Über bürokratische Hürden zu Siebentausendern und Seidenstraße. Tourismus in Tadschikistan

Von Sonja Bill

Zusammenfassung
Tadschikistan, der kleinste und ärmste zentralasiatische Staat, überzeugt mit einer atemberaubenden Hochgebirgslandschaft und faszinierenden Kulturstätten. Doch sind sie von westlichen Touristen noch weitgehend unentdeckt. In den 1990er Jahren waren es vor allem durch den Bürgerkrieg ausgelöste Sicherheitsbedenken sowie die schlechte Anbindung des Landes an den internationalen Luftverkehr, die es westlichen Individualtouristen schwer machten. Heute stellen bürokratische Hemmnisse, wie Sondergenehmigungen für den Besuch der Pamir-Region oder für Ausländer geschlossene Grenzübergänge sowie eine vielfach noch schlechte Infrastruktur die Hauptprobleme dar. Staatliche tadschikischen Institutionen und zunehmend auch internationale Organisationen sind aber ständig um Verbesserungen bemüht.

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Analyse

Hungrige Bauern trotz stark gestiegener Weizenpreise – Ergebnisse einer Umfrage unter Kleinbauern im südlichen Tadschikistan

Von Meike Geppert, Constanze von Oppeln
Die Weizenpreise haben im Juli dieses Jahres in Tadschikistan ein Rekordniveau erreicht. Die Ergebnisse einer Umfrage unter Kleinbauern im südtadschikischen Gebiet Chatlon durch Mitarbeiter der Welthungerhilfe zeigen, dass dies für die Produzenten keineswegs die zu erwartenden positiven Folgen hat, sondern im Gegenteil eine weitere Verarmung bewirkt. Tasdschikistans große Abhängigkeit von Getreideimporten hat zur Folge, dass die globalen Preissteigerungen voll durchschlagen. Die geringe Markteinbindung der Kleinbauern verhindert aber, dass sie beim Verkauf von besseren Preisen für Weizen profitieren. Gleichzeitig müssen sie beim im Frühjahr notwendigen Zukauf von Weizen und beim Kauf anderer Lebensmittel mehr als gewohnt zahlen. (…)
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Analyse

Die Rückkehr des Wassers. Stand und Pläne der Rettung des nördlichen Teils des Aralsees

Von Saghit Ibatullin
Kasachstan ist es mit dem durch einen Weltbankkredit finanzierten Bau des Kok-Aral-Dammes gelungen, den auf seinem Territorium liegenden Rest des Aralsees zu stabilisieren. Nun steht die Entscheidung über die nächsten Schritte an. Der Autor stellt eine Variante vor, bei der durch den Bau eines weiteren Dammes zwei Wasserflächen unterschiedlichen Niveaus geschaffen würden und benennt ihre technischen, sozioökonomischen und ökologischen Vorteile.
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