaltsstatus, den ethnische Kirgisen, die Bürger eines anderen Staates oder staatenlos sind, bei ihrer Übersiedlung nach Kirgistan erwerben können. Um ihn zu erlangen, müssen sie sich beim Migrationsamt melden und ein entsprechendes Gesuch einreichen. Bei einem positiven Entscheid erhalten sie einen Kajrylman-Ausweis, mit dem sie sich innerhalb von fünf Tagen an ihren neuen Wohnort registrieren müssen. Ethnische Kirgisen können danach auf vereinfachtem Wege die kirgisische Staatsangehörigkeit erhalten. Trotz dieses vereinfachten Prozesses mussten in Realität viele ethnische Kirgisen jahrelang auf ihren kirgisischen Pass warten. Seit Kirgistan 1991 unabhängig geworden ist, sind mehr als 55.000 ethnische Kirgisen ins Land gekommen, davon mehr als 10.000 mit dem Status des Kajrylman. In den ersten acht Monaten des Jahres 2018 sind 1.331 ethnische Kirgisen kirgisische Staatsangehörige geworden, davon hatten lediglich 120 zuvor den Status des Kajrylman besessen.

Die viel beachtete Ankunft afghanischer Kirgisen im Gebiet Naryn

Ende 2017 kamen sechs Familien mit insgesamt 33 Personen, darunter 17 Kinder unter 18 Jahren, aus dem Pamir-Gebiet in Afghanistan (»Pamiri-Kirgisen«) nach Kirgistan. Ihnen folgte etwas später eine zweite Gruppe unbekannter Größe. Ihre Übersiedlung vollzog sich im Rahmen eines bilateralen Abkommens zwischen Kirgistan und Afghanistan. Als Hauptgrund für die Übersiedlung nannten die kirgisischen Behörden die Ausbildung, die man den Kindern der afghanischen Kirgisen ermöglichen wollte. Geplant war, dass sie sich in verschiedenen Dörfern des kirgisischen Gebietes Naryn niederlassen sollten. Naryn ist wie das Pamir-Gebiet eine bergige und hoch gelegene Region, was den Neuankömmlingen die Akklimatisierung erleichtern sollte.

Die Ankunft der ersten Gruppe afghanischer Kirgisen wurde zu einem großen Medienereignis. Ihre Reise aus Afghanistan nach Kirgistan erfolgte mit dem Auto und dauerte mehrere Tage. Auf dem Weg in ihre neue Heimat machte die Gruppe in Osch und Dschalalabad im Süden Kirgistans Halt. Ihre Ankunft in Naryn wurde von der lokalen Administration mit einem Fest gefeiert und auf dem am Abend hell erleuchteten Stadtplatz fand ein Konzert mit reichlich Essen statt. Von allen Seiten wurden die afghanischen Kirgisen von Kameras umringt und in zahlreichen journalistischen Publikationen wurde über sie berichtet. Für die Medienvertreter war dabei besonders auch die Gender-Perspektive interessant. Dass die ankommenden Frauen sich im Gegensatz zu den teils euphorisch wirkenden Männern eher vor den Kameras scheuten und nur kurze Antworten gaben, wurde schnell mit der traditionellen, von Männern dominierten Gesellschaftsordnung im Pamir-Gebiet erklärt. Dagegen ließe sich durchaus einwenden, dass man nach einer langen und anstrengenden Reise nicht unbedingt sofort den Fragen von Journalisten ausgesetzt sein möchte.

Auch in anderer Hinsicht fiel es den Medien leicht, Unterschiede zwischen afghanischen und kirgisischen Kirgisen auszumachen. Die Kleidung der Frauen war besonders augenfällig. Sie war sehr farbenfroh und bestand aus einem langen, roten Kleid mit einer roten Weste, welche am Kragen mit weißen Knöpfen dekoriert war. Verheiratete Frauen trugen eine weiße Kopfbedeckung, während die von unverheirateten Frauen rot war. Die Frauen trugen auch viel Schmuck, vom Haarschmuck bis zu Ohrringen und zahlreichen Ringen an den Fingern. Obwohl die afghanischen Kirgisen Kirgisisch sprechen, benutzen sie zahlreiche Wörter, die für Kirgisen in Kirgistan fremd oder altmodisch klingen. Des Weiteren wirken auch ihre Vornamen oft exotisch. So heißen die Männer etwa Abdubait, Abduwahil, Saidirahman, Abdulalim oder Afisulla, Frauen Kajrinisa, Dschamby oder Rabia. All dies dürfte auf einen durchschnittlichen Kirgisen zumindest ungewöhnlich gewirkt haben.

Ein neues Zuhause fand der Großteil der Neuankömmlinge in einem ehemaligen Studentenheim im Dorf Kulanak in der Nähe der Stadt Naryn, das kurz zuvor renoviert worden war. Den neuen Bewohnern wurden Möbel, Küchenutensilien und Heimtechnik zur Verfügung gestellt, damit sie sich sofort in ihrer neuen Heimat wohl fühlen würden. In den kirgisischen Massenmedien wurde regelmäßig und ausführlich über sie berichtet. Die Journalisten beschrieben lebendig die Anpassungsprobleme der Übersiedler an den Alltag in Naryn und ihre Schwierigkeiten im Umgang mit moderner Technik. Immer wieder stellten sie suggestive Fragen: »Hattet ihr in der Pamir-Region solch einen Elektroherd und so eine elektrische Nähmaschine?« »Haben Sie sich daran gewöhnt, nur den Wasserhahn aufzudrehen, um Wasser zu erhalten?« »Besuchen Mädchen in der Pamir-Region die Schule?« Durch solche und ähnliche Fragen wurden die Übersiedler beständig in eine Position der Rückständigkeit und Zivilisationsferne gegenüber den Kirgisen in Kirgistan gerückt.

Das kirgisische Selbstbild

Die Berichterstattung der kirgisischen Medien gab in vielerlei Weise Aufschluss nicht nur über die Wahrnehmung der afghanischen Kirgisen durch die Kirgisen Kirgistans, sondern auch hinsichtlich des Selbstbildes der kirgisischen Gesellschaft. Anlässlich der Übersiedlung der afghanischen Kirgisen wurde Kirgistan als eine attraktive Migrationsdestination präsentiert, obwohl bekanntlich viele kirgisische Kirgisen selbst auf der Suche nach Arbeit und einem besseren Leben ins Ausland ziehen. Auch in Kirgistan könnten Journalisten genügend Familien finden, die weder eine automatische Waschmaschine, noch einen Staubsauger besitzen, keinen Zugang zu fließendem Wasser haben und unter schwierigen Bedingungen leben.

Afghanistan, das Herkunftsland der Pamiri-Kirgisen, wird in Kirgistan in erster Linie mit endlosen Kriegen, zahlreichen Terroranschlägen und gesellschaftlicher Rückständigkeit assoziiert. Daher überwiegt gegenüber den afghanischen Kirgisen wohlmeinendes Mitleid, man möchte sie ins friedliche Kirgistan holen und ihnen zu einem modernen Leben verhelfen. Es ist interessant, dass solch eine auf Mitleid basierende Wahrnehmung ausschließlich den afghanischen Kirgisen gegenüber existiert, denn das Verhältnis gegenüber ethnischen Kirgisen aus anderen Ländern ist durchaus distanziert. Zum Beispiel werden ethnische Kirgisen aus China als Chinesen, solche aus Usbekistans als Usbeken und solche aus Tadschikistan als Tadschiken bezeichnet.

In einem lesenswerten Artikel hat der Ethnologe Steven Parham 2014 auf der Basis von Feldforschungen in China und Kirgistan gezeigt, dass die Debatte darüber, wer als »echter« Kirgise betrachtet wird, höchst kontrovers abläuft. Kirgisen in der chinesischen Provinz Xinjiang vertreten oft die Ansicht, dass die Kirgisen Kirgistans unter russischem Einfluss »russifiziert« worden seien, dass sie zu viel Alkohol konsumierten und keine guten Muslime seien und dass sie sogar das kirgisische Heldenepos »Manas« kaum kennen würden. Auf der anderen Seite argumentieren Kirgisen in Kirgistan etwa, dass die Kirgisen Chinas gar keine Kirgisen mehr seien, da sie kulturell vollständig zu Chinesen geworden seien und nur noch Chinesisch sprächen. Auch wenn der Fall bei den afghanischen Kirgisen anders liegt, zeigt sich auch hier, dass die Verständigung zwischen Kirgisen inner- und außerhalb Kirgistans Problemen unterliegt. Die Pamiri-Kirgisen sind im Juli 2018 nach ihrem medienwirksamen Empfang in Naryn ernüchtert nach Afghanistan zurückgekehrt. Ihre Erfahrungen offenbaren die Inkonsistenzen in den Antworten auf die Frage, wer eigentlich zur kirgisischen Nation gehört.

Rückkehr nach Afghanistan

Nach nicht einmal einem Jahr in Naryn äußerten die Übersiedler Gedanken, nach Afghanistan zurückzukehren und setzten dies bald darauf in die Tat um. Die vom kirgisischen Staat zur Verfügung gestellten Unterkünfte hatten ihnen offenbar kein richtiges Zuhause bieten können. Scharapat, eine ältere Übersiedlerin, kritisierte in einem Interview, dass die kirgisische Regierung ihre Versprechen nicht eingehalten habe: »Die Regierung hat uns Land, ein Haus und Hilfe versprochen. Das haben wir nicht bekommen. Wie sollen wir ohne ein eigenes Haus hier ein Leben aufbauen? In der Pamir-Region haben wir unsere Familien, Häuser und Vieh.«

Fast alle erwachsenen Übersiedler beklagten sich, dass sie in Kulanak keine Arbeit und dementsprechend kein Einkommen hatten. Da sie die kyrillische Schrift nicht beherrschten, konnten sie nicht bei staatlichen Institutionen arbeiten. Am liebsten hätten sie, wie sie selbst sagen, ihr Vieh aus Afghanistan nach Kirgistan geholt und wie zuvor als Viehzüchter gearbeitet. Theoretisch korrespondierte dieser Wunsch mit dem aktuellen Versuchen der kirgisischen Regierung, den Nomadismus zu glorifizieren, wie es z. B. bei den alle zwei Jahre stattfindenden »World Nomad Games« am Ufer des Issyk-Kul zum Ausdruck kommt. Tatsächlich wäre die Überführung der Viehherden von Afghanistan nach Kirgistan jedoch ein kostspieliges und höchst mühseliges Unterfangen gewesen.

In materieller Hinsicht ist die Gruppe der Pamiri-Kirgisen nicht unbedingt arm zu nennen. Ihr Reichtum ist das Vieh, das jede Familie besitzt. Ein junger Mann äußerte, dass es sich komisch anfühle, als vormaliger Viehbesitzer seine Tiere in Afghanistan zurückzulassen und in Kirgistan das Vieh von anderen hüten zu müssen, um etwas Geld zu verdienen. »Warum sollten wir hier das Vieh von den anderen hüten? Wenn es keinen Unterschied ausmacht, dann hüten wir lieber unser eigenes Vieh in der Pamir-Region«. Ferner waren die Pamiri-Kirgisen nicht zufrieden damit, dass sie nach der Ankunft in Kirgistan auf verschiedene Bezirke des Gebietes Naryn verteilt wurden, trotz ihres Wunsches zusammenzubleiben.

Der Parlamentsabgeordnete Dschanar Akajew bezeichnete die Rückkehr der Pamiri-Kirgisen als »Schande für Kirgistan«. Der junge Politiker beklagte die Misserfolge des Repatriierungsprogramms »Kajrylman«. Im Nachbarland Kasachstan funktioniere ein ähnliches Repatriierungsprogram namens »Oralman« weitaus besser und habe einer relativ großen Zahl von ethnischen Kasachen die Übersiedlung nach Kasachstan ermöglicht. Staatliche Stellen in Kirgistan bemühten sich, Vorwürfe des Scheiterns von sich zu weisen. Sie argumentierten, dass die Pamiri-Kirgisen nur über die Sommerferien nach Afghanistan zurückgekehrt seien, im Herbst aber wieder zurück nach Kirgistan kämen, damit ihre Kinder dort ihre Ausbildung fortsetzen könnten. Zum derzeitigen Zeitpunkt befinden sich die Pamiri-Kirgisen in Afghanistan. Ob sie wieder zurückkommen und ob sie sich dauerhaft in Kirgistan niederlassen, ist ungewiss.

Die Repatriierungsbemühungen seitens des kirgisischen Staates sorgten auch für diplomatische Spannungen zwischen Afghanistan und Kirgistan. Aus der Perspektive des afghanischen Staates war die durch Kirgistan forcierte Auswanderung der Pamiri-Kirgisen ein Angriff auf seine Souveränität, gerade zu einer Zeit, in der Afghanistan nicht Herr über sein gesamtes Staatsgebiet und Staatsvolk ist. Der Botschafter Afghanistans in Kirgistan erklärte, dass im Rahmen des zwischen beiden Staaten vereinbarten Ausbildungsprojektes für die Pamiri-Kirgisen deren Repatriierung nach Kirgistan nicht vorgesehen gewesen sei. Die afghanische Seite sehe daher die Reise der Pamiri-Kirgisen nach Kirgistan nicht als eine permanente Repatriierung und würde eine solche auch nicht begrüßen.

Fazit

Die Übersiedlung der afghanischen Kirgisen offenbart einmal mehr die politischen Spannungen innerhalb Kirgistans rund um die Frage, auf welcher Grundlage sich das Land künftig definieren soll. Seit dem Zerfall der Sowjetunion betreibt Kirgistan in verschiedener Weise eine ethnisch-nationalistische Politik und versucht, die Bedeutung der kirgisischen Sprache, Kultur und Geschichte zu betonen. Dennoch bleibt die russische Sprache zweite Amtssprache und es gibt landesweit öffentliche Ausbildungseinrichtungen (Kindergärten, Schulen und Universitäten) sowohl in kirgisischer als auch in russischer Sprache. Der Fall der afghanischen Kirgisen ist deshalb so interessant, als er als Vorbote einer Verstärkung der ethnisch ausgerichteten Tendenzen gesehen werden kann. Das einstweilige Scheitern des Repatriierungsversuchs zeigt jedoch auch, dass auch für öffentlichkeitswirksame ethno-nationalistische Politiken die Hindernisse – wie mangelnde finanzielle Ressourcen und eine fehlende institutionelle Infrastruktur – derzeit noch überwiegen.

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