Nachhaltiger politischer Protest oder Eintagsfliege? Zum Problem des anteiligen Wohnungsbaus und der Bewegung der Anteilszahler in Kasachstan

Von Aitolkyn Kurmanowa

Zusammenfassung
Die rasante ökonomische Entwicklung Kasachstans in den vergangenen Jahren hat sich neben der Rohstoffwirtschaft vor allem im Finanz- und Bausektor ausgewirkt. In den großen Städten des Landes investierte besonders der neue Mittelstand in den groß angelegten Bau von Eigentumswohnungen, dies nicht zuletzt auf Pump. Der vorliegende Beitrag zeichnet das Schicksal der von der jetzigen Krise hart getroffenen privaten Anteilszahler nach und fragt nach einer möglichen politischen Wirkung der von ihnen gegründeten Interessengemeinschaften.

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Analyse

Zusätzliche Lunten für das Pulverfass Fergana-Tal. Entwicklungszusammenarbeit in konfliktsensiblem Umfeld

Von Aikokul Maksutova, Alois Schläffer
Das Fergana-Tal wird von der internationalen Gemeinschaft schon seit Jahren als konfliktträchtiges Pulverfass im Herzen Zentralasiens betrachtet. Knappe Ressourcen, problematische Beziehungen zwischen unterschiedlichen ethnischen Gruppierungen und unklare Grenzverläufe sind nur einige der Herausforderungen, die in diesem Zusammenhang immer wieder genannt werden. Internationale Akteure versuchen, diese Problemlagen durch gezielte Unterstützungsleistungen zu entschärfen – mit gemischtem Erfolg, wie die Autoren am Beispiel eines Projektes zur Verbesserung der Trinkwasserversorgung im kirgisischen Gebiet Batken zeigen.
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Analyse

Interne Migration in Kasachstan: Ein Motor ökonomischer und sozialer Entwicklung?

Von Barbara Dietz
Obwohl interne Migrationsbewegungen von politischer und wirtschaftlicher Bedeutung für Kasachstan sind, wurde im letzten Jahrzehnt vor allem die Rolle internationaler Wanderungsbewegungen untersucht. Eine Haushaltsbefragung, die zwischen Oktober und Dezember 2010 in vier Städten Kasachstans – Almaty, Astana, Karaganda und Pawlodar – durchgeführt wurde, wirft erstmals Licht auf die Hintergründe, Motivationen und Konsequenzen interner Wanderungen in diesem Land. Die Ergebnisse der Umfrage machen deutlich, dass es unter den internen Migranten, die seit 2002 umgezogen sind, überdurchschnittlich viele besser ausgebildete Personen gab und dass Kasachen stärker an den Wanderungen partizipierten als Russen. Das wichtigste Wanderungsmotiv war die Arbeit, gefolgt von Ausbildung und familiären Gründen. Insgesamt gesehen spricht vieles dafür, dass die internen Migranten in Kasachstan von ihrem Umzug profitierten: Durch die Wanderung erhöhte sich sowohl ihr Lohn als auch ihr sozialer Status
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