Analyse Von Serik Beissembayev
Zwar hat es nach diversen kleineren Anschlägen im Jahr 2011 in Kasachstan keine islamistisch motivierten Gewaltakte mehr gegeben, doch scheint die genauere Beschäftigung mit den Hintergründen dieser Taten wichtig auch in Hinblick auf zukünftige Strategien zur Verhinderung solcher Ereignisse. Der folgende Beitrag zeigt auf der Basis von Interviews unter wegen der Anschläge von 2011 verurteilten jungen Männern, dass es eine Verbindung zwischen der Zugehörigkeit Jugendlicher zur kleinkriminellen Subkultur und einer Affinität zu islamistisch-extremistischen Strömungen gibt. Der Autor arbeitet mehrere soziokulturelle Ähnlichkeiten beider Milieus heraus, die diese zunächst ungewöhnlich erscheinende Verflechtung erklären können.
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Analyse Von Andrea Schmitz, Alexander Wolters
Die Proteste in der arabischen Welt werden in Zentralasien lebhaft rezipiert und wecken dort Hoffnungen und Befürchtungen. Wie in den Revolutionsländern der arabischen Welt ist die Altersgruppe der 15 – 24-Jährigen in Zentralasien überproportional stark vertreten, und auch dort kreieren politische Entmündigung und wirtschaftliche Perspektivlosigkeit hohe Frustrationspotentiale. Gleichzeitig haben der Ausbau neuer Kommunikationstechnologien und damit der Zugriff auf soziale Medien die Ereignisse in Tunesien, Ägypten und Libyen in den eigenen Erfahrungshorizont gerückt. Die staatlichen Autoritäten in Zentralasien begegnen dem neuen Grad der Vernetzung über das Internet und neuen Hoffnungen auf Veränderung mit verstärkten Kontroll- und Zensurmaßnahmen, die sozialen Protest zwar in Schach halten, dessen Ursachen jedoch nicht berühren und den Anschluss Zentralasiens an die digitale Welt auf Dauer nicht verhindern werden.
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