Analyse Von Kseniia Gatskova
Seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine am 24. Februar 2022 sind über 1,3 Millionen Menschen aus der Ukraine nach Deutschland gekommen, überwiegend Frauen und Kinder. Über die vergangenen vier Jahre ist die Arbeitsmarktintegration ukrainischer Geflüchteter in Deutschland kontinuierlich fortgeschritten und die Beschäftigungsquoten sind deutlich gestiegen. Zugleich zeigt sich jedoch ein ausgeprägtes geschlechtsspezifisches Gefälle, das eng mit unterschiedlichen Familienkonstellationen sowie Betreuungs- und Sorgeverpflichtungen zusammenhängt. Empirische Befunde deuten darauf hin, dass der Abschluss von Deutschkursen, gute Deutschkenntnisse, soziale Kontakte zur Mehrheitsbevölkerung sowie die Anerkennung im Ausland erworbener Qualifikationen die Beschäftigungschancen signifikant erhöhen. (…)
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Analyse Von Tetiana Goncharuk
Die Care-Arbeit im 24-Stunden »Live-In-Format« wird im alternden Deutschland immer populärer. Für die Care-Arbeiterinnen, von denen viele aus Mittel- und Osteuropa kommen, geht diese Tätigkeit oft einher mit äußert schwierigen Lebens- und Arbeitsbedingungen bis hin zu Ausbeutung und Menschenrechtsverletzungen. Ukrainische Care-Migrantinnen, die wiederum einen großen Teil dieser Gruppe stellen, befinden sich in einer besonders prekären Lage: Sie arbeiten in einer Grauzone, sind in den meisten Fällen illegal beschäftigt und sozial und rechtlich kaum geschützt. Von dieser Situation profitieren Vermittlungsagenturen, die ihre eigenen Spielregeln festlegen.
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