Analyse Von Radzhana Buyantueva
Populäre Musik bietet heute in Russland eine wichtige Bühne, auf der verschiedene Narrative, Loyalität und Dissens ausgehandelt werden. Während die autoritäre Kontrolle intensiviert wird, kooptiert der Staat systematisch Musik, um nationalistische Narrative zu fördern, nicht persönliche, sondern formal geschichtsbezogene Nostalgie zu mobilisieren und in der Gesellschaft Unterstützung für das Regime zu fördern. Gleichzeitig werden andersdenkende Musiker:innen marginalisiert, sanktioniert und aus dem kulturellen Mainstream ausgeschlossen. Gleichwohl setzen regimekritische Interpret:innen Musik weiterhin als Medium ein, um Widerstand und Solidarität zu bekunden. Dabei passen sie sich an die Repressionen an, indem digitale Plattformen genutzt, ein grenzüberschreitendes Publikum gesucht und politische Vorstellungen in Text und Musik integriert werden. (…)
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Analyse Von Anastasia Serikova
Dieser Beitrag befasst sich mit Kunstausstellungen in russischen Museen über den Krieg gegen die Ukraine. Die Analyse legt quantitative Daten über Kunstausstellungen und deren Umfang im Vergleich mit anderen Ausstellungen vor, die sich in russischen Museen mit dem Krieg gegen die Ukraine befassen, sowie eine qualitative Analyse der wichtigsten Genres und Themen dieser Kunstausstellungen: Porträts von Militärs, das Thema Front, der Donbas und die Kinder des Donbas. Der Beitrag kommt zu dem Schluss, dass Kunstausstellungen ein eindrucksvolles Beispiel dafür sind, wie angesichts eines aktuellen Krieges sehr schnell ein Kulturerbe geschaffen wird, das im Interesse des Staates zur Nutzung und Förderung bestimmter Ideen eingesetzt wird.
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