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Die Redaktion der Russland-Analysen

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Analyse

Ungleichheit in Zeiten der russischen Kriegswirtschaft

Von Theodore P. Gerber
Russlands großangelegte Invasion in der Ukraine hat sowohl das Ausmaß als auch die Muster der sozioökonomischen Ungleichheit innerhalb Russlands selbst beeinflusst. Die Strategie des »militärischen Keynesianismus«, die auf massive Militärausgaben setzt, um militärische und wirtschaftliche Bedürfnisse gleichzeitig zu decken, kam den Haushalten und Gebieten zugute, die direkt in die Kriegsanstrengungen eingebunden waren, was zu einer gewissen Umverteilung von Ressourcen geführt hat. Die indirekten Folgen dieser Strategie haben jedoch das allgemeine Ausmaß der Ungleichheit verschärft, wodurch diese Umverteilungseffekte zunichte gemacht wurden und die zunehmende Ungleichheit hinsichtlich der Belastung durch die negativen Folgen des Krieges in Zukunft zu einer Quelle sozialer Spannungen in Russland zu werden droht.
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Kommentar

Schlachtfelder und Grauzonen des Krieges in der Ukraine. Widersprüche, Spannungsfelder und Ambivalenzen

Von Niklas Masuhr
Der Krieg in der Ukraine ist schwer durch feste, generalisierende Heuristiken zu erfassen; stattdessen ist er von Ambivalenzen und Widersprüchen geprägt. Dieser Beitrag betrachtet exemplarisch den Kontrast zwischen dem beständigen Stellungskrieg an der Front und einem hochtechnisierten, in seinen Ausprägungen und Vorteilsfenstern schnelllebigen Drohnenkrieg. Eine solche Perspektive enthält per Definition hohe Grade von Komplexitätsreduktionen – kaum eine Aussage wird entlang der 1.200 km Frontlinie allgemeine Gültigkeit besitzen – und ist nicht geeignet, konkrete Prognosen oder Szenarien abzuleiten.
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