Frauen und Männer und das Ergebnis der Parlamentswahlen in Polen 2023

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Analyse

Debatten um die Erwerbstätigkeit von Frauen in Polen nach 1980

Von Johannes Kleinmann
Die politische Debatte in Polen war in den vergangenen Jahren vielfach von geschlechterpolitischen Themen wie dem Recht auf Schwangerschaftsabbruch geprägt. Sozioökonomische Aspekte wie die Tatsache, dass polnische Frauen nach wie vor eine geringere Erwerbsquote aufweisen als im Jahr 1990, sind hingegen kaum Teil des öffentlichen Diskurses. Dabei sind sie ebenso Ergebnis einer politischen Debatte wie einer Sozialpolitik, die aus ideologischen oder finanzpolitischen Gründen an der Trennung von Care- und Erwerbsarbeit anhand von Geschlechtergrenzen festhält.
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Analyse

Ist die Politik auch weiblich? Die Parlamentswahlen 2015 in Polen aus der Geschlechterperspektive

Von Aleksandra Niżyńska, Małgorzata Druciarek
Die politische Bühne in Polen erlebt revolutionäre Veränderungen. Im Wahlkampf zu den Parlamentswahlen am 25. Oktober 2015 wurden die beiden größten miteinander konkurrierenden Parteien von Frauen angeführt, der bisherigen Ministerpräsidentin Ewa Kopacz von der liberal-konservativen Bürgerplattform (Platforma Obywatelska – PO) und Beata Szydło, stellvertretende Parteivorsitzende der national-konservativen Partei Recht und Gerechtigkeit (Prawo i Sprawiedliwość – PiS). Auch das Parteienbündnis Vereinigte Linke (Zjednoczona Lewicy) stellte mit Barbara Nowacka eine Frau als Kandidatin für das Amt der Regierungschefin auf. Das Wahlergebnis brachte einen Rekordanteil an Frauen in der Geschichte des polnischen Parlamentarismus. (…)
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