Analyse Von Serik Beissembayev
Zwar hat es nach diversen kleineren Anschlägen im Jahr 2011 in Kasachstan keine islamistisch motivierten Gewaltakte mehr gegeben, doch scheint die genauere Beschäftigung mit den Hintergründen dieser Taten wichtig auch in Hinblick auf zukünftige Strategien zur Verhinderung solcher Ereignisse. Der folgende Beitrag zeigt auf der Basis von Interviews unter wegen der Anschläge von 2011 verurteilten jungen Männern, dass es eine Verbindung zwischen der Zugehörigkeit Jugendlicher zur kleinkriminellen Subkultur und einer Affinität zu islamistisch-extremistischen Strömungen gibt. Der Autor arbeitet mehrere soziokulturelle Ähnlichkeiten beider Milieus heraus, die diese zunächst ungewöhnlich erscheinende Verflechtung erklären können.
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Analyse Von Wladimir Sgibnev
Die Städte Zentralasiens und ihre Bewohner sind auf der Suche nach ihrer Identität zwischen aus der Zeit der Seidenstraße ererbten Medresen und traditionellen Basaren auf der einen und sowjetischen Plattenbauten und Industrieanlagen auf der anderen Seite. Gleichzeitig führen die vielfältigen sozioökonomischen Probleme seit der Unabhängigkeit zu einem Zerfall der Infrastruktur und einer Ruralisierung der »gewohnten« Stadt, während die zentralasiatischen Eliten nach einem auch architektonischen Anschluss an die Moderne streben. Der folgende Artikel umreißt diese Probleme am Beispiel einer tadschikischen Provinzstadt.
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