Belarus-Analysen

Ausgabe 10 (31.01.2013) — DOI: 10.31205/BA.010.01, S. 2–5

Abstimmung mit den Füßen? Arbeitsmigration und Fachkräftemangel als Herausforderung für das belarussische Regime

Von Astrid Sahm

Zusammenfassung
Die zunehmende Abwanderung von Arbeitskräften ins Ausland scheint zu einer ernstzunehmenden Bedrohung für die belarussische Volkswirtschaft zu werden. Begünstigt durch die Eurasische Wirtschaftsunion und das hohe Lohngefälle ist Russland das Ziel der meisten Arbeitsmigranten. Die belarussische Führung begegnet diesen Tendenzen mit unterschiedlichen Instrumenten, wie Gehaltserhöhungen, Sanktionsdrohungen und einer aktiven Einwanderungspolitik. Weitergehende politische Implikationen der Arbeitsmigration sind damit unvermeidlich.

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Lesetipps / Bibliographie

  • Anastacia Bobrova u. a.: Social Impact of Emigration and Rural-Urban Migration in Central and Eastern Europe. Final Country Report Belarus, on the behalf of the European Commission, DG Employment, Social Affairs and Inclusion, April 2012
  • Susanne Schmidt: Das Migrationspotenzial aus der GUS in die Europäische Union, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 2012
  • Aleksandr Lučenok / Irina Kolesnikova: Vlijanie migracionnych potokov na social`no-ekonomičeskie pokazateli strany: opyt Belarusi, Belarus Public Policy Fund, Policy Paper #2/2011RU, Dezember 2011

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Analyse

Zivilgesellschaftliches Engagement wird risikoreicher: neue Entwicklungen in der belarussischen Gesetzgebung des Jahres 2011

Von Olga Smoljanko
Im Oktober 2011 wurden verschiedene Gesetzesänderungen verabschiedet, die großen Einfluss auf die Durchführung von Protestaktionen sowie auf die Handlungsmöglichkeiten von Bürgerorganisationen und einzelnen Personen haben. Die belarussische Führung reagierte damit auf Proteste im Land, die verstärkt nach den Präsidentschaftswahlen im Dezember 2010 einsetzten.
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Analyse

Die EU-Sanktionspolitik gegenüber Belarus

Von Thomas Vogel
Am 31. Oktober 2012 laufen die derzeitigen Sanktionen gegen Belarus aus und die Außenminister der EU müssen über eine Verlängerung und Ausweitung beraten. Einreiseverbote und Kontensperrungen haben sich als weitgehend wirkungslos erwiesen. Schärfstes Schwert Brüssels wären wirtschaftliche Sanktionen, sowohl gegen einzelne Firmen und Mittelsmänner als auch ein Embargo ganzer Sektoren. Die Frage ist, wer bei letzterem mehr leiden würde, die Machtelite oder doch die Bevölkerung. (…)
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