Analyse Von Sebastien Peyrouse
Die Mitgliedschaft Kirgistans in der Eurasischen Wirtschaftsunion (EEU) wird als wichtiger Schritt auf dem Weg zur Entwicklung des Landes präsentiert, da die Regierung derzeit nicht in der Lage ist, es wirtschaftlich und sozial wieder auf Kurs zu bringen. Allerdings vereint das Thema auch Experten und Teile der Bevölkerung, die den damit verbundenen ökonomischen und politischen Risiken kritisch gegenüberstehen: Sie befürchten Preissteigerungen bei Grundnahrungsmitteln und anderen Gütern des täglichen Bedarfs, den möglichen Verlust von Kirgistans Status als einer der wichtigsten Re-Exporteure von chinesischen Produkten und einen größeren Einfluss Russlands auf die inneren Angelegenheiten des Landes.
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Analyse Von Assel Bitabarova
Die Unabhängigkeit der fünf zentralasiatischen Staaten infolge des plötzlichen Zusammenbruchs der Sowjetunion im Jahr 1991 hat man in China genauso wenig vorhergesehen wie in der übrigen Welt. Zu jener Zeit hatten die politischen Verantwortlichen in Beijing weder eine klare Vorstellung von ihren neuen Nachbarn noch waren sie darauf vorbereitet, in dieser neuen politischen Situation begründete Entscheidungen zu treffen. Heute, ein Vierteljahrhundert später, ist China zu einem der wichtigsten Partner der zentralasiatischen Staaten geworden. Auf der außenpolitischen Agenda Chinas hat die Region an Profil gewonnen. Dies verdeutlicht auch die Tatsache, dass Staats- und Parteichef Xi Jinping im September 2013 Astana als Schauplatz für die Verkündung der Initiative »Silk Road Economic Belt« (Teil der Strategie »One Belt One Road«) gewählt hat, die seither zum Eckpfeiler seiner neuen Außenpolitik geworden ist. (…)
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