Die EU-Ratspräsidentschaft Polens in Zahlen und Terminen

Dauer: 184 Tage

  • 5 Städte fungieren als Zentren der EU-Ratspräsidentschaft in Polen: Zoppot (Sopot), Breslau (Wrocław), Krakau (Kraków), Posen (Poznań) und Warschau (Warszawa)
  • 1.200 Angestellte der öffentlichen Verwaltung wurden geschult und gehören zum sogenannten Rats­präsidentschafts­korps
  • Zirka 50 Treffen auf Ministeriumsebene
  • Über 300 Treffen von Experten
  • Zirka 1.500 Treffen von Arbeitsgruppen und Beratergremien in Brüssel und Luxemburg
  • Zirka 250 Arbeitsgruppen, die in unterschiedlichen Konstellationen den Gipfel des Europäischen Rates vorbereiten
  • Über 30.000 Delegationsteilnehmer, die Polen besuchen
  • 80 sogenannte Verbindungsoffiziere werden die ausländischen Delegationen während ihres Aufenthalts in Polen betreuen
  • 430 Mio. Zloty (zirka 108,48 Mio. Euro) plant der öffentliche Haushalt für die Durchführung der EU-Ratspräsidentschaft Polens ein
  • 1.300 kulturelle Veranstaltungen in Polen und im Ausland
  • 23 offizielle Sprachen (+6 Sprachen der Länder der Östlichen Partnerschaft)
  • 200.000 Besuche pro Monat auf der Internetseite http://prezydencjaue.gov.pl/
  • 16.000 Fans auf Facebook

Eine Auswahl der wichtigsten Treffen in Polen

  • 8. Juli: Gemeinsame Sitzung des Ministerrates der Republik Polen und der Europäischen Kommission in Warschau
  • 8.–11. September: Europäischer Kulturkongress in Warschau
  • 17.–18. September: Europäischer Frauenkongress in Warschau
  • 29.–30. September: Gipfeltreffen der Östlichen Partnerschaft in Warschau
  • 3.–4. Oktober: Forum des Binnenmarktes in Krakau
  • 14.–15. November: Gipfel für Gleichstellungsangelegenheiten in Posen
  • 28.–29. November: Forum der Bürgergesellschaft der Östlichen Partnerschaft in Posen
  • 6. Dezember: Abschlusskonferenz des Europäischen Jahrs der Freiwilligentätigkeit 2011 in Warschau
  • 15.–16. Dezember: Europäische Tage der Entwicklung
  • 21.–22. Dezember: Grundrechtekonferenz 2011 in Warschau
Weitere Informationen zur EU-Ratspräsidentschaft Polens unter:
  • http://prezydencjaue.gov.pl Internetseite der Regierung (auf Polnisch, Englisch, Französisch)
  • http://www.parl2011.pl Internetseite des Parlaments (auf Polnisch, Englisch, Französisch)
  • www.prezydencja.ngo.pl Internetseite über die polnische EU-Ratspräsidentschaft für NGOs (auf Polnisch)
  • www.prezydencja2011.pl unabhängiges Internetportal der Tageszeitung »Gazeta Wyborcza« und des Instituts für Öffentliche Angelegenheiten (Instytut Spraw Publicznych), Warschau: Fakten, Analysen und Kommentare (auf Polnisch)

Quelle: Zusammenstellung von Agnieszka Łada

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Artikel

Zweieiige Zwillinge. PiS und Fidesz: Genotyp und Phänotyp

Von Kai-Olaf Lang
Die regierenden Parteien in Polen und Ungarn haben vieles gemeinsam. Beide streben einen neotraditionalistischen Umbau von Staat und Gesellschaft an. Demokratie verstehen sie als Mehrheitsherrschaft, das Mandat, das sie vom Volk an den Wahlurnen erhalten haben, soll nicht durch „checks and balances“ beschränkt werden. In der EU setzen PiS und Fidesz auf die Sicherung und den Ausbau nationalstaatlicher Hoheitsbereiche. Aufgrund außen- und europapolitischer Differenzen – insbesondere in der Sicherheits- und Russlandpolitik – ist allerdings keine nationalkonservative Achse in Ostmitteleuropa entstanden. (…)
Zum Artikel auf zeitschrift-osteuropa.de
Analyse

Zum Minderheitenstatus der polnischsprachigen Migranten in Deutschland

Von Andrzej Kaluza
Der deutsch-polnische Nachbarschaftsvertrag von 1991 sichert Angehörigen der deutschen Minderheit in Polen und Angehörigen der Gruppe deutscher Staatsbürger mit polnischer Abstammung oder Bekenntnis zur polnischen Sprache, Kultur oder Tradition vergleichbare Rechte zu. Die etwa 300.000 polnischen Staatsbürger, die sich als Deutsche verstehen, werden nicht nur durch den bilateralen Vertrag, sondern auch durch den polnischen Gesetzgeber als Minderheit anerkannt und genießen dadurch bestimmte Förderrechte (Bildung, Kultur, Medien) von Seiten des Staates. Dagegen hat die polnischsprachige Gruppe in Deutschland formalrechtlich nicht den Status einer nationalen Minderheit, da sie nicht zu den traditionellen in Deutschland ansässigen Minderheiten zählt, sondern aus Migranten besteht. Vertreter der »Polonia«-Organisationen in Deutschland streben diesen Status dennoch an. Der Autor weist darauf hin, dass sowohl die historischen Argumente wie auch die Ausdifferenzierung der Selbstidentifikation der Angehörigen der polnischen Gruppe in Deutschland den Status einer nationalen Minderheit nicht begründen können, gleichwohl aus dem deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrag einzulösende Verpflichtungen (z. (…)
Zum Artikel

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